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Satirischer Rückblick: Finanziell geht es um Geld

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Die abgelaufene Woche hatte auch Rückblickswertes.

Die SPD geht mit einem Rentenkonzept in den Wahlkampf. Da sieht man, wie wichtig es ist, dass sich Politiker nicht um die eigene Altersvorsorge kümmern müssen, sondern ihre ganze Kraft den Bezügen der Wähler widmen können. Kritiker sagen, das Konzept ginge zu Lasten der jungen Generation, aber das hieße ja, dass es fremdenfeindlich wäre.

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Außenminister Gabriel will mit den Taliban über Frieden verhandeln. Er hat aus der Geschichte gelernt, dass es den Nobelpreis schon für die Verhandlungen gibt, nicht erst für den daraus resultierenden Frieden.

Der Staat Katar ist von seinen Nachbarn als terroristisch eingestuft worden. Wir können nicht beurteilen, ob zu Recht, aber es wäre verständlich, wenn das kleine Land gegenüber den größeren sich so benachteiligt fühlte, dass es geistig verwirrt würde. Katar wäre dann schon das zweite korrupte Land, das Eigentumsanteile an Volkswagen hält.

Für Karikaturisten beginnt nun die Herausforderung, irgendwas mit Terrorverdacht wegen Katarrh hinzukriegen.

Der entlassene FBI-Chef belastet Präsident Trump; dessen Berater soll Kontakte zur russischen Botschaft gehabt und verschwiegen haben. So haben sich die Zeiten geändert - früher hätte man erwartet, dass Bernie Sanders der ist, der von den Russen gesteuert wird.

Mehr zum Thema: Terror, welcher Terror?

Wo der aktuelle Terroranschlag war, weiß man schon gar nicht mehr, so sehr hat man sich daran gewöhnt, weiterzumachen wie bisher und sich vor neuen Sicherheitsvorschriften zu fürchten.

In Hagen schockiert ein Vorfall, bei dem ein Lehrer im Religionsunterricht islamkritisches Material den Realschülern zur Bearbeitung gegeben haben soll. Es ist erschreckend, dass manche Lehrer immer noch so konservativ eingestellt sind, dass sie die Schüler zu Kritik erziehen wollen.

Die Geburtenrate in Deutschland erreicht einen neuen Höchstwert. Wenn das so weitergeht, wachsen die Familien bald mehr durch Geburten als durch Nachzug.

Einem arbeitsrechtlich interessanten Urteil zufolge darf jemand entlassen werden, der dem Vorgesetzten mit dessen Ermordung gedroht hat. Eine rechtliche Grauzone ist, wenn man mit Körperverletzung mit Todesfolge droht oder mit einem illegalen Autorennen.

Die Umfragewerte für die Merkelunion liegen wieder zehn Prozentpunkte über den Schulzialdemokraten. Gerade jetzt braucht man Politiker, bei denen man darauf vertrauen kann, dass sie sich die schweren Zeiten nicht anmerken lassen.

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Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

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