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Vorausschauende Instandhaltung, Emissionskontrolle oder gestohlene Fahrzeuge - das Internet der Dinge erleichtert viele Bereiche

19/02/2017 14:46 CET | Aktualisiert 19/02/2017 14:47 CET
MilosStankovic via Getty Images

In den letzten Monaten gab es immer wieder Informationen, dass Automobilunternehmen Software einsetzten, um den Emissionsausstoß während offizieller Messungen zu reduzieren oder dass die vom Fahrzeug übertragenen Daten leicht abgegriffen werden konnten.

Fahrzeughalter sind entsprechend verunsichert und fragen sich, ob ihr Auto noch sicher ist - denn heute sind es vielleicht gestohlene Daten, morgen übernimmt ein Unbefugter die Kontrolle über das Auto und in einigen Jahren lässt sich das Verhalten der Autofahrer via Ampeln und Verkehrsleitsysteme kontrollieren.

Doch ein vernetztes Fahrzeug bietet mehr Vor- als Nachteile. So lassen sich gestohlene Fahrzeuge mit einem entsprechenden Sender verfolgen und wiederbeschaffen. Darüber hinaus lässt sich dank eingebauter Sensoren auch der Verschleiß an Fahrzeugteilen wie Bremsen messen oder eine unzureichend festgezogene Radmutter schnell identifizieren - und somit Unfälle vermeiden. Bald gehört auch die vorausschauende Instandhaltung zum Alltag.

Damit sind verschlissene Bauteile Vergangenheit - Sensoren kontrollieren die Funktionalität der Teile, anhand der drahtlos übertragenen Daten kann der Mechaniker sehen, welche Funktionen oder Bauteile bei der nächsten Inspektion genau unter die Lupe genommen werden müssen. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Noch gibt es keine deutschland- oder gar europaweiten Standards für die Übertragung der Daten.

Security und Tracking vernetzter Fahrzeug: Standards sind notwendig

Noch gibt es keine Standards, die definieren, welche Security-Anwendungen Fahrzeuge absichern - entweder, damit Cyber-Angriffe nicht erfolgreich sind oder damit Autos nicht gestohlen werden können. Der TÜV Dachverband setzt sich bereits seit einiger Zeit für die Entwicklung solcher einheitlichen Sicherheitsstandards(1) ein, die es dann idealerweise für ganz Europa gibt.

Die Weichen dafür müssten allerdings dann eher in Brüssel gestellt werden. Nichtsdestotrotz sind Standards nicht nur ein Thema im Hinblick auf Security, sondern auch bei Technologien, die beispielsweise das Tracken von gestohlenen Fahrzeugen erlauben. Nur dann haben die Fahrzeughalter ebenso wie die Polizei die Möglichkeit, diese Autos über Landesgrenzen hinweg zu verfolgen.

Dazu ist allerdings ein gut ausgebautes und zuverlässiges Netzwerk notwendig. Da die zu übertragende Datenmenge recht klein ist, müssen sie nicht über WLAN transferiert werden, sondern können beispielsweise andere Netzwerke nutzen, darunter Bluetooth oder Sigfox.

Fazit: Vernetzte Fahrzeuge bieten eine Fülle von Vorteilen für Autohersteller und Besitzer

Vernetzte Fahrzeuge bieten Automobilherstellern und -Besitzern eine Vielzahl von Vorteilen: Sicherheit - wenn das Fahrzeug an bestimmten Bauteilen Verschleiß feststellt damit der Fahrer direkt einen Termin in der Werkstatt vereinbaren kann, verhindert beispielsweise Unfälle.

Integrierte GFS- und UHF-Tracker, die den Standort eines Wagens kontinuierlich an den Fahrzeughalter melden, zeigen sofort, wenn das Auto sich von seinem Standplatz entfernt - und signalisieren damit, dass es gestohlen wurde. Über eine aktive Kontrolle der Emissionswerte des Autos lässt sich nicht nur der Treibstoffverbrauch kontrollieren, sondern auch das Fahrverhalten insgesamt, ob das Auto häufiger im Stadtverkehr oder für Autobahnfahrten genutzt wird oder ob es möglicherweise einen Schaden an der Auspuffanlage gibt.

Sobald sich Standards für Technologien etabliert haben und Automobilhersteller sowie Zulieferunternehmen diese umsetzen, steht einer sicheren und problemlosen Kommunikation nichts