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10 Tipps, wie Eltern chronischem Schlafmangel entkommen

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ELTERN
Thinkstock.com
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"Du weißt, dass du Mutter oder Vater bist, wenn du von Ausschlafen träumst," geht ein Spruch. Für mich ist Frühaufstehen die größte Folter nach Kälte. Doch kleine Kinder sind die zuverlässigsten Bio-Wecker.

Als meine Tochter klein war, habe ich mühsam daran gearbeitet, sie dazu zu bringen, sich am Wochenende vormittags selbst zu beschäftigen, damit ich ausschlafen kann. Auch wenn das einigermaßen gut geklappt hat, habe ich mich selbst stets am Rande des totalen Schlafmangels manövriert. Wie ganz viele andere Eltern auch.

Gerade habe ich mit dem Team die Dezember Tollabox finalisiert, in der es auch um Albträume bei Kindern geht und wie man sie in den Griff bekommt.

Ich habe mich wieder in Blogger-Eltern Kreisen umgehört auf der Suche nach Antworten auf die Frage: Wie kommt ihr eigentlich auf genügend Schlaf für euch?

Jeder Elternteil hat am Wochenende einen Ausschlaftag

"Früher, als ich noch keine Kinder hatte, habe ich viel und vor allem lange geschlafen. Ich musste mich nach der Geburt meiner großen Tochter erst daran gewöhnen, nachts teilweise halbstündlich geweckt zu werden und dann nicht vor Ärger Dinge zu sagen, die mir am Morgen meistens leid taten. Himmel, was habe ich nachts geschimpft.

Ich kann euch sagen: Schlafentzug ist die schlimmste Foltermethode für erschöpfte Mütter/Väter! Allerdings ist mein Schlafbedürfnis mittlerweile Gott sei Dank sehr gering. Das heißt: Ich gehe nie vor Mitternacht (manchmal sogar 2 Uhr) ins Bett und stehe spätestens 6:30 Uhr wieder auf. Das ist vielleicht meine geheime Superkraft als Mutter.

Mit meinem Mann habe ich den Deal, dass am Wochenende jeder seinen Ausschlaftag hat. Samstags darf ich im Bett bleiben und er kümmert sich um Kinder und Frühstück, sonntags bin ich dran. So hat jeder seinen Tag zum Auftanken der Batterien. Eine gerechte Verteilung.

Das funktioniert meistens super und so ganz unter uns: Die Große braucht immer einen Tag, um von Kita auf Wochenend-Modus umzuschalten. Das heißt: Samstags wacht sie noch zeitig (meist so gegen 7) auf und sonntags (an meinem Aufsteh-Tag) dann schon zu moderateren Zeiten... Ich finde die Aufteilung gerecht. Sagte ich ja schon, oder? ;-)"
Jessika von Herz und Liebe

Schlaf, wer kann, wann kann - und sonst ist auf die Mama-Hormone Verlass

"Es ist gerade 0 Uhr und ich schreibe an diesem Thema für die Frage der Woche! Vor meinen Kindern war ich eine absolute Langschläferin. Nun gehört der Tag den Kindern und am Abend liegt so viel an, dass ich es mir zwar immer vornehme früher ins Bett zu gehen, es aber nie schaffe.

Meine Tochter geht in den Kindergarten, am Vormittag bin ich mit dem Kleinen alleine zu Hause. Wenn ich nicht einkaufe, den Haushalt mache, koche oder schreibe, nehme ich mir den Luxus und lege mich zusammen mit ihm hin. Dann verschlafen wir zusammen den Vormittag... einfach herrlich!

Aber meistens kommt es nicht dazu und spätestens beim ins Bett bringen der Kinder, schlafe ich bei einem von beiden mit ein. Die Nächte mit dem Kleinen sind noch anstrengend, denn meistens bin ich viermal wach. Im Moment klappt das alles wohl nur dank der Mama-Hormone, ansonsten kann ich es mir selbst nicht erklären, dass mir noch nicht die Augen zufallen."
Tanja von Zuckersüße Äpfel


An kleineren Schaf-Portionen gewöhnen

"Meine Kinder haben beide den Schlaf als Babys nicht erfunden. Jedoch haben beide einen Rhythmus gehabt bzw. die kleine Morla hat ihn noch. Ich kann blind sagen, dass wir zwischen 22:30 und 23Uhr haben, wenn sie das erste mal wieder wach wird.

