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Satirischer Rückblick: Gabriel, Trump, Clowns

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Die abgelaufene Woche war journalistisch aufgeladen.

Rotrotgrün hätte eine Mehrheit im Bundestag, wie man bei einer Nachzählung festgestellt hat. Sigmar Gabriel könnte Kanzler werden, das Problem wäre dann nur: Was wird aus Martin Schulz? Angela Merkel müsste ja schon Bundespräsidentin werden, so beliebt, wie die ist.
Bei einer Dreierkoalition müsste es zwei Vizekanzler geben, eigentlich vier, weil zwei Frauen verteilt werden müssten.

Jedenfalls wartet Deutschland darauf, endlich eine Regierung zu bekommen, in der sich die bereits bestehende moralische Qualität ausdrückt und wiederfinden würde.

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Präsidentschaftsbewerber Trump macht zum allgemeinen Erstaunen trozt allem mit dem Wahlkampf weiter, dabei wollen alle Clinton. Allerdings gibt es tatsächlich einige Wähler, die wollen, dass Trump gewinnt, nur um einmal nicht Hillary Clintons Lachen zu sehen.

Horrorclowns machen Deutschland unsicher, wenn man den Nachrichtenglauben kann. Die Berichte sind stark emotionalisiert und aufgebauscht; die meisten Clowns sind friedlich und leiden darunter, sich immer von Horrorclowns distanzieren zu sollen. Bei einigen kommt es durch diesen Generalverdacht zu einer Blitzradikalisierung.

Wird man von einem Horrorclown angegriffen, hat man das Recht, daran zu denken, dass nicht alle Clowns so sind und dies nichts mit Clownerie zu tun hat.

Rundfunkgebühren werden nicht teurer. Das heißt: Das Programm wird billiger.

Es gab Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse beim Freihandelsabkommen CETA. Die EU wollte mit Größen wie Kanada auf Augenhöhe verhandeln und sich nicht mit Regionen wie Wallonien abgeben. Das ist das Hauptproblem der EU, sie besteht immer noch aus lauter unwichtigen Teilen, in denen man nicht den Überblick hat wie die EU-Politiker. Das Abkommen wird nun doch unterschrieben, sobald man über Kanada günstige Montblanc-Füller einführen kann.

Autor Erich von Däniken tourt herum und behauptet, die Regierung würde uns verschweigen, Kontakt mit Außerirdischen aufgenommen zu haben. Das kann gar nicht stimmen, Heiko Maas hätte sonst schon längst gesagt: „Es gibt keine Aliens."

Die Forderung nach Deutsch-Pflicht auf allen Schulhöfen erschreckt das aufgeschlossene tolerante Deutschland. Für viele Schüler käme dies einem Schweigegebot gleich.
Man muss sich angesichts dessen, was die Schüler reden, fragen, ob man sich das wirklich auch noch auf Deutsch anhören möchte.

Als Kompromiss wird Kiezdeutsch vorgeschlagen.

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