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Nicht ohne meinen Hund...Flüchtlinge, die mit ihren Haustieren unterwegs sind, brauchen Hilfe!

13/09/2015 14:28 CEST | Aktualisiert 13/09/2016 11:12 CEST
Getty

Was wird eigentlich aus all den Haus- und Nutztieren der Flüchtlinge ?

Für die meisten verlassenen Vierbeiner in Kriegsgebieten bleibt nur ein qualvoller Tod durch Verhungern oder Verdursten, Seuchen oder Misshandlungen.

Viele der Flüchtlinge sind deshalb mit ihren Haustieren unterwegs.

Aber Tiere, die nicht lückenlos geimpft sind, dürfen nicht einreisen. Das heißt, sie müssten monatelang in Quarantäne oder würden schlimmstenfalls sogar eingeschläfert, wie das in der Schweiz bereits passiert sein soll.

Selbst wenn ihre Besitzer all die Mühen und Gefahren auf sich genommen haben, sie mitzunehmen, der schwierigste Teil der Rettung steht ihnen erst bevor:

Öffentlichen Verkehrsmitteln und Auffanglager mit Tierverbot, Einreise- und Quarantäne Bestimmungen und die Notwendigkeit lückenloser Impfpässe.

Wer selbst ein Haustier hat, das er über alles liebt, kann sich ausmalen, wie schrecklich es sein mag, Hund oder Katze schutzlos zurücklassen zu müssen.

Aber wie heißt es so schön ...Liebe findet einen Weg <3

Die beiden wunderbaren jungen Leute auf dem Bild hatten den Hund "Johnny" in Syrien adoptiert und brachten es nicht übers Herz, ihn hilflos seinem Schicksal zu überlassen.

Also beschlossen sie, ihren Hund auf die Flucht vor dem Krieg einfach mitzunehmen.

Vier Wochen dauerte die gefährliche Reise. War er zu erschöpft zum Laufen, wechselten sie sich ab, ihn in einem Baby Tragegestell zu transportieren. Zurücklassen war nie eine Option !

Sie erzählen, der Hund war in allen Ländern und auf allen Stationen der Reise willkommen und eine kleine Attraktion.

Die drei haben es schon sehr weit gemeinsam geschafft. Das Bild wurde von einer Hilfsorganisation in Mazedonien aufgenommen. Der vollständige Bericht ist auf Facebook unter UNHCR-Skopje zu finden.

Falls sie irgendjemand sieht :

Mittlerweile gibt es ein großzügiges Angebot von Hof Butenland, der die Drei aufnehmen möchte.

Sie können sich via Facebook jederzeit dort melden.

Es wäre doch wunderbar, wenn sie diese Nachricht erreicht.

Wer Hilfe braucht oder sich zu diesem Thema einbringen möchte, auf Facebook gibt es die öffentliche Gruppe "Help for Refugees with Pets"

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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

Seit dieser Aktion erreichen uns täglich weitere Dutzende Beiträge zu diesem Thema. Wenn Sie sich an der Diskussion mit einem eigenen Artikel beteiligen wollen, schreiben Sie an blog@huffingtonpost.de.

Es ist Zeit, dass wir in Deutschland ein Zeichen setzen. FÜR Weltoffenheit, FÜR Toleranz und FÜR Menschen in Not

Kleine Gastfreundschaft ganz groß: Hier macht ein Münchner Kleinkind vor, wie wir alle Flüchtlinge begrüßen sollten

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