Es lohnt sich also auch nicht früher ins Bett zu gehen. Da ich immer nur 3-4 Stunden Schlaf am Stück bekomme, gewöhnt man sich auch daran und funktioniert. Jedoch muss ich mir ab und zu ein bisschen Erholung gönnen und lege mich Mittags mit der Jüngsten hin.

Oder ich darf am Wochenende mal länger liegen bleiben, wenn mein Mann zu Hause ist. Absolutes Glück ist es, wenn sie morgens nach 6 Uhr noch mal einschläft und ich mich dann einfach auch wieder hinlegen kann."
Nady von Sonnenscheinbaby

I love Mittagsschlaf!

"Wir sind mit unseren zwei Mädels (1,5 und 3,5 Jahre) auf einem guten Weg, seit beide im gleichen Zimmer schlafen. Meist ist von 20-7 Uhr Ruhe, da kann man nicht meckern, auch wenn ich eher Typ Nachteule bin und lieber spät ins Bett gehe und ausschlafe.

Aber ich bin froh, dass die Nächte endlich ruhiger sind. Noch vor 2 Monaten gab es jede Nacht noch 1 bis 2 Fläschchen, andere Unruhen oder großes Einschlafdrama über Stunden. Das macht aggressiv und ich verstehe total, warum Schlafentzug eine Foltermethode ist. Lieber lass ich die Wohnung verdrecken und leg mich mittags hin, anstatt als Zombie durch die Gegend zu krauchen.

Zu besonders harten Zeiten wechselten wir uns auch unter der Woche ab und einer durfte die Nacht im Wohnzimmer durchschlafen. Nun wechseln wir uns am Wochenende ab. Jeder darf an einem Tag ausschlafen, während der andere die Kiddies bespaßt.

Das tut gut, sorgt für genügend Schlaf und gute Laune. Sonst wird man unfair. Dem Partner und den Kindern gegenüber. Wenig Schlaf und wir sind alle ungenießbar, zicken uns an und stehen uns selbst im Weg. Daher geh ich meist brav spätestens 23 Uhr ins Bett. Ansonsten hilft nur Mittagschlaf. Den macht die Kleine zum Glück noch und ich kann nur sagen: I love Mittagschlaf!"
Jette von Super Mom

Klare Absprachen für die Nächte

"Bei uns ist Schlaf eine schwierige Sache...keines unserer drei Kinder schläft schon durch und demnach sind wir seit fast drei Jahren nachts wach. Aber es ist inzwischen schon besser geworden, seit etwa einem halben Jahr wachen die Zwillinge wenigstens nicht mehr in einem stündlichen Rhythmus auf.

Am besten (für mich) läuft es, seit ich mit meinem Mann klar abspreche, wer läuft und sich um die Kinder kümmert. Mein Tipp an alle wäre also sich abzusprechen. Ausschlafen ist bei uns nicht so das Thema, weil es mit drei Kids eh quasi unmöglich ist auszuschlafen, wenn alle wach sind. Dafür sind unsere Wände zu dünn. Aber wenn jeder mal Nachts durchschlafen darf, oder zumindest nicht rennen muss, das hilft schon."
Katarina von Blogprinzessin.de

SCHLAFE WENN DU KANNST!

"Als ich noch keine Kinder hatte, war das Leben schön. Schläfrig und schön. Als wir ein Kind bekamen war mir nicht klar, dass dies mit Schlafentzug verbunden sein würde. Ich weiß heute noch nicht, wie wir diese Phase überlebt haben. Als wir uns an karge Nächte und lange Tage gewöhnt hatten, bekamen wir noch ein Kind.

Inzwischen hatte ich meine Lösung gefunden: Ich kann nun überall schlafen. Setz mich in einen Bus, ein Flugzeug, eine Bahn, ein Auto? Kein Problem, ich kann immer schlafen. Immer und überall! So überlebe ich das. SCHLAFE WENN DU KANNST! Wann die nächste Option besteht, das weiß kein Mensch und ob meine Kinder jemals durchschlafen, das weiß auch keiner."
Alu von grossekoepfe

Ich bin durch die Schlafmangelhölle gegangen!

