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Satirischer Rückblick: Jahreswechsel, Porto, Panda

02/01/2016 15:29 CET | Aktualisiert 02/01/2017 11:12 CET

Mit der abgelaufenen Woche fing das Jahr gut an.

Wir haben das Jahr 2016. Das klingt viel, aber die meisten Jahre sind schon längst vorüber und spielen keine Rolle mehr. Es kann auch sein, dass im Zuge eines modernen integrativen Kalenders die Jahreszahl um sechshundert Jahre zurückgestellt wird.

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Angela Merkel hielt eine Neujahrsansprache im Fernsehen und kündigte an, auch durch das neue Jahr führen zu wollen. Was sie nicht möchte, ist eine Spaltung der Gesellschaft in Gesellschaft und Neuankömmlinge. Das ist verständlich, denn wer möchte schon Bundeskanzler einer geteilten Gesellschaft sein. Kohl hat sich auch zu Zeiten der Teilung immer als Kanzler aller Deutschen verstanden, auch von denen, die ihn gar nicht wollten, also den Westdeutschen.

Öffentlichrechtliche Fernsehanstalten untertitelten ihre Ansprache auf Arabisch. Jetzt können sich auch die Araber fragen: Wovon redet diese Frau?

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2016 ist das Jahr des Panda, außer im chinesischen Kalender. Die Pandabärenlobby hat dieses Gedenkjahr durchgesetzt, weil Pandas zu wenig Beachtung bekommen. Das merkt man schon daran, wie lange es dauert, bis man auf dem Suchbild den Panda findet.

Es werden für 2016 noch mehr Probleme erwartet. Es gibt zwar keine parlamentarische Opposition, der die Regierung die Schuld daran geben könnte, aber wir haben eine funktionierende Presse, die uns erklärt, welche Chancen wir darin sehen können.

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In der Silvesternacht gab es in München Terroralarm, nur eben ohne Terror. Man muss leider feststellen, dass hier die Medien versagen; sie müssten auch und gerade bei vereitelten Anschlägen Verständnis für die Motive der verhinderten Attentäter äußern und Experten vernehmen, die erklären, womit die Anschläge nichts zu tun haben, nicht erst, wenn was passiert.

Erdogan hat das Führungssystem in Hitler-Deutschland als Beispiel für die Türkei gelobt. Wir können uns also auf eine türkische „Feuerzangenbowle" freuen.

Das Briefporto wird von 62 auf 70 Cent erhöht. Das steigert den Wert, einen echten Brief zu bekommen.

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