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Satirischer Rückblick: Schulz ist die Fachkraft aus Europa

16/02/2017 08:29 CET | Aktualisiert 16/02/2017 08:30 CET

Die abgelaufene Woche war journalistisch aufgeladen.

Die SPD bekommt dank Martin Schulz ganz viel Zustimmung. Er ist beliebter als alle anderen Politiker zusammen, weil er noch gar nichts angerichtet hat. Er kommt aus einfachen Verhältnissen, dem EU-Parlament. Er hat angekündigt, dass er als Kanzler wohl nicht Sigmar Gabriel als Außenminister behalten würde, daraufhin gingen seine Beliebtheitswerte noch einmal nach oben. Wenn er jetzt noch sagt, was er mit Angela Merkel vorhat, ist die Wahl gewonnen.

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Die Berliner Gefängnisse haben ein Rassismusproblem beim Personal, das hat sich über besondere Schwierigkeiten mit Nafris beklagt. Und das schon nur mit denen, die im Gefängnis sitzen. Die Ursachen liegen im Sozialen und in der ungerechten Verteilung; so geht es zu, wenn die Grünen besser ausgestattet sind als die Gefängnisse.

Angela Merkel war zu Gast in Polen. Schade, dass sich die heute-Show entgehen lässt zu sagen, sie sucht nach Raum im Osten für die Verteilung von Flüchtlingen, das hätte das Publikum als Anspielung auf die Geschichte goutiert.

Das Schmähgedicht von Jan Böhmermann über Erdogan ist in Teilen verboten. Das Gedicht muss nun auf Trump umgeschrieben werden.

Im Limburger Glockenspiel wird nicht mehr „Fuchs du hast die Gans gestohlen" gespielt wegen der Drohung, dass der Jäger mit dem Schießgewehr kommt. Die Musik darf erst wieder ertönen, wenn der Text dahingehend geändert ist, dass das Anti-Konflikt-Team kommt und einen gerechten Ausgleich zwischen Fuchs und Gans vermittelt.

Die Bundesregierung will mehr und schnellere Abschiebungen. Die Kanzlerin hatte bereits angekündigt: „Rückführung, Rückführung, Rückführung." Das sind schon mal drei. Schwierigkeiten ergeben sich bei den Herkunftsländern, die offenbar Obergrenzen und Einreisekontrollen haben. Die Bundesrepublik will sie mit Geld zur Toleranz und Willkommenskultur bewegen, genau wie bei uns.

Die Humboldt-Universität hat den umstrittenen Mitarbeiter Holm wieder eingestellt. Holm konnte sich gar nicht erinnern, jemals bei der Humboldt-Universität gearbeitet zu haben.

Soziologiestudenten hatten gestreikt und protestiert, da muss die Uni-Leitung irgendwann nachgeben, denn ohne Soziologen läuft bekanntlich gar nichts, die sind die Lokführer des akademischen Betriebs.

Trumps Einreisestopp ist gerichtlich ausgesetzt. Viele Reisenden hatten auf den Flughäfen bleiben müssen. Für uns erscheint es nicht nachvollziehbar, wieso die dann nicht einfach ihre Pässe wegwerfen und Asyl beantragen.

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