"Auf einer Skala von 0-10 war ich auf 13. Kind 2 hat mich 10 Monate lang alle 1,5 Stunden geweckt. Auch häufiger. Es war einfach nur hart. Über das Durchschlafen und Schlaflosigkeit habe ich mal gebloggt.

Im Text erkläre ich, warum ich trotzdem kein Schlaflernprogramm gemacht habe - und warum ich es doch an einem Abend aus Verzweiflung ausprobierte. Das Patentrezept für ruhigere Nächte kenne ich leider nicht, außer sich wirklich konsequent tagsüber hinzulegen und lieber im Dreck zu ersticken als nicht zu schlafen. Kein Witz.

Heute schlafen die Kinder beide problemlos im Kinderzimmer. Seit einigen Wochen kommt Kind 1 wieder jede Nacht um 5 Uhr zu uns und schläft weiter. Mit mir Rücken an Rücken - ich liebe es. Kind 1 schläft durch, seit sie 1 Jahr alt ist. So unterschiedlich kann es sein. Seitdem Kind 2 besser schläft, lassen der Mann und ich uns gegenseitig einmal in der Woche "ausschlafen", also so bis 9.30. Aber immerhin :)"
Mama notes, www.mama-notes.de

Irgendwann wird es besser - dann den Spieß umdrehen!

"Ich bewundere meinen Mann für sein Schlafvermögen. "Heute Abend schaue ich aber Fußball!" "Okay.. ich geh nähen!"... spätestens zum Anpfiff liegt er schnarchend auf dem Sofa und ich hab triumphierend die alleinige Herrschaft über die Fernbedienung. So sieht es aus... wenn er nicht bereits schon beim Zubettbringen der Kinder eingeschlafen ist. Einfach so. Das könnte mir niemals passieren!

Mit den Kindern einschlafen... Wenn die Kinder schlafen beginnt schließlich erst mein Feierabend und mit ihm wartet eine ellenlange To-Do Liste auf mich. Let's go!

Eigentlich bin ich aber viel zu müde... schlafen kann ich dennoch nicht. Mein Kopf gibt einfach keine Ruhe und spult unentwegt To-Do Listen ab... die unerledigte von gestern, von heute, für morgen früh, für morgen Nachmittag, für die ganze nächste Woche und für irgendwann.

Erst wenn alles erledigt ist, was in irgendeiner Form wichtig ist, wenn die Klamotten für die Kinder für den nächsten Tag rausgelegt sind, die Gedanken und die Sofakissen sortiert, der liegen gebliebene Papierkram endlich erledigt, der Müll rausgebracht, das Badezimmer blitzeblank, die Wäsche sortiert, das Kleid eben noch fertig genäht, die Überweisung getätigt, die Mails noch schnell beantwortet und der Blogpost endlich fertig geschrieben ist... dann hab ich vielleicht noch ein paar Stündchen Ruhe.

Kopf aus, Augen zu... um spätestens sechs Uhr geht der Wahnsinn wieder los. Meine zwei liebsten Schlafstörungen sind munter... schlechtes Timing, denn zwischen fünf und sechs habe ich eindeutig meine erholsamste Tiefschlafphase.

Mein einziger Trumpf ist, dass ich irgendwann den Spieß umdrehen werde. Das wird ein Spaß!"
Katharina von www.sonea-sonnenschein.blogspot.com

Schlafen versus Dinge erledigen ist ein Problem

"Schlaf! Wie komme ich auf genügend Schlaf?! Schlaaaafffff....zzzzzzzz....Oh Entschuldigung! Wie war die Frage? Ich bin kurz eingenickt. Ach ja. Wie komme ich auf genügend Schlaf? Tja. Die Antwort ist sehr einfach: Gar nicht. Und zwar schon seit drei Jahren nicht.

Das fing im letzten Drittel der Schwangerschaft an und hat seitdem nicht mehr aufgehört. Haste Kinder, haste auch einfach nicht mehr genügend Schlaf. Das kannste drehen und wenden wie du willst.

