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Satirischer Rückblick: Bargeld, Bushido, Bosse

06/02/2016 15:26 CET | Aktualisiert 06/02/2017 11:12 CET
Bernd Zeller

Die abgelaufene Woche brachte viele emotionale Höhepunkte.

Die Presse hat recherchiert, was Frauke Petry am liebsten an der Grenze tun würde, nämlich auf Flüchtlinge schießen. Frauke Petry wollte es im Interview nicht so sagen, aber das wollte Egon Krenz auch nicht. Die Aufregung war jedenfalls fast so groß, wie wenn sie gefordert hätte, die Flüchtlinge zu begrapschen und sexuell zu belästigen.

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Ein Mitarbeiter aus der Leitungsebene der Deutschen Welle sagte, die Bosse der ARD-Sendeanstalten sollten auf Rentenansprüche verzichten, sonst würde alles Geld aus den Gebühren für ihre Altersbezüge draufgehen und die Bildschirme schwarz bleiben. Die Bildschirme bleiben natürlich nicht schwarz, denn Sigmar Gabriel kommt trotzdem. Die Bosse sollten am besten nicht untätig im Ruhestand sein, sondern weiter Programm machen, das würde die Zielgruppe noch stärker binden.

Bargeld soll abgeschafft werden, große Geldscheine und hohe Barzahlungen werden zuerst verboten. Baden im Geld wird der Vergangenheit angehören. Für die Griechenlandrettung wird es einfacher, wenn das Geld gar nicht vorhanden sein muss und keiner fragen kann, woher es kommen soll.

Rapper Bushido soll Steuern hinterzogen haben, gegen ihn ist ein Strafbefehl ergangen. Das ist auch ein schöner Künstlername für einen Rapper, vielleicht nennt er sich demnächst Strafbefehl. Seine Fans sind ein bisschen enttäuscht, dass das Delikt Steuerhinterziehung ist, und hoffen, dass wenigstens ein Teil des Geldes aus einigermaßen krummen Geschäften kam.

Der Vorsteher einer privaten Hochschule fordert Arabisch als Pflichtfach für alle Schulkinder, weil wir Einwanderungsland sind. Für die arabische Sprache wäre es nicht unbedingt vorteilhaft, wenn ein Kiezarabisch zur gängigen Sprache wird. Es wäre allerdings interessant zu sehen, wie die gendergerechten Formen ins Arabische übertragen werden.

Bundesaußenminister Steinmeier hat Irans Präsident Ruhani zum Besuch nach Deutschland eingeladen. Ruhani ist nicht unumstritten, aber zumindest fordert er nicht, an der iranischen Grenze auf Einwanderer zu schießen.

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Damit abgeschobene Nordafrikaner in Nordafrika zurückgenommen werden, soll Geld an die nordafrikanischen Staaten gezahlt werden. Wir hoffen, das Geld fließt in Projekte gegen Rassismus, um Vorurteile gegen Nordafrikaner abzubauen.

Für eine gute Partnerschaft kommt es nicht so sehr auf Sex an, fand eine Studie heraus. Jedenfalls nicht auf den Sex der Partner miteinander. Es zahlt sich eben aus, wenn die Familien die Ehe sehr sorgsam arrangiert haben.

Seehofer hat Putin getroffen. Dafür gab es viel Kritik, aber es ist verständlich, dass Seehofer auch mal mit einem rational handelnden Politiker reden möchte.

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