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Wir müssen mit der AfD politisch streiten

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SPD MECKLENBURG WAHL
Getty
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Das zweistellige Ergebnis der AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern trifft direkt ins politische Herz.

Die AfD ist nicht "nur" offen rassistisch und menschenverachtend, sondern auch unsozial, frauenfeindlich, homophob und elitär. Den Protestwählerinnen und -wählern, die mit ihrer Stimme für die AfD ein Zeichen gegen das Establishment setzen wollten, muss klar sein, dass sie gleichzeitig auch eine Partei wählen, die ihnen den Zugang zu Bildung erschweren, die Sozialleistungen kürzen und Frauen sowie Homosexuelle diskriminieren will.

Deshalb plädiere ich dafür, die AfD offen zu stellen, zu demaskieren und zu entlarven. Darauf wird es jetzt ankommen: Es wird für die AfD nicht mehr reichen, auf Protest und Populismus zu setzen, um auch das nächste Mal gewählt zu werden.

Gleichzeitig müssen wir mit den Menschen, die aus Protest die AfD gewählt haben, politisch streiten. Wir müssen alle Farbe bekennen und Haltung beziehen.

Ich verstehe die Sorgen rund um die Zuwanderungspolitik. Ich verstehe die Ängste vieler, abgehängt zu werden. Doch Angst ist immer schon ein schlechter Ratgeber gewesen.

Und noch eines muss ganz klar sein: Die Leitplanken unseres Grundgesetzes zu verschieben, geht nicht. Das kann keine Alternative sein.

Die Aufgabe der SPD ist es jetzt, die Gesellschaft zusammen zu halten: sozial und solidarisch.

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