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Satirischer Rückblick: EM, Wachsamkeit, Mehrfachehen

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Die abgelaufene Woche hatte auch rückblickswerte Nachrichten.

Die Kanzlerin hat China besucht und Rechtsstaatlichkeit angemahnt. Das war sehr mutig, denn dort gibt es mehr Maoisten als in ihrem Kabinett.

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Das erste Spiel von "Die Mannschaft" verlief vielversprechend mit 1:0 gegen die Ukraine. Allerdings ist die Ukraine auch geschwächt, es fehlt die Krim.

Gegen Polen war immerhin ein Unentschieden drin. Das ist partnerschaftlich auf Augenhöhe, man könnte fast vor Lauter Toleranz die schwarz-rot-goldene Fahne schwenken. Die Grüne Jugend meint dennoch, man könne ja auch die DFB-Fahne nehmen. Daran sieht man, dass es der Grünen Jugend mehr um das Geschäft geht als um die Republik.

Eine Niederländerin wurde in Qatar wegen außerehelichen Sex verurteilt, als sie eine Vergewaltigung anzeigen wollte, und wurde abgeschoben. Die Niederlande haben sie auch zurückgenommen. Sie war so naiv zu glauben, in dem Herkunftsland der Täter kann sie die Vergewaltigung anzeigen, da gäbe es keine Rücksichten auf politische Korrektheit.

Über Erdogan wurde das Gerücht gestreut, er hätte keinen für das Präsidentenamt nötigen Hochschulabschluss. Diese Nachricht scheint für Erdogan ungünstig, aber sie kommt zu einem für ihn sehr gut passenden Zeitpunkt; jetzt wird niemand ein Lied oder ein Gedicht daraus machen.
In Wahrheit ist die Sache einfach ein Fall für die Historiker; die Universität wurde in erdogans Diplom erstmals urkundlich erwähnt.

Tübingens grüner Oberbürgermeister Palmer blamierte sich mit der Aussage, die Flüchtlinge seien zum großen Teil nicht in den Arbeitsmarkt integrierbar. Der hat auch nichts gelernt und würde die Fehler der Vergangenheit wiederholen; es soll ja nicht noch einmal heißen, wir wollten Arbeitskräfte und es kamen Menschen.

Innenminister de Maizière fordert Bürger zur Achtsamkeit auf und dazu, verdächtige und sich radikalisierende Personen zu melden. Bisher gingen nur Mitteilungen ein, in denen die Bürger unfähige Politiker gemeldet haben.
Nicht alle Bürger sehen in einer Radikalisierung einen Grund, was zu melden, oft fühlt man sich ja gerade umso toleranter, je radikaler einer ist.

Justizminister Maas will Mehrfachehen nicht mehr dulden. Das wird für viele eine Überraschung bedeuten, wenn das, was über die Behandlung der Frau durch den Ehemann gepredigt wird, nur noch für eine gelten soll.

Türkischstämmige Bundestagsabgeordnete werden bedroht. Die Kanzlerin tut dagegen alles in ihrer Macht Stehende. Also nichts.

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