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Satirischer Rückblick: Schule wird immer schülergemäßer

22/04/2017 19:11 CEST | Aktualisiert 22/04/2017 19:11 CEST

Die abgelaufene Woche war journalistisch aufgeladen.

An deutschen Schulen geht es immer problematischer zu. Die Schulpolitik ist zwar seit Jahrzehnten fortschrittlich und die Lehrer sind geschult, aber die Schüler sind ja immer wieder neu. Ein weiteres Problem ist der Alltagsrassismus; früher war es normales Petzen, jetzt ist es rassistisch. Auch Lehrer werden bedroht und angegriffen, das liegt aber meistens daran, dass sie nicht zur Familie gehören.

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Der Anschlag auf den Bus des BVB ist vermutlich aufgeklärt, es war kein Terrorakt, sondern eine wirtschaftskriminelle Tat aus dem Börsenbereich, die Schuld liegt also im Kapitalismus. Das Entsetzen ist jetzt besonders groß darüber, dass der Täter mit den falschen Bekennerschreiben einen Generalverdacht gegen den islamischen Terrorismus schüren wollte.

Die Deutschlandtürken haben mehrheitlich für die Autokratie Erdogans in der Türkei gestimmt. Das bedeutet, Nordrhein-Westfalen bekommt nun ein Präsidialsystem. Claudia Roth bewertete das Ergebnis als Zeichen für mangelnde Integrationsbemühungen und deutsche Leitkultur. Man kann es aber auch als Zeichen dafür sehen, dass die Türken gegen die islamistische Gülen-Bewegung gestimmt haben. Noch ein guter Aspekt ist, dass wir in den Medien jetzt mehr Geschichten über gut integrierte Türkinnen und friedliches multikulturelles Zusammenleben geboten bekommen werden.

Angela Merkel zählt laut Time nicht mehr zu den einhundert einflussreichsten Menschen der Welt. Der Schulz-Effekt wird also schon vom Time-Magazin bemerkt. Sie soll aber noch zu den einhundert einflussreichsten Leuten der Bundesregierung gehören.

Banken sehen sich nach neuen Möglichkeiten um, Gebühren zu erheben, etwa auf das Geldabheben am Automaten. Der hat ja immerhin Geld gekostet. Demnächst wird das Modell getestet, Kunden eine Negativprämie aufzuerlegen, wenn sie keine neuen Kunden werben.

Köln ist im Ausnahmezustand. Es haben sich Auswärtige angekündigt, von denen man offenbar vermutet, dass sie Frauen belästigen und vergewaltigen oder sonstwie gefährlich sind, so was lässt sich Köln nicht bieten.

Die Umfragewerte der Grünen schwächeln. Stuttgart richtet schon das Amt eines Grünen-Beauftragten ein, das von drei verschiedenen Geschlechtern besetzt werden soll.

Im Wahlkampf geben sich alle Parteien besonders bürgernah, das geht so weit, dass sie Kugelschreiber und Luftballons verteilen, einfach um den Bürgern etwas zurückzugeben.

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