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Satirischer Rückblick: Putsch, Trump, Künast

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Die abgelaufene Woche brachte vielfältige Neuigkeiten mit seltsamen Reaktionen.

Ein siebzehnjähriger Afghane im Körper eines zehn Jahre älteren Pakistaners hat sich auf einer Bahnfahrt radikalisiert und ging mit Axt und Messer auf Chinesen los, bevor er von Polizisten erschossen wurde. Renate Künast twitterte, man hätte ihn doch auch bloß angriffsunfähig schießen können. Hätte. Aber keiner im Zug hatte eine Schusswaffe. Renate Künast sorgt sich eben noch um ihre Wähler.

Ein Terrorismusexperte mahnte, wir sollen uns endlich an Terror gewöhnen und gelassen bleiben. Das könnte funktionieren, denn unter Terroropfern waren noch nie Terrorismusexperten, das scheint zu schützen.

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Verkehrsexperten fordern, dass Radfahrer bei Rot über die Ampel fahren dürfen sollen. Das verwundert viele Radfahrer, die sagen: Welche Ampel?

Der Plan könnte den Verkehr zügiger und reibungsloser werden lassen durch auslese; bald sind nur die schnellen und kräftigen Radfahrer übriggeblieben.

In der Türkei wurde ein Putschversuch niedergeschlagen. Die Niederschlagung war besser organisiert als der Putsch. Die Türkei könnte jetzt zum Flucht-Herkunftsland werden, so die Befürchtung, aber man weiß nicht, wohin die Verfolgten fliehen könnten; nach Deutschland nicht, das ist von Erdogan-Anhängern kontrolliert.

Eine SPD-Bundestagsabgeordnete hat ihr Mandat niedergelegt, weil sie ihren Lebenslauf zu geschönt hat. Sie hat geschrieben, sie hat Abitur und die juristischen Staatsexamina, das war aber übertrieben, sie hat sie nicht. Das ist doch aber kein Grund zum Rücktritt, man wählt die SPD-Kandidaten doch nicht dafür, dass sie Abitur haben und Juristen sind. Immerhin hat sie keine Doktorarbeit plagiiert.

Die russischen Leichtathleten sind von Olympia ausgeschlossen wegen Dopings. Das ist gut als Maßnahme gegen Doping überhaupt, denn wenn die Russen nicht dabei sind, brauchen die anderen auch weniger zu dopen.

Donald Trump ist Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Er war bisher gar nicht politisch tätig. Für uns ist das neu, dass einer schon reich ist, bevor er in die Politik geht.

Vor Gefahren beim Pokemon-Spielen wird gewarnt. Man kann bei Facebook gesperrt werden, wenn man die Version spielt, bei der man die Pokemons fängt, statt sie zu integrieren.

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Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

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