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Die Suchtzwänge

13/05/2017 10:54 CEST | Aktualisiert 13/05/2017 10:54 CEST

Die Sucht ist ein Gefühl. Alles was uns auf irgend eine Weise positiv berührt hatte, wird auch mit einem Suchtpotential abgespeichert. Es zählt zu den Begabungen zu entscheiden, wie viel eine sache Wert ist, oder auch nicht. Sind wir noch in der Lage von ihr abzulassen.

Die große Gefahr bei der Sucht liegt darin, dass vieles was wir nicht im Griff haben, von skrupellosen menschen für egoistische Zwecke missbraucht wird. Wie bei allen Begabungen, muß auch der Umgang mit der Sucht trainiert werden.

Alle Lebewesen haben hierzu eine ererbte Grundausstattung, nur dem ziviliiesierten Menschen ist Einiges abhanden gekommen. Hierzu zählt zum Beispiel die Föllerei, das Vollstopfen mit Nahrung bis alles krank wird, oder die Einnahme bedrohlicher Säfte, bis die Organe versagen. Die Kette könnte beliebig ausgedehnt werden.

Aber die gefährlichste Sucht ist die nach Unterordnung! Wo liegt das Problem? Zunächst einmal in unserem Kopf. Das Föllen ließe sich mit einer einfachen Diät abstellen. Nicht so der innere Drang nach Untertanentum. Das Folgen einer Machtperson u.s.w. unterstellt die volle Legitimation dieser Person. Genau das ist unser Problem.

Hatte sie ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt? War sie wirklich die Richtige? Welche Kriterien lagen vor? Hätte ich auch so entschieden? Stand vielleicht im Vordergrund das Wer, wo viel mehr das Wie hätte stehen sollen. Und die wohl wichtigste Frage wäre? Was muss ich selber tun? Hier beginn nämlich erst das wahre ich.

Was kann ich einbringen?

Wir müssen mit einander leben und nicht von einander. Damit ist jeder einzelne gefordert. Ich bin stark, dass heißt wir sind bewaffnet mit dem eigenem ich. Gott gibt uns dazu die Kraft. Er hatte uns über Millionen von Jahren ermutigt. Sonst wären wir erst gar nicht hier angekommen. Die Bildung von Zivilisationen hatte uns mit der Willkür von Systemzwängen , ja von Diktaturen abhängig gemacht. All zu oft stand an deren Spize ein Wahnsinniger alter Mann.

Dass heißt Gott hätte es so niemals gewollt. Uns abhängig zu machen war nicht seine Intention. Auch der Kranke kann stark sein. Er muss nur den Willen dazu aufbringen. Unterwerfung ist Selbstaufgabe. Wir sind momentan in einer außer ordentlich übelen Verfassung.

Dass muss auch ganz klar sein. So viel Macht bei Dispoten , das hatte es in der Menschheitsgeschichte noch nie gegeben. Und keiner darf uns erzählen was richtig oder falsch wäre, nur wir alleine entscheiden darüber. Wir können es, denn Gott ist in und mit uns.

Es fehlt nur ein Quentchen Mut dazu. Wir haben zwar unseren Fuß auf den Mond gesetzt, den Schritt zu einer vernunftbegabten Gesellschaft, den haben wir noch nicht gewagt.

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