BLOG

Satirischer Rückblick: Blanco bis Raucher

05/09/2015 10:29 CEST | Aktualisiert 05/09/2016 11:12 CEST

Die abgelaufene Woche hatte journalistische Herausforderungen zu bieten.

Der als Bundesaußenminister bekannte Frank-Walter Steinmeier weilte zu einem unangekündigten Besuch in Afghanistan. Er musste die Ankunft geheimhalten und eine kugelsichere Weste tragen. Man versteht, dass die Afghanen lieber in ein Land mit Willkommenskultur fliehen wollen.

Er setzte ein deutliches Signal, indem er nicht sagte, unsere Freiheit werde am Hindukusch verteidigt.

2015-09-04-1441366578-2417489-HP_SteinmeierinAfghanistan.jpg

Die Kanzlerin hat gesprochen. Sie sagte „wir schaffen das", was mit großer Zustimmung aufgenommen wurde. Wir sind besonders stolz darauf, dass niemand von der Presse so mies drauf war zu fragen, wen sie mit Wir gemeint hat.

Der bayerische Innenminister Herrmann hat sich eine sprachliche Entgleisung erlaubt, die von den Medien sogleich verbreitet wurde. Der angesprochene Roberto Blanco hat sich zwar nicht beleidigt gefühlt, aber der hat das gar nicht zu entscheiden. Denn es könnte dazu kommen, dass man demnächst nicht mehr Blanco sagen darf.

Immer mehr Flüchtlinge wollen nach Europa, speziell Deutschland. Das ist natürlich mit Ängsten verbunden, denn die Deutschen können sich nur schwer daran gewöhnen, beliebt zu sein. Viele können es auch nicht nachvollziehen, warum jemand in den Bereich von Kapitalismus, Ellenbogengesellschaft und Religionsfreiheit fliehen will, da gibt es Ängste und Vorbehalte.

Wie die Zeitung Die Welt berichtete, fühlen sich mitunter ältere Migranten von den neuen Ankömmlingen bedrängt. Das darf verstanden werden, denn kulturelle Bereicherung sind die ja schon selbst, die brauchen keine weitere.

Fremdenfeindlichkeit wird als speziell ostdeutsches Problem angesehen. Das war bei den Ostdeutschen schon immer so, sie haben sogar Menschen als Wessis stigmatisiert, nur weil die aus den alten Bundesländern kamen.

Wenn die DDR-Sozialisation eine Rolle spielt, besteht Hoffnung; dann braucht man nur wieder mehr gesellschaftlichen Druck, und es ist Ruhe.

2015-09-04-1441366609-1927320-HP_Ostproblem.jpg

Raucher entlasten den Staat finanziell, wurde ausgerechnet. Sie kosten die Krankenkassen zwar mehr, sparen aber bei der Rente. Diese Rechnung berücksichtigt allerdings nicht das Schädigen des Klimas durch den Rauchausstoß. Wenn der Meeresspiegel steigt, verliert der Staat Land. Andere Liegenschaften werden allerdings zum Seegrundstück und deshalb wertvoller.

Keine Entlastung der Finanzen bringen die Passivraucher, die kosten nur und tragen nichts zur Haushaltskonsolidierung bei.

2015-09-04-1441366636-2138268-DarvinDurchhalten.jpg

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite

Gesponsert von Knappschaft