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Janine H.

Aus der Sicht

Mein Name ist Janine. Ich bin 33 Jahre jung und lebe in Hamburg. Mit zarten 19 Jahren erhielt ich die Diagnose „Manisch depressiv“. Heute besser bekannt als „Bipolare affektive Störung“. Manisch Depressiv. Darunter konnte ich mir damals, in Anbetracht meiner wilden Jugend, nichts vorstellen. Aus heutiger Sicht weiß ich, dass mein Verhalten und Auftreten oftmals von hypomanischen Phasen (eine ausgeprägte Periode ständig gehobener, überschwänglicher oder gereizter Stimmung) begleitet worden sind. Deutlich häufiger als die depressiven Episoden. Bis die Wende kam! Wie das Jahr 2015 mein Leben komplett auf den Kopf stellte. Einmal Hölle und zurück! Ich erzähl dir meine Geschichte! www.blog-ausdersicht.de www.facebook.de/ausdersicht

Ein Einblick in mein Leben in der Psychiatrie

Einige Wochen waren nach meiner Einweisung in die Psychiatrie vergangen, und mein seelischer Gesundheitszustand blieb unverändert. Die Ärzte versuchten wahrscheinlich ihr Bestes, doch davon bemerkte ich nichts.
26/11/2017 14:47 CET

Was ist bloß mit meiner Unterhose los?

...inzwischen waren einige Tage vergangen, und ich wurde von der geschützten Station der Psychiatrie auf die offen geführte Station verlegt. Dort fühlte ich mich um einiges besser aufgehoben. Die ersten Tage verbrachte ich jedoch auch dort überwiegend nur im Bett.
31/10/2017 15:25 CET

In Sicherheit

Nur langsam wurde mir bewusst, wo ich mich gegenwärtig befand. Der Stationsarzt verabschiedete sich und schloss hinter sich die Tür. Ich saß auf meinem Bett. Meine Augen zugeschwollen vom Weinen und nur wenig Stunden Schlaf.
28/10/2017 16:31 CEST

10 Tage Wahnsinn - Teil 5

...ich verschlief weitere Tage und wenn ich ins Bad ging, vermied ich den Blick in den Spiegel. Ich spürte instinktiv, dass mein Zustand zunehmend besorgniserregend war. Dieses ungreifbare Gefühl einer Leere.
22/09/2017 19:29 CEST

10 Tage Wahnsinn - Teil 4

Völlig aufgelöst und verwirrt erreichte ich mein Zuhause. Gnals begrüßte mich überschwänglich, und heimlich war ich froh, ihn wiederzusehen. Ich legte meine Schlüssel ab, zog meine Schuhe aus und legte mich ins Bett.
16/09/2017 15:29 CEST

10 Tage Wahnsinn - Teil 3

Viele Tage vergingen, ohne dass ich Notiz von ihnen genommen hatte. Die meiste Zeit verbrachte ich im Bett und tauschte Tage durch Nächte. Nachts schienen mir meine Gedanken klarer, fast als würde ich mein Leben von außen betrachten können.
26/08/2017 16:15 CEST

10 Tage Wahnsinn - Teil 2

...am nächsten Morgen aufgewacht, spürte ich noch immer diese Schmerzen. Diese waren so gewaltig, dass es mir nicht möglich war, aus dem Bett zu steigen. Tief traurig, verletzt und von Schmerzen gezeichnet, lag ich nun da. Meine Gedanken kreisten nur noch um ihn.
19/08/2017 15:19 CEST

10 Tage Wahnsinn

Ich lief Richtung U-Bahnsteig. Die Lichter und Farben der Leuchtreklamen schienen plötzlich so unangenehm grell, ich konnte die einfahrende U-Bahn kaum erkennen. Ich suchte mir eine verlassene Ecke, um den bemitleidenswerten Blicken der anderen Passanten zu entfliehen.
06/08/2017 22:15 CEST

Plötzlich allein

...da stand er nun vor mir. Geduscht, im Anzug und mit geröteten Augen. Wir schauten uns einen Moment lang an. Mein Herz klopfte dabei so wild und pulsierend, man hätte jeden einzelnen Herzschlag mit bloßem Auge sehen können.
30/07/2017 19:01 CEST

Der Morgen danach

Ich spürte einen stechenden Schmerz in der Brust. Mir stockte der Atem. Mein Bauch krampfte sich zusammen. Ich öffnete meine Augen erneut. Tränen flossen mir übers Gesicht. Ich fing an zu wimmern.
28/07/2017 17:34 CEST

Einmal Hölle und zurück: Ein Satz

...da fuhr er also vor. Ich war voller Vorfreude aber auch gleichzeitig beunruhigt. Warum bestand er plötzlich darauf, mich von zu Hause abzuholen? Wir hatten doch verabredet, dass ich zu ihm nach Hause fahre. Mit der U-Bahn. Wie fast üblich in einer Großstadt.
21/07/2017 12:06 CEST