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Satirischer Rückblick: Erdogan, Merkel, Schulz

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Die abgelaufene Woche war journalistisch aufwühlend.

Erdogan lässt ausrichten, er wolle Europa mit Flüchtlingen überfluten, die Europa übernähmen. Die Kanzlerin ist höchstwahrscheinlich schwer enttäuscht darüber, dass er sich des Vokabulars der Populisten bedient.

Katrin Göring-Eckardt freut sich, weil sie noch mehr Menschen geschenkt bekommt. Für sie ist das wie Weihnachten letztes Jahr und Weihnachten dieses Jahr am selben Tag.

Wir sind sicher, dass sich diesmal die osteuropäischen Länder nicht heraushalten bei der solidarischen Verteilung der Flüchtlinge, denn sonst würde die europäische Idee schweren Schaden nehmen.

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Angela Merkel gab bekannt, sie werde wieder für CDU-Vorsitz und Kanzleramt zur Verfügung stehen und ihre Talente einbringen.

Die Umfragewerte für die Union sind daraufhin gestiegen, denn die Wähler sind begeistert, dass Merkel ihre Kandidatur vorher ankündigt. Es hätte auch sein können, sie wird einfach wieder Kanzlerin und sagt, das war der Plan gewesen.

Die Flüchtlinge haben Deutschland vor der Rezession bewahrt, meldet Die Welt. Der Staat gibt Geld aus und kurbelt die Nachfrage nach Dienstleistungen an. Es kann also niemand behaupten, die Flüchtlinge würden uns was wegnehmen. Der Staat macht das.

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Der ehemalige Thomas Gottschalk bekommt eine große Show auf Sat1. Kritiker sehen dies als Beispiel für den Mangel an Gespür, zum passenden Zeitpunkt aufzuhören. Also Thomas Gottschalk kann ja noch machen, aber Sat1 will doch niemand mehr.

Frauen stöhnen beim Sex gar nicht wegen des Orgasmus, sondern damit der Partner sich bestätigt fühlt, ergab eine Studie. Die Frauen wollen damit dem Mann auf verständliche Weise die Botschaft vermitteln: Hallo, ich bin auch noch da!

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz wechselt in die Bundespolitik. Sein offizieller Titel lautet: SPD-Hoffnungsträger. Die SPD versucht offenbar eine Masche wie bei Trump; man soll denken: Da kommt einer, der schon reich ist und es gar nicht nötig hat.

Journalistin Anabel Schunke wurde auf Facebook gesperrt, weil sie auf eine sexuelle Belästigung mit dem Post reagierte, wer 72 Jungfrauen für was Erstrebenswertes halte, könne unmöglich keine Ahnung von Sex haben. Solche jungfrauenfeindlichen Sentenzen muss Angela Merkel gemeint haben, als sie ihre Unterstützung für Heiko Maas im Kampf gegen Hass im Internet bekundete.

In Bulgarien hat sich die Wut von Schutzsuchenden entladen. Wir haben vollstes Verständnis, dass sie dahin wollen, wo sie das Wirtschaftswachstum ankurbeln und das Land vor der Rezession bewahren.

Wir blicken voller Sorge in die USA, denn Donald Trump hat nicht nur die Wahl gewonnen, er scheint auch wirklich die Amtsübernahme vorzubereiten. Man ist gespannt, wie es weitergeht, jedenfalls will sich hinterher niemand vorwerfen lassen müssen, ein Trump-Verharmloser gewesen zu sein.

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Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

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