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Satirischer Rückblick: Migration bis Asyl

12/09/2015 13:14 CEST | Aktualisiert 12/09/2016 11:12 CEST

Die abgelaufene Woche lief bestens für uns.

EU-Kommissionspräsident Juncker gab einen Bericht zur Lage der Union ab und erklärte, die EU befinde sich in einem schlechten Zustand, es gebe zu wenig Europa und zu wenig Union. Gemessen daran gibt es sehr viel Kommission, Parlament und Richtlinien.

Jetzt rächt sich, dass die EU als Gemeinschaft gegründet wurde. Man bräuchte eigentlich nur einen Kommissionspräsidenten und vielleicht noch einen Parlamentspräsidenten statt der vielen Einzelstaaten, dann wären die Krisen lösbar.

Noch lösbarer wären sie, wenn sie nicht im europäischen Maßstab, sondern global angegangen würden. Aber da lässt die Welt Europa allein.

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Der umstrittene frühere CSU-Chef Strauß soll möglicherweise als Agent an die NSA Daten geliefert haben. Zwar im zweiten Weltkrieg, aber das macht die Sache nicht unbedingt besser, jetzt, da wir wieder die Guten sind. Das ist nun lange her, aber das wäre so schockierend gewesen wie zu erfahren, dass Sigmar Gabriel bei seinem Besuch im Iran die Mullahs ausspioniert hätte.

An der Uni Kassel gibt es einen Skandal um einen Bio-Professor, der in einem Interview die Genderforschung unwissenschaftlich genannt hat. Die Beauftragte hat in ihrer Reaktion dann auch ganz wissenschaftlich argumentiert und dargelegt, dass solche Auffassungen politisch motiviert sind.

Die Genderforschung ist natürlich streng wissenschaftlich, das kann man ihr nicht absprechen, die Probleme beginnen bei der Konfrontation mit der Realität.

Das Ansehen Deutschlands in der Welt ist wiederhergestellt. Ein Deutschland ohne Grenzen war weltkriegsbedingt ein Schrecken für die europäischen Nachbarn, jetzt ist es ein Grund, Angela Merkel zu feiern. Wenn die Griechen jetzt Angela Merkel im Hitler-Look darstellen, sind sie unbunt und nicht weltoffen.

Sigmar Gabriel nannte jährlich fünfhunderttausend aufgenommene Flüchtlinge verkraftbar. Man rechnet dieses Jahr mit achthunderttausend, und das sind bloß die, mit denen man rechnet. Die Willkommenskultur ist damit nicht überlastet, man kann ja immer wieder dieselben Luftballons benutzen.

Die meisten der Neulinge sind muslimisch, das wird dann auch endlich die Vorbehalte gegen den Islam vermindern. Die meisten mit Aussicht auf Asylstatus fliehen vor Gewalt aus Irak, Syrien und Afghanistan. Vor der Gewalt in Afghanistan ist ja auch schon die Bundeswehr geflohen.

Saudiarabien nimmt keine Flüchtlinge aus Syrien auf. Das Land braucht auch keine, die sind ja schon islamisch. Saudiarabien würde für sie aber in Deutschland den Bau von vierhundert Moscheen übernehmen. Da kann man nichts sagen, so ähnlich machen es auch viele Prominente bei uns, sie helfen anderen bei deren Willkommenskultur.

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Die Piloten wollten wieder streiken, durften aber nicht. Wenn die Piloten dennoch die Flüge ausfallen lassen wollen, dann sagen sie bei der Begrüßung: „Hier spricht Ihr Kapitän, ich habe eigentlich gar keine Lust zu fliegen", und schon sind die Passagiere weg.

Die Klage eines lesbischen Paares auf Schadenersatz, weil das künstlich befruchtete Baby schwarz ist, wurde abgewiesen. Den Schaden hat ja nicht die Mutter, sondern das Kind, das damit zurechtkommen muss, wieso es zwei weiße Eltern hat.

Die Spice Girls planen ein Comeback, zwanzig Jahre nach ihrer Gründung. Sie sind fast zehn Jahre älter als damals. Man weiß nicht, welche Gruppe von Fans sie ansprechen wollen; die jungen kennen sie nicht, und die alten haben sie vergessen.

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