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„Das Gold-Komplott": Ein Polit-Thriller, dem nie die Puste ausgeht

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DETECTIVE STREET
Peter Hince via Getty Images
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Ein Krimi, in dem es nicht wimmelt von Leichen, Körperverletzungen und Schieß-Orgien - kann so etwas ĂŒberhaupt funktionieren? Und ob, das beweist John Kellermann im ersten Band seines Roman-Doppels „Over & out".

„Das, was jetzt folgt, beginnt in naher Zukunft", prophezeit der Autor. Die Geschichte dazu: Griechenland ist pleite, in der Folge brechen die FinanzmĂ€rkte zusammen. Zur Beruhigung der Bevölkerung holt die Bundesbank ihre im Ausland gelagerten GoldbestĂ€nde nach Deutschland zurĂŒck. Einer der streng bewachten Transporte wird auf dem Weg vom Flughafen zur „Gold-Pyramide" in Frankfurt ĂŒberfallen und verschwindet spurlos.

WĂ€hrend einer Reportage zu dem Überfall entdeckt der freie Journalist Markus Manx eine Reihe von Ungereimtheiten. Doch seine Recherchen drohen in einem Dickicht aus Halbwahrheiten und falschen FĂ€hrten zu versanden. Dennoch bohrt Manx weiter: Was soll hier vertuscht werden, und wer sind die HintermĂ€nner? ... Schon bald drĂ€ngt sich eine zentrale Frage in den Vordergrund: Ist das Gold aus den USA ĂŒberhaupt echt?

Als sich die ebenso attraktive wie clevere IT-Hackerin Lena einschaltet und ĂŒber fremde Server hochbrisante Daten aufstöbert, bekommt der Verdacht des Journalisten klare Konturen, er mutiert vom Berichterstatter zum lĂ€stigen SchnĂŒffler. Das verursacht allenthalben nervöse Betriebsamkeit und ruft schließlich das Bundeskriminalamt auf den Plan, die CIA schaltet sich ein, und ein Kollege von Markus Manx wird auf offener Straße ermordet. Jetzt geraten der Journalist und die hĂŒbsche Hackerin in einen Strudel von Ereignissen mit politischem Hintergrund, der sie das Leben kosten kann.

Kommentar: Die Geschichte lebt von der Spannung, die entsteht, wenn Menschen die Wahrheit herausfinden wollen und dabei ins RĂ€derwerk von Politik und Behörden geraten. Und weil diese in diesem Fall eher an Vertuschung als an AufklĂ€rung interessiert sind, geraten die beiden Hauptakteure in einen lebensgefĂ€hrlichen Tsunami von Ereignissen. Die HandlungsstrĂ€nge des Thrillers reichen von Frankfurt ĂŒber MĂŒnchen und Hamburg bis hinein ins Bundeskanzleramt in Berlin.

Das Geschehen verlĂ€uft so nahe an der gegenwĂ€rtigen RealitĂ€t, dass das Label „Verschwörungsgeschichte" nicht so recht passen will. Einige Figuren aus Politik und Nadelstreifen-Gesellschaft kommen einem beklemmend bekannt vor. Gleiches gilt fĂŒr die verwinkelte Strategie der Vertuschung und die Schönmalerei von Fakten gegenĂŒber der Öffentlichkeit. Alles in allem: Ein Polit-Thriller, dem nie die Puste ausgeht! Man darf gespannt sein auf den zweiten Band des Kellermann-Krimis. „Operation Snow White" soll im nĂ€chsten Herbst erscheinen.

Über John Kellermann

Hinter dem Pseudonym John Kellermann steht das Autorenduo Dr. Georg Friedrich Doll und Stefan Loipfinger. Dr. Georg Friedrich Doll studierte Betriebswirtschaft und ist Autor mehrerer FachbĂŒcher zu Finanzthemen. Viele Jahre arbeitete er fĂŒr Unternehmen und Banken, seit zehn Jahren ist er Unternehmensberater. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

Stefan Loipfinger ist freier Wirtschaftsjournalist und Experte fĂŒr Fonds und Beteiligungen. Der Inhaber des Helmut Schmidt Journalistenpreises und Autor vieler FachbĂŒcher, unter anderem Die Spendenmafia (Knaur-Verlag), lebt und arbeitet in Rosenheim bei MĂŒnchen.

NĂ€heres gibt's auf der Website von John Kellermann (mit Video-Trailer):

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