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Interview mit Anna: Unsere Queen of Academy

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Anna Konopka hat die Academy, so wie es sie heute gibt, ins Leben gerufen und verwaltet seither mit gewaltiger Unterstützung das Herzstück unseres Vereins. Wie sie dazu kam und was sie an dem Projekt Positive Schule so begeistert, hat sie uns erzählt.

Hey Anna, du bist die treibende Kraft hinter unseren Peers, aber wie hast du überhaupt zu JGA gefunden?

Ich war auf einer Messe und dort fiel mir der Stand von JGA auf. Mein erster Gedanke war: „Man, haben die dicke Eier, sich so frech zwischen die riesigen Firmen zustellen, Respekt." Den Stand musste ich mir also näher ansehen und ich sprach Daniel Nagel an, der zu diesem Zeitpunkt am Stand war. Und schon war ich mittendrin.

Wieso hast du die Academy zu deinem Projekt gemacht?

Aufklärung ist bei mir persönlich viel zu kurz gekommen. Deshalb waren die Aufklärungsworkshops für mich schon immer eine tolle Sache und ich wusste, dass ich mich vor allem im Bereich Education engagieren wollte, um diese zu fördern und zu verbessern. Ich habe zwei jüngere Geschwister und bei dem Gedanken wie Aufklärung im Unterricht durchgeführt wird, wird mir ganz komisch. Ich will etwas verändern und das erreiche ich am besten mit der Academy.

Und wie lief dein erster Workshop? Woran kannst du dich noch besonders gut erinnern?

Puh, vor meinem ersten Workshop war ich echt nervös. Meine Ausbildung lag schon etwas länger hinter mir, doch zum Glück war mein Partner Daniel und wir hatten uns mega vorbereitet. Wir haben dann direkt mit „Poppen, Ficken und Blasen" angefangen. Die Klasse hat uns mit riesigen Augen angeguckt und da haben wir gemerkt, dass wir wohl erstmal einen Gang zurückschalten müssen und unser Vokabular etwas mehr in Richtung „Liebe machen" orientieren sollten.

Du bereitest Peers bei der Academy nicht nur inhaltlich vor, sondern gibst ihnen auch Tipps und Tricks mit auf dem Weg. Welche Tipps findest du am wichtigsten?

Man muss keine Angst haben. Wir sind die Experten und die Schüler finden das Thema einfach irre spannend. Eine laute Klasse bedeutet zum Beispiel nicht, dass man selbst eine schlechte Performance abliefert, sondern dass das Thema so interessant ist, dass alle gleichzeitig darüber reden wollen und sich so auch mal die Lautstärke hochschaukelt.

Hattest du schon einmal eine unangenehme Situation während des Workshops?

Unangenehm wurde es eigentlich nie. Man muss aber immer auf die Klasse eingehen, das heißt, bei einer leisen Klasse muss man gezielt Fragen stellen und auch mal bei wenig Resonanz einfach weitermachen und die Gesprächsleitung übernehmen. Bei lauten Klassen dagegen laufen Diskussionen eher von alleine und man guckt ein bisschen, dass die Diskussion in die richtige Richtung führt. Und wenn es mal eine Frage geben sollte, die man nicht auf Anhieb beantworten kann, dann weiß vielleicht der zweite Peer die Antwort oder man bietet den Schülern an, die Lösung zu recherchieren und das Ganze per Mail an die Klasse zu schicken.

Hältst du heute noch selbst Workshops?

Natürlich! In meinem Studium kann ich mir auch vormittags oft frei räumen und helfe dann immer gerne aus.

Danke für das Interview und viel Erfolg mit deinem Studium!

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