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Satirischer Wochenrückblick: Bushido, Gauck, Heute-Show

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Auch die zurückliegende Woche mit zwei Feiertagen unbekannter Bedeutung bescherte uns mehrere Nachrichten, von denen wir die wichtigsten noch einmal zusammenfassen.

Bundestagspräsident Lammert hat Kritik am Fernsehen geübt, insbesondere tadelte er die heute-Show. Das ist nun wirklich unfair gegenüber den Kollegen, die heute-Show hat ein wesentlich geringeres Budget und weniger Mitarbeiter als der Bundestag, da ist es nur verständlich, dass die Sendung nicht so komisch und unterhaltsam sein kann wie die Bundestagsdebatten.

Die ehemalige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen besuchte Afghanistan, weil sie seit Kurzem Verteidigungsministerin ist und den dortigen Bundeswehrtruppen vorsteht. Das zeigt auch schon den modernen Stil der bürgernahen Freiwilligenarmee, der früher undenkbar gewesen wäre; die Soldaten empfangen Damenbesuch.

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Die neue Familienministerin Schwesig ändert den Kurs ihrer Vorgängerin Schröder und kippt den Erlass, dem zufolge Gelder für den Kampf gegen Rechts nur solche Gruppen bekommen durften, die sich zur Verfassung bekennen. Das versteht Schwesig schon ganz richtig - die Rechtsextremen nutzen das freiheitliche Grundgesetz aus, also unterstützt man die Gruppen, die an seiner Beseitigung arbeiten, und entzieht denen so die Grundlage.

Bundespräsident Gauck hielt eine viel beachtete Weihnachtsansprache, in der er mehr Toleranz einforderte. Das bezieht sich vermutlich auf Til Schweiger, der seinen Mieter verklagt, weil er die Villa in Malibu in nicht ordnungsgemäßem Zustand verließ und keine Schönheitsreparaturen vorgenommen hat.

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Das Berliner Stadtmagazin Tip hat den mutmaßlichen Rapper Bushido zum Peinlichsten Berliner 2013 gekürt. Das sagt mehr über seine Integration aus als ein Bambi. Es ist auch schön zu wissen, dass der Stadt Berlin noch was peinlich sein kann. Unklar ist nur, wieso man bei Bushido diese Einschränkung mit der Jahreszahl vorgenommen hat.

Die Deutschen sehen optimistisch in das nächste Jahr, jedenfalls die, die repräsentativ zur Befragung ausgewählt wurden. Da sagen wir: Danke, liebe Medien.

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