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Künstliche Intelligenz im Online Marketing

Veröffentlicht: Aktualisiert:
AI
monsitj via Getty Images
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Die Maschine wird dem Menschen ebenbürtig, macht Fachkräfte arbeitslos und die Menschheit abhängig - solche Schreckensszenarien gehören nicht mehr nur in den Bereich der Science Fiction Literatur und Filme. Angesichts der aktuellen Diskussionen um künstliche Intelligenz (KI) lösen die gegenwärtigen Entwicklungen und Zukunftsprognosen sowohl Hoffnungen als auch Befürchtungen aus.

Auch in unserer Branche ist das Thema aktueller denn je und wird heftig diskutiert:
Wo ist KI oder AI (für englisch „artificial intelligence") bereits im täglichen Einsatz, wo wird sie die Online Marketing Welt in Zukunft verändern und wie müssen sich Experten, Unternehmen und Agenturen darauf vorbereiten?

In unserem White-Paper „Künstliche Intelligenz im Online Marketing" beleuchten wir die jüngsten Entwicklungen in verschiedenen Kanälen, wagen einen Blick in die Zukunft und stellen uns die Frage: Wie wird sich der Arbeitsalltag für uns als Agentur, aber auch für unsere Kunden durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern? Wo ergeben sich neue Möglichkeiten und welche Gefahren liegen in der zunehmenden Automatisierung?

Tauchen Sie mit uns in die faszinierende Welt der selbstlernenden intelligenten Systeme ein und erfahren Sie, wo diese bereits heute im Online Marketing eine Rolle spielen

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Künstliche Intelligenz als Chance und Risiko im Online Marketing

Was ist Künstliche Intelligenz? Eine Definition.

Die künstliche Intelligenz (KI) oder Artificial Intelligence (AI) gilt als Wissenschaft und gehört in den Bereich der Informatik. Vereinfacht gesagt geht es um die Entwicklung von intelligenten Maschinen bzw. Computerprogrammen, mit denen menschliche Intelligenz simuliert wird.

Das Problem hierbei ist eine fehlende eindeutige Definition von maschineller „Intelligenz", da dieser Begriff bisher auf menschliches Denken bezogen ist und sich damit an diesen Maßstäben misst. Die Frage ist: Wann darf sich ein System „intelligent" nennen? Eine bekannte aber umstrittene Methode aus dem Jahr 1950 ist der sogenannte „Turing-Test" von Alan Turing: Eine Maschine gilt demnach als intelligent, wenn ein Mensch in der schriftlichen Interaktion nicht zwischen Maschine und einem anderen Menschen unterscheiden kann. Diese Definition greift nach Meinung von Experten jedoch zu kurz: Die Imitation eines Menschen ist demnach keine Voraussetzung für künstliche Intelligenz, sofern ein System selbständig lernen und Probleme lösen kann.

Wie lernen Maschinen aber, wie lösen sie Aufgaben? Die Grundlage ist eine sehr große Datenmenge. Dem System stehen also in einer Datenbank unzählige Informationen zur Verfügung. In der Analyse von Daten erkennt das Programm Muster, berechnet daraus Wahrscheinlichkeiten, leitet Vorhersagen ab und kann entsprechend selbständig darauf reagieren.

Damit ist auch schon eine große Stärke der künstlichen Intelligenz genannt: Die Verarbeitung und Interpretation großer Datenmengen. Und hier zeigt sich auch, warum KI schon heute in der Online Welt eine so wichtige Rolle spielt und in Zukunft noch mehr Bedeutung erhalten wird: In Zeiten von Big Data besteht das Problem nicht mehr darin, ausreichend Daten (z. B. über das Nutzerverhalten) zu erhalten, sondern diese so zu verarbeiten und auszuwerten, dass sich daraus Rückschlüsse und konkrete Handlungen ableiten lassen. Ein Ergebnis kann zum Beispiel personalisierte Werbung sein. Auf die konkreten Anwendungsfelder gehen wir jedoch in den kommenden Teilen unserer Reihe genauer ein.

IBM, Microsoft, Google und Apple: die Vorreiter

Im täglichen Leben werden wir oft schon mit Künstlicher Intelligenz konfrontiert, empfinden sie vielleicht sogar als normal und machen uns wenig Gedanken, welch erhebliche Leistungen im System dahinterstehen. IBM ist sicherlich vielen aus den Nachrichten durch ihren „Supercomputer" und durch ihre Technologie namens Watson bekannt. Mit Windows 10 wurden Millionen Anwender mit Cortana bekannt gemacht, Apples Äquivalent dazu heißt Siri.

Sprachsteuerung ist heute nichts Ungewöhnliches mehr, spätestens seit Googles Werbung für die sprachbasierte Suche: „Google, wo ist die nächste Pizzeria?". Auch Facebook setzt intelligente Systeme ein, ebenso kennen wir Newsseiten mit verwandten Artikeln, die teilweise durch den Einsatz von KI generiert werden. Von großen Shoppingportalen bzw. Online Shops ist ebenfalls teilweise bekannt, dass sie mit Hilfe von Artificial Intelligence Daten auswerten und automatisiert reagieren.

Es mag manch einen befremdlich anmuten, dass Maschinen mehr und mehr die menschliche Intelligenz zu ersetzen (bzw. ergänzen) scheinen. Im Alltag ist die künstliche Intelligenz jedoch längst angekommen und wird, je nach Einsatzbereich weitgehend akzeptiert. Mit unserer Reihe möchten wir zum einen über aktuelle Entwicklungen in der Forschung (insbesondere in Bezug auf die Online Marketing Welt) informieren, vielleicht sogar ein wenig die Bedenken abbauen, aber auch einen kritischen Blick auf die Automatisierung durch „intelligente Maschinen" werfen.

Die nächsten Folge wird in 7 Tagen hier in der Huffington Post erscheinen, das ganze White-Paper können Sie sich unter https://www.internetwarriors.de/wissen/whitepaper/kuenstliche-intelligenz-im-online-marketing/ herunterladen.

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