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"Ich bin ein Aufklärungsgott"

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TEENAGER WORKSHOP
izusek via Getty Images
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Jugend gegen AIDS hat sich zur Aufgabe gemacht Jugendliche auf Augenhöhe aufzuklären. Dazu bildet der Verein regelmäßig junge Menschen zu sogenannte Peers aus, die in Schulklassen Aufklärungsworkshop halten. Wir sprachen mit einem ausgebildeten Peer über die Ausbildung in der Academy und erste Workshop-Erfahrungen.

Hallo Alina, bevor wir anfangen ... wie bist du überhaupt auf JGA gekommen und besonders darauf, dich zum Peer ausbilden zu lassen?

Auf JGA wurde ich über verschiedene Wege aufmerksam. Das erste Mal war auf dem Christopher Street Day, JGA hatte dort einen eigenen Truck in der Parade und es hat riesigen Spaß gemacht, diesen Truck zu begleiten. Die Leute waren super gelaunt und total offen und das hat mich einfach begeistert.

Das zweite Mal war über das Landesschülerparlament in Schleswig-Holstein. JGA stellte sich dort vor und die Art und Weise der Vereinsarbeit und die Werte, für die der Verein steht, haben mich beeindruckt und ich wollte unbedingt ein Teil dieses Vereins werden und meine eigenen Workshops an Schulen durchführen können.

Nachdem du dich für die kostenlose Academy in Berlin angemeldet hattest, mit was für einem Gefühl bist du zur Academy gefahren und welche Erwartungen hattest du im Vorfeld?

Ich war eigentlich recht entspannt. Ich wusste ja, dass alle anderen Teilnehmer genauso wenig Vorwissen hatten wie ich und wir alle mit dem selben Ziel nach Berlin fuhren. Von meinen Freunden, die sich ebenfalls im Verein engagieren, wusste ich ja auch schon wie eine solche Ausbildung ungefähr abläuft und das klang wirklich sehr spannend.

Ich wollte vor allem coole Leute treffen, die aus anderen Regionalgruppen aus ganz Deutschland kommen. Ich habe von anderen Mitgliedern eine Menge gutes Feedback von der Academy bekommen und wollte auch ein spannendes Wochenende erleben. Und ich hoffte, viel Neues dazulernen zu können.

Wie fandst du die Academy?

Die Academy ist richtig cool! Zu schade, dass ich sie nur einmal mitmachen kann. Dank der verschiedenen Teilnehmer kamen interessante Diskussionen und super spannende Themen auf. Gerade der Rhetorik-Teil und die Einführung ins Konfliktmanagement waren neu für mich und haben mir auch persönlich weitergeholfen.

Anna (Konopka, Anm. des Interviewers) macht das klasse. Natürlich ist man nach dem ganzen Input abends fertig, aber wir haben den Abend in einer gemütlichen Runde ausklingen lassen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und dank der Peer-Mappe, die man mit den ganzen Informationen zu den Workshops mitbekommt, kann ich vor jedem Workshop alles nochmal nachschlagen.

Wie hast du dich vor deinem ersten Workshop gefühlt?

Vor meinem ersten Workshop war ich schon ein bisschen nervös, aber das erste Mal ist ja bekanntlich immer etwas Besonderes. Zum Glück hatte ich einen erfahrenen Peer dabei, der mich super unterstützte und das alles ganz locker gemacht hat.

Dank der Peer-Mappe hatte ich auch weniger Angst etwas zu verwechseln oder den Faden zu verlieren. Die kann zum Glück jeder Peer mit in die Klasse nehmen und zur Hilfe ziehen. Was das angeht unterstützt der Verein seine Peers mit allen möglichen Mitteln. Die Klasse war auch super aufgeschlossen und hat total interessiert an dem Workshop mitgewirkt.

Was würdest du einem Nicht-Peer auf den Weg geben?

Ich würde unbedingt empfehlen die Peer-Ausbildung zu machen! Egal ob ihr alleine anreist oder mit Freunden, man lernt sehr schnell neue Leute kennen und es gibt so viele Möglichkeiten sich zu unterhalten. Die Sitzordnung ist vorgegeben und ihr lernt so automatisch neue Leute kennen.

Viele Informationen waren auch neu für mich und es war einfach den Themen zu folgen, anders als manchmal in der Schule. Für mich war es die Erfahrung wert und ich habe so viele Dinge mitgenommen, viel gelernt und neue Freunde gefunden.

Danke für das Interview und viel Spaß bei deinen zukünftigen Workshops!

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