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Satirischer Rückblick: Heraufziehender Fasching

25/02/2017 12:45 CET | Aktualisiert 25/02/2017 12:45 CET

Die abgelaufene Woche war voller Spannung.

Sozialwissenschaftler warnen, im Karneval könnten ethnische Gefühle verletzt werden durch Scherze oder Kostüme. Damit wäre es an der Zeit, die Verharmlosung von Sozialwissenschaften zu beenden.

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Gebogene Fernseher werden möglicherweise vom Markt genommen, die Nachfrage ist zu gering. Oder man versucht es erst noch mit in vertikaler Richtung gebogenen Bildschirmen, bisher sind alle nur horizontal gewölbt. Die Enttäuschung bei den Verbrauchern war sehr groß, als sie feststellten, dass durch einen gebogenen Bildschirm das Fernsehprogramm auch nicht besser wird.

Pakistan geht gegen Islamisten vor. Das beantwortet die Frage, welchen Asylgrund Flüchtlinge aus Pakistan geltend machen können.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist für die Abschaffung der Schulnoten. Zu diesem Vorschlag kam man, nachdem man lange überlegt hatte, wie Noten in leichter Sprache formuliert werden könnten. Kritiker sagen, die Bezeichnung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sei auch falsch, das einzige Richtige daran wäre: und.

Die SPD erlebt mit Schulz hohe Umfragewerte und liegt vor der Union. Das bedeutet, Merkel hat noch ein halbes Jahr, um die CDU für eine Koalition mit Grünen und Linkspartei zu öffnen.

In der wichtigen Zeitung TAZ wurde angeregt, bei Vergewaltigung nicht mehr von Opfern zu sprechen, sondern von Erlebenden. Das passt zum kriminologischen Sprachgebrauch von erlebnisorientierten Jugendlichen. Ob so ein Erlebnis eine Straftat ist, hängt vom Hintergrund ab. Es ist noch nicht klar, ob sich das durchsetzen wird; es kommt darauf an, ob die Männlichen so weit sensibilisiert werden, dass sie künftig sagen: „Ich mach dich Erlebnis!"

Es gibt immer mehr Waffen in privatem Besitz, Sachsen denkt über Waffenverbotszonen nach. Das Problem ist nur, Sachsen müsste eine funktionierende Bürgerwehr haben, um das Verbot durchzusetzen.

Trump hat für Verwirrung gesorgt mit seinem Hinweis, man hätte „gestern gesehen, was in Schweden los ist". Gerade da war am Vortag in Schweden nichts los. Die schwedischen Medien reagierten empört und sagten: Was bei uns nicht los ist, entscheiden immer noch wir!

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