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Satirischer Rückblick: Obamaerscheiung auf dem Kirchentag

28/05/2017 15:28 CEST | Aktualisiert 28/05/2017 15:28 CEST

Die abgelaufene Woche hatte auch Rückblickswertes.

Einige Jünger haben auf dem Kirchentag Obama gesehen. Sie haben allerdings nicht das Pfingstwunder erlebt, durch das sie sprachbegabt geworden wären, um allen davon zu erzählen.

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Erdogan ist auf einem Mega-Event wieder zum Parteichef der AKP gewählt worden. In der Türkei hält das Pendant zum Schulz-Effekt noch länger an, weil die Presse nicht zu warten braucht, bis er was zu sagen hat.

Im Internet hat sich ein Hass-Netzwerk gegen Heiko Maas formiert und postet hetzerische Kommentare, die als Buchrezension getarnt sind, auf Amazon. Es sind schon rund hundert, das reicht für zwei Studien, mit denen wissenschaftlich belegt werden könnte, dass Heiko Maas ein schlechter Schriftsteller ist. Nur gut, dass niemand eine solche Studie in Auftrag gibt.

In der Bundeswehr könnte ein Putsch geplant worden sein, jedenfalls hat ein Soldat gesagt, warum wird nicht geputscht. Viel mehr hatte Erdogan auch nicht gebraucht. Es wird erwartet, dass Ursula von der Leyen bis zum Herbst den Putsch niederschlägt und alle Gülen-Anhänger entfernt.

Die Rede von Trump erntete Kritik wie überhaupt alles andere, was er diese Woche gesagt und getan hat. Melania Trump schüttelte in Saudi-Arabien dem König die Hand, das gibt wieder unsensible Erwartungen, wenn es heißt: Wenn der saudische König einer unreinen Frau die Hand schüttelt, dann können das hier bei uns die Prinzchen wohl auch.

Die SPD stellte ihr Wahlprogramm vor. Darin heißt es: Wir machen einen tollen Wahlkampf, leider gelingt es uns nicht, die Wähler davon zu überzeugen, dass wir die besseren Konzepte haben, wir werden die Ergebnisse in den Gremien diskutieren, jetzt ist nicht der Zeitpunkt für Personaldebatten.

Merkel droht mit dem Abzug der Bundeswehr vom Standort in der Türkei, wenn den Abgeordneten des Bundestages die Besuche verwehrt werden. Da sieht man, wofür wir die Bundeswehr noch brauchen - um gegebenenfalls mit dem Abzug drohen zu können.

Nach dem Anschlag in Manchester behielt man den kühlen Kopf ohne Generalvorverurteilungen, wie es immer gewünscht worden war. Nur einige Prominente sahen sich genötigt, Anteilnahme und Entsetzen zu twittern, weil man es von ihnen vielleicht nicht unbedingt erwartet, dass das ihre Reaktionen sind. Es ist anzunehmen, dass sich von Einzelfall zu Einzelfall die Anteilnahme nicht abnutzt, auch wenn es immer wieder die gleichen Tweets sind.

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