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Fremdgehen im Handumdrehen

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Manche Leute machen es aus Lust, andere aus Langeweile, aber fast jeder macht es - sich selbst. Es ist nicht das Gleiche, wie die Befriedigung durch einen Partner, aber es führt bestenfalls zum gleichen Ergebnis. Doch was ist, wenn man den Partner mal eine längere Zeit nicht sieht? Oder wenn man zu viel um die Ohren hat und der Sex einfach ausfallen muss? Viele Liebende greifen (- Achtung Wortwitz -) dann auf ein altbekanntes und liebgewonnenes Werkzeug zurück: die eigene Hand. Ist Selbstbefriedigung eigentlich Fremdgehen?

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"Warum schaust du Pornos?"
Menschen brauchen Sexualität und deshalb auch Befriedigung. Das ist der ureigene Trieb der Fortpflanzung. Es gibt allerdings Beziehungen, in denen beide Partner unterschiedliche Vorstellungen von ihrem Sexleben haben. Der Eine will es nur einmal die Woche, der Andere gleich fünfmal. Da kann es schon zu Beziehungsproblemen kommen. Derjenige, der häufiger Sex braucht, will seinen Partner aber vielleicht auch nicht dazu drängen und erledigt es dann lieber selbst.
Manche Leute haben auch einfach Lust darauf, Pornos zu schauen, obwohl sie in einer Beziehung sind, einfach, weil das eine andere Form der Befriedigung ist. Wieder Andere leben vielleicht in einer Fernbeziehung und sehen sich nur selten. Sollte man dann ganz auf seine Sexualität verzichten? Oder darf man sein Schicksal auch selbst in die Hand nehmen? (Wortwitz, die Zweite: check!)

Aufheben oder runterholen?
Einige Leute in Beziehungen meinen, man sollte sich ganz füreinander aufheben. Manche wollen das bis zur Ehe, andere bis zu ihrem nächsten Treffen. Es ist aber in jedem Fall eine besondere Geste, auf seinen Partner zu "warten". Dabei muss ja gar nicht immer ein Porno im Spiel sein. Manchmal reicht die Vorstellung an den Partner. Reicht das nicht als Zeichen der Liebe?
Es ist keine Frage, die man pauschal beantworten kann. Es ist sicher eine andere Dimension, ob man einfach nur nicht auf seinen Partner "wartet" oder ob man wirklich fremdgeht. Beim Fremdgehen hört der Spaß nämlich auf. Das findet niemand in Ordnung. Bei der Selbstbefriedigung ist das so eine Sache. Da kann sich der eine Partner schon hintergangen fühlen, wenn der andere nicht die nötige Geduld aufbringen kann. Manche sehen das aber auch ganz locker und fühlen sich dadurch nicht betrogen.

Entscheidet gemeinsam!
Wichtig ist, dass ihr als Paar eine gemeinsame Lösung findet, wenn dieses Problem auftritt. In vielen Beziehungen junger Menschen gibt es unterschiedliche Vorstellungen, was die Sexualität anbetrifft. Wichtig ist, dass ihr offen ansprecht, was euch stört und klar eure Meinung sagt. Dabei muss man darauf achten, den richtigen Ton zu treffen, um seinen Partner nicht in Bedrängnis zu bringen. Beide müssen in einer Beziehung glücklich werden. Und da gehört das Thema Sex früher oder später einfach dazu. Also: Seid offen, seid ehrlich und entscheidet gemeinsam, wie ihr eure Sexualität leben wollt. Kurzum:

Do what you want. Do it with love, respect and condoms.

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