Jeden Morgen sage ich mir: "Heute Abend gehste mal früher als 24.00 Uhr ins Bett." Mache ich aber fast nie. Und wenn ich doch mal früher ins Bett gehe, dann hat das Kind nachts irgendetwas und wacht mindestens dreimal auf, weil es den Nuckel sucht oder das aktuelle Lieblingsspielzeug, was dann immer mit ins Bett muss und sich nachts in meine Eingeweide bohrt; oder weil das Kind nachts einfach mal Hallo sagen möchte oder gucken will, ob meine Nase und Augen auch noch am richtigen Platz im Gesicht sind.

Seit einigen Wochen macht unser Sohn auch nur noch sehr unregelmäßig Mittagsschlaf. Also fällt dieses "Schlaf-Fenster" leider auch weg. Genutzt habe ich diese knapp zwei Stunden eh für alles, aber nie für Schlaf. Wohnung aufräumen, Bloggen, arbeiten und und und. Kennt man ja.

Es gibt viel zu tun, das man dann gern alles in diese knapp zwei Stunden des kindlichen Mittagsschlafs quetschen möchte. Wirklich ganz selten habe ich mich in dieser Zeit mal ausgeruht oder sogar geschlafen.

Tat ich das, plagte mich danach nämlich das schlechte Gewissen "Na toll! Das haste jetzt nicht geschafft. Und das wolltest du doch auch noch machen." Kennt ja jede Mutter - dieses fiese schlechte Gewissen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Also, um die Frage mal zu beantworten: Schlaf - davon habe ich eindeutig zu wenig und so wie es aussieht, wird es auch noch eine Weile dauern, bis ich mal wieder acht oder neun Stunden am Stück durchschlafen werde.

Denn wenn das Kind dann mal wirklich eine komplette Nacht ohne Mucken und Zurren durchschläft, dann liege ick nämlich wach und kann nicht schlafen. Ein Teufelskreis! Mein Tipp wäre also: Lasst alles stehen und liegen und geht schlafen, sobald eure Kinder schlafen. Randnotiz: Es ist jetzt 7.52Uhr und das Kind schläft noch friedlich. Und was tue ich? Ich sitze hier und schreibe. Wie man sieht, nehme ich mir meine eigenen Tipps sehr zu Herzen!"
Dajana von Mit Kinderaugen

Eine Nacht so, die andere anders

"Schlaf? Was ist das? Die Zeit, die ich eigentlich schlafen müsste verbringe ich damit Dinge zu tun. In Ruhe. Und sei es nur, ohne Kind auf dem Schoß meiner geregelten Arbeit nachzugehen.

Als das erste Kind geboren war, musste ich still in mich hineingrinsen, wenn sich andere Mütter beschwert haben, dass ihre Babys ständig wach sind. Meins war genau das Gegenteil: Bis sie dreieinhalb war schlief sie unglaublich viel. Und fünf Monate nach der Geburt flehte ich meine Chefin an, mir Arbeit zu geben, die ich zu Hause erledigen kann.

Nach der Geburt des zweiten Kindes hatte ich auch noch Glück: sie schlief zwar nicht so viel, beschäftigte sich aber auch gerne alleine, so dass ich nebenher meine Arbeit locker schaffte.

Und weil alles so easy erschien, kam danach unser drittes Kind: Ein Nichtschläfer und Überalldabeiseinwoller. Und sie hatte immer Hunger. Bis zum ersten Geburtstag hatten die Nächte einen eineinhalb Stunden Takt. Bis heute (sie ist dreieinhalb) wacht sie jede Nacht auf, um ins Elternbett zu krabbeln.

Momentan ist es so, dass ich in einer Nacht bis weit über Mitternacht hinaus wach bin und meine Sachen erledige, in der Folgenacht aber relativ zeitig ins Bett muss, um Schlaf nachzuholen. Besserung ist in Sicht, da sich im Alltag mit dem Heranwachsen der Kinder auch immer mehr Freiräume ergeben in denen ich meine Aktivitäten tagsüber erledigt bekomme."
Suse von Ich lebe! Jetzt!

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