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Satirischer Rückblick: Kopftuch aus Solidarität

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Die abgelaufene Woche war mit journalistischen Highlights gespickt.

Der österreichische Alterspräsident van der Bellen sieht den Tag kommen, an dem er darum bitten muss, aus Solidarität Kopftuch zu tragen. Das war zunächst falsch kommuniziert worden, erstens ist der Tag heute noch nicht, und zweitens kann die Aktion nicht nur einen Tag dauern, sonst sieht es am nächsten Tag so aus, als wäre die Solidarität zu Ende.

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Bayern hat gegen Dortmund verloren. Da tröstet es nicht, dass man im Finale gegen Frankfurt gewonnen hätte. Die Stimmung bei den Bayern ist so schlecht, Uli Hoeneß hätte sich am liebsten im Gefängnis verkrochen.

Ein Bundeswehrsoldat hat sich als Flüchtling ausgegeben und mutmaßlich einen Terrorakt geplant. Gegen ihn wird nun wegen Staatsgefährdung ermittelt, denn es wirft ein schlechtes Bild auf die Regierung, wenn die Fachkraft gar kein echter Flüchtling war.
Der Generalverdacht, bei Flüchtlingen könnte es sich um Bundeswehrsoldaten handeln, ist unbegründet, denn es gibt ja viel weniger Bundeswehrsoldaten als Flüchtlinge.

Die Türkei bittet Deutschland um Wirtschaftshilfe. Sie hat auch was zu bieten; im Gegenzuge würden die Nazivorwürfe eingestellt.

Donald Trump hat die ersten einhundert Tage als Präsident überstanden. Das ist jetzt blöd für die Presse, die nicht darauf geachtet hat, wie er das gemacht hat, weil ja klar war, dass er das sowieso nicht schafft.

In einem Interview gab er zu, gedacht zu haben, der Job wäre einfacher. Das geht den meisten so, nur Obama fühlte sich etwas unterfordert.

Frankreich hat im ersten Wahlgang Macron zum Favoriten gewählt. Seine Frau ist fünfundzwanzig Jahre älter als er, aber wie es aussieht, hat ihr das noch niemand gesagt. Als Präsident werden ihm drei weitere Affären zustehen.

Deutschlands wichtigster Kriminologe hat herausgefunden, was die Kriminalstatistik verzerrt, nämlich dass Migrationshintergründlinge häufiger angezeigt würden. Das hat er streng wissenschaftlich geschlussfolgert, denn wenn man das Unmögliche ausschließt, muss das, was übrigbleibt, so unwahrscheinlich es auch erscheint, die Wahrheit sein.

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