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Satirischer Rückblick: Trump, Clinton, Merkel

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Die abgelaufene Woche barg viele journalistische Besonderheiten.

Donald Trump hat die Vorwahlen der Republikaner gewonnen und wird sehr wahrscheinlich als Präsidentschaftskandidat nominiert, wenn die Partei nicht einen Aufstand wagt. So etwas tun Parteien für gewöhnlich nicht, außer die SPD, deswegen ist Angela Merkel auch noch CDU-Vorsitzende.

Wenn Trump Präsident wird, dürfte das eine schwere Enttäuschung werden, jedenfalls für ihn, wenn er bemerkt, wie wenig der Präsident zu sagen hat.

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Hillary Clinton hat bekanntgegeben, dass sie als Präsidentin in ihrem Kabinett die Hälfte der Posten mit Frauen besetzen will. Das hatte Bill Clinton auch vor, da war sie dagegen.
Damit wird sie viele Wählerinnen überzeugen, die sich ausrechnen, eine fünfzigprozentige Chance zu haben, in Hillary Clintons Kabinett zu kommen.

Wie bekannt wurde, war die Täterklientel der Kölner Silvesternacht der Polizei bekannt. Das erklärt, warum nichts unternommen wurde; man betrachtet die Täter als Klientel.

Der europäische Gedanke

Der schlimme Thilo Sarrazin hat vorhergesagt, die Deutschen würden zur Minderheit im eigenen Land. Viele fragen: Wieso im eigenen?

Man sieht, auch hier hilft der europäische Gedanke; warum müssen die Deutschen in Deutschland die Mehrheit stellen, wenn sie ganz Europa dominieren?

Insider äußern die Vermutung, SPD-Chef Sigmar Gabriel würde in den nächsten Wochen hinschmeißen. Andere meinen, er bereite seine Kanzlerkandidatur vor. Das passt zusammen; er hat bessere Aussichten als Kanzlerkandidat, wenn er nicht mit der SPD in Verbindung gebracht wird.

In Nordkorea wurde nach sechsunddreißig Jahren wieder ein Parteitag abgehalten. Wir hier wären schon froh, mal ein Jahr ohne einen Parteitag zu haben. Der Parteitag in Nordkorea dauert auch länger, weil sich kein Delegierter traut, mit dem Applaudieren aufzuhören.

Regierungskritische Journalisten

In der Türkei wurden regierungskritische Journalisten zu hohen Haftstrafen verurteilt. Da hat man nun keinen Vergleich, man weiß nicht, was bei uns mit regierungskritischen Journalisten passieren würde.

Irrtümlich war gemeldet worden, Angela Merkel wolle einen Kurswechsel vornehmen, um verlorene Wähler zuruckzugewinnen. Man hätte sich denken können, dass das nicht stimmt, die Journalisten hätten ja mal recherchieren können: welchen Kurs?

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