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Satirischer Wochenrückblick: Terror, Schrecken und Xavier Naidoo

21/11/2015 09:46 CET | Aktualisiert 21/11/2016 11:12 CET
Bernd Zeller

Auf die abgelaufene Woche mag man kaum zurückblicken.

Der Terror in Paris beschäftigt die Welt. Gewissenhafter Journalismus verlangt allerdings, darauf hinzuweisen, dass der Terror nichts mit Paris zu tun hat, schon gar nicht mit ganz Paris. Zum Zeichen der Anteilnahme wurde der Eiffelturm, obwohl der nun gar nicht damit im Zusammenhang steht und nicht betroffen war.

Die Sicherheitsbehörden verschärften ihre Aktivitäten und Ermittlungen. Wer jetzt nichts mit Islam zu tun hat, ist verdächtig.

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Die ARD entsendet den umstrittenen Sänger Xavier Naidoo zum Eurovision Song Contest. Man könnte denken, die wollen ihn fertigmachen.

Diesmal gibt es bei der Performance ein größeres Gejammere als bei der Platzierung.

Es wird erwartet, dass er sich klar dazu bekennt, für die Bundesrepublik anzutreten und nicht für das Reich.

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Bei der Jagd auf die Terroristen hatte sich einer lange in einer Kirche verschanzt. Da kann man auch wieder sehen, dass die Kirche genauso beteiligt ist.

Das Viagra für Frauen ist kein Verkaufserfolg. Es sollte den Frauen das Lustempfinden beim Sex geben. Man braucht wohl auch noch ein Präparat, das den Frauen Lust macht, das Frauenviagra zu nehmen.

Immer mehr Menschen in Deutschland glauben die Meinungsfreiheit in Gefahr. Da kann nichts dran sein, wenn man betrachtet, dass sogar Angela Merkel im Fernsehinterview ungehindert sagen kann, die Kanzlerin hat die Lage im Griff.

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Das Länderspiel in Hannover wurde abgesagt. Als Grund wird vermutet, dass die deutsche Mannschaft verloren hätte.

Thomas de Maizière sagte, der Innenminister kann nicht alles sagen, was er weiß. Das ist gut; man wäre froh, wenn Politiker öfter weniger reden würden, als sie wissen.

Jan Böhmermann fragte in einem Facebook-Post, ob Lutz Bachmann wohl mal ein erotisches Erlebnis mit einem Mann gehabt haben mag. Erotisches Erlebnis mit einem Mann - ist das nicht ein Widerspruch in sich?

Das ZDF hat einen Beitrag der Kindernachrichten aus der Mediathek genommen, der implizierte, die Franzosen wären am Terroranschlag irgendwie selbst schuld. Das war nicht böse gemeint, sondern eine Solidaritätsbekundung.

Das ZDF hat sich mit den Opfern schon so identifiziert, dass es aus Gewohnheit vorweggenommen hat, die Schuld bei uns zu suchen, wenn es bei uns passiert.

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Zu sexy:Geschmackloser TweetMit diesem schlechten Scherz macht sich Bushido über die Anschläge von Paris lustig

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