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Es geht uns zu gut und das ist ein Problem - Nur mehr Unternehmergeist kann Deutschland retten!

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FangXiaNuo via Getty Images
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Deutschland ist kein Land der Unternehmer mehr - leider. Ein Grund hierfür ist, dass es uns schlicht zu gut geht und die Menschen ein gutes Berufsleben in Konzernen und Mittelstand führen können. Gründen bedeutet zuallererst Risiko und wem es auch so gut geht, der muss kein solches eingehen. In Zeiten des Digitalen Wandels wird das zu einem echten Problem, denn die notwendige Innovation und Revolution kommt eben häufig nicht aus den Konzernen, sondern geht von kleinen Startups aus.

Um für mehr Gründergeist - Entrepreneurship - zu sorgen, wurde vor zwei Jahren das German Tech Entrepreneurship Center (GTEC) gegründet. Was als Idee von einigen Entrepreneurs begann, wurde mit der Unterstützung von visionären Unternehmen wie Henkel und innogy in die Tat umgesetzt. Inzwischen kamen neue Partner wie Union Investment und Tishman Speyer hinzu und weitere werden in naher Zukunft verkündet werden. Damit ist GTEC einer der zentralen Player, wenn es um den unabhängigen und Industrie übergreifenden Digitalen Wandel von Konzernen geht. Das geht nämlich nur mit Hilfe von innovativen Startups. Diese bringt GTEC mit dem Ziel, Unternehmertum zu fördern unter dem Motto „Inspire, Guide, Grow" mit Unternehmen klassischer Prägung und Universitäten zusammen.

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Das Ziel von GTEC ist es, ein internationales Netzwerk zu bilden. Dafür wurde diesen Frühling in Frankfurt am Main ein zweiter Standort neben Berlin eröffnet. Durch Partnerschaften mit internationalen Hubs beziehungsweise weiteren eigenen Standorten, wird dieses Netzwerk weiter wachsen. GTEC hat sich zur größten unabhängigen Plattform für Startups in Deutschland entwickelt. Bis heute wurden im GTEC 65 Gründer aus 25 Ländern unterstützt, die gemeinsam über zehn Millionen Euro Wagniskapital eingesammelt haben. Dazu stellten sie ihre Ideen auf drei Demo-Days mit über 600 Teilnehmern vor. Mit fast 100 Veranstaltungen allein in den letzten 12 Monaten, von offenen Gründer-Meetups und Vorträgen bis zu Top-Management-Workshops, ist das GTEC die größte unabhängige Startup-Plattform Deutschlands. Mehr als 1500 Teilnehmer lernten in über 50 Vorträgen von internationalen Startup-Unternehmern, worauf es beim Gründen ankommt. Vier internationale Preisverleihungen hat das GTEC gemeinsam mit Industriepartnern durchgeführt. Die Führungsetagen von 25 Unternehmen klassischer Prägung wurden im GTEC Executive Education Programm mit Startup-Methodiken vertraut gemacht.

Startups
Startup-Gründer, die neue Geschäftsmodelle basierend auf technologiegetriebenen Innovationen ersinnen, spielen beim Digitalen Wandel eine entscheidende Rolle.
Um so nah wie möglich an Startups und Netzwerkpartnern zu sein, ist die Berliner Zentrale des GTEC internationalen Co-Working-Space "Mindspace" untergebracht. Hier treffen die GTEC-Startups auf andere junge Unternehmen sowie Hubs von großen Konzernen. Das bildet den idealen Nährboden für Ideen und Synergien. Im GTEC-Lab-Programm für later-Stage-Startups bekommen nationale und internationale Tech-Startups mit vielversprechendem Potential Zugang zu Experten, Industrie und Investoren. In der GTEC-Academy können Gründer ihre Ideen über drei Monate testen und weiterentwickeln. Dazu erhalten sie Unterstützung von erfahrenen Mentoren und Zugang zu potentiellen Investoren. Als unabhängige Einrichtung kooperiert das GTEC mit über 20 internationalen Programmen und Institutionen und ist damit integraler Bestandteil des Startup-Ökosystems.

Universitäten
Um das Thema Entrepreneurship bereits bei Studierenden zu verankern, arbeitet das GTEC mit internationalen Universitäten, Studenteninitiativen und akademischen Einrichtungen zusammen. Dazu gehören unter anderem das Massachusetts Institute of Technology (MIT), die Georgia State University, die New York University, die Istanbul Technical University, die Universität Bayreuth und das Hasso Plattner Institut der Universität Potsdam.
Vertreter des GTEC geben Vorlesungen und veranstalten Workshops zum Thema Entrepreneurship und ermöglichen Gründern dieser Universitäten sich in den GTEC Hubs anzusiedeln. Delegationen von Studierenden kommen ins GTEC und lernen im Austausch mit Gründern, worauf es ankommt, und welche Chancen im Gründen liegen.
Entrepreneurship ist auch außerhalb der Universitäten ein wichtiges Thema. Daher veranstaltet das GTEC die Reihe „Open Lectures", bei der inzwischen über 50 erfahrene Entrepreneurs von ihrer persönlichen Gründungsgeschichte erzählen. Diese Veranstaltung ist wie fast alle offen für jedermann und soll Mut zum Gründen machen.

Corporates
Wurde das Thema Digitaler Wandel und Startups zum Zeitpunkt der Gründung des GTEC nur von wenigen Akteuren als wichtig angesehen, haben Industrie und Mittelstand inzwischen verstanden, dass sie sich weiterentwickeln müssen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Im Rahmen der Executive Education Programme kommen deswegen viele Unternehmensvertreter aus Mittelstand und Großindustrie ins GTEC. Auch diesen wird das Thema Digitaler Wandel und Startups näher gebracht, indem man sie intensiv mit Gründern zusammenarbeiten lässt.
Eine Möglichkeit, die insbesondere von vielen DAX-Konzernen gewählt wird, ist die Gründung eines eigenen Hubs. GTEC-Gründungspartner innogy hat diesen Weg gewählt und mit Unterstützung des GTEC eine Organisation aufgebaut, die nach neuen Geschäftsmodellen suchen soll. Inzwischen ist das innogy Innovation Hub eine eigene Einrichtung und beherbergt selbst viele Startups, die von der Nähe zum Energieriesen profitieren können. Das innogy Innovation Hub und GTEC arbeiten dabei weiterhin eng zusammen.
Gemeinsam mit seinen Partnern aus der Industrie veranstaltet das GTEC regelmäßig internationale Innovation Awards. Das sind Wettbewerbe, deren Ziel ist es ist, jeweils einen Bereich, der durch Startups verändert wird, in den Fokus zu rücken. Dabei werden internationale Gründer und Ideen gesucht und ausgezeichnet. Bisher wurden der Proptech-Award mit Union Investment, der Startup Energie Transition Award mit der Dena und der Blockchain-Award mit Globumbus und innogy durchgeführt. Zurzeit findet ebenfalls gemeinsam mit innogy die IPRIZE-Challenge statt. Hier werden Startups und Einzelpersonen gesucht, die Ideen und Produkte oder Services im Bereich der Machine Economy haben.

Gesellschaft

Das GTEC strahlt weit über die Grenzen Deutschlands hinaus und ist eine der wichtigsten Anlaufstellen für internationale Regierungseinrichtungen, die sich mit dem Thema Startups auseinander setzen. Regierungsdelegationen unter anderem aus den USA, Norwegen, Singapur, Russland und Dubai haben das GTEC besucht und hier Einblicke in die deutsche Startup-Landschaft erhalten.
Umgekehrt ist das GTEC selbst bei vielen internationalen Konferenzen und Veranstaltungen vertreten: Die Direktoren und das Advisory Board kommen zusammen bis heute auf über 50 Keynotes oder Moderationen. Geführt wird das GTEC von erfahrenen Gründern. Neben den Gründungsdirektoren Benjamin Rohé und Christoph Räthke ist seit 2016 Philipp von Roeder als Director Communications und seit diesem Jahr Robin Weninger als Director Education an Bord. Außerdem stehen die Advisory Board Member Oliver Clasen, Anders Indset, Darius Moeini und Johannes Peschko dem GTEC mit Rat, Tat und Netzwerk zur Seite. Gemeinsam mit den Startups, den Partnern, den akademischen Einrichtungen und dem Expertennetzwerk arbeiten alle gemeinsam daran, dass Gründen wieder Teil der DNA wird um so auf den Digitalen Wandel vorbereitet zu sein.

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