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Satirischer Rückblick: Brexit, Neuwahl, Planetenführer

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Die abgelaufene Woche verlief journalistisch aufwühlend.

Die Europäische Union befindet sich in einer Krise, denn wenn ein Land austreten kann, ist es ja keine Union mehr. Viele EU-Vertreter sagen, wozu brauchen wir Großbritannien, wir kriegen ja bald die Türkei.

Demoskopen zufolge stand es beim Brexit-Votum alt gegen jung, wie sonst auch. Die alten waren gegen die EU, die Jungen sind weltoffen und dafür. Allerdings haben die jetzigen Alten früher die EU gegründet, wogegen die jetzigen jungen auch mal alt werden, und dann sind sie dagegen.

Merkel sage, die Politik müsse die Ziele noch besser erklären. Allerdings nur, wenn sie das nicht schon im Wahlkampf gemacht hat und für diese Ziele gewählt worden ist.

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Der geniale Manfred Deix ist gestorben. Eigentlich war Deadline schon im April gewesen.

Die Bundespräsidentenwahl in Österreich ist ungültig und muss wiederholt werden. Die Wahl war schon gültig, nur bei der Auszählung gab es Unregelmäßigkeiten. Die wären aber vernachlässigbar im Vergleich zu der Unregelmäßigkeit, die ein anderes Auszählungsergebnis bedeutet hätte.

Gottschalk wird wieder einmal abgesetzt. Viele Zuschauer fragen sich, wann die Serie „Gottschalk wird abgesetzt" zu Ende ist und wie sie wohl ausgehen wird.

Ikea ruft Schokolade zurück. Es fehlte der Hinweis auf mögliche Spuren von Nüssen. Deshalb hatten viele diese Schokolade gekauft, sie wollten was ohne Gefahr gesunder Inhaltsstoffe.

EU-Chef Juncker zeigte sich besorgt, weil die Führer anderer Planeten die Entwicklung in Europa genau beobachten. Hier sieht man wieder das Demokratiedefizit; was die Bevölkerung der anderen Planeten denkt, interessiert ihn weniger.

Es gab Tumulte bei einem Gauck-Besuch in Sachsen, die Polizei setzte Reizgas ein, allerdings nicht gegen Gauck, sondern gegen Protestierer und Unbeteiligte. Da sieht man, wie fremdenfeindlich die Sachsen sind, sie rasten sogar bei einem Norddeutschen aus.

Die Bevölkerung ist ohnehin gespannt auf die nächste Bundesversammlung, um zu erfahren, wen sie sich als Bundespräsidenten die ganze Zeit gewünscht hat.

Politiker in Nordrheinwesfalen werden künftig nicht mehr auf den Einsatz für das Wohl des deutschen Volkes, sondern des Landes Nordrheinwestfalen vereidigt. Schließlich kriegen sie ihr Geld ja nicht vom Volk, sondern vom Land.

Eine Onlinepetition für eine Wiederholung des Brexit-Votums stellte sich als gefälscht heraus. Man hatte schon einen Termin angesetzt, sogar danach noch einen, dann noch einen.

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