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Satirische Rückblick: Flaschen sind abgeflogen

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Die abgelaufene Woche war höchst journalistisch.

In Hamburg gab es am Rande der Polizei Gewalt und Ausschreitungen. Nach Presseberichten flogen Flaschen, Demonstranten wurden gejagt. Auch die als gewalttätig eingestuften Protestierer waren überwiegend friedlich, denn so ein Auto liefert immer noch Bilder eines brennenden Autos, wenn die Anfackelung längst vorüber ist. Die Presse ist gefühlsmäßig auf der Seite der G20-Gegner, denn auch Journalisten haben es nicht gern, wenn andere noch größer sein sollen als sie.

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Eine Juristin scheiterte vor dem Bundesverfassungsgericht mit dem Eilantrag, Kopftuch tragend ihr Referendariat machen zu dürfen. Bei der Entscheidung ging es nicht um die Frage der Religion, sondern darum, dass die Juristin so wenig vom Grundgesetz versteht, dass sie auf das Tragen des Kopftuchs klagen wollte.

Der CDU-Generalsekretär hat sich mit einer Twitter-Bemerkung blamiert, eine gute Ausbildung schütze davor, mehrere Minijobs zu benötigen. Häufig braucht man eine gute Ausbildung, um den dritten Minijob zu bekommen.

Angela Merkel ist wieder so beliebt wie eh und je. Viele Wähler denken sich, wenn die nicht wäre, wenn die nicht wäre, hätte man nur Altmaier, Tauber, Kauder oder Schulz, Gabriel, Steinmeier.

Das ehemalige Spice-Girl Mel B. von der Musikgruppe Spice Girls soll 44 Millionen verloren haben, ihr Vermögen ist vermutlich alle. Sie hat das Geld ausgegeben in der guten Zeit, als man noch fragte: „Mel wer?", und nicht: „welche Spice Girls?"

Nordkorea hat eine Langstreckenrakete abgeschossen. der gewünschte Erfolg hat sich eingestellt ; Kim Jong-un wurde doch noch zum G20-Gipfel eingeladen.

Der Chef von ARD-aktuell hat eingeräumt, in den Nachrichten zu einseitig wertend gewesen zu sein. Wenn das stimmt, muss es jetzt eine große Aufarbeitung geben. Alle Beiträge werden überprüft und kommen nur noch mit Nachbearbeitung in die Mediathek, bei Sandra Maischberger wird diskutiert, wie das passieren konnte. Man sieht, die ARD muss sparen und Journalisten loswerden, und der Chef bereitet sich darauf vor, das es mal wieder andersherum kommt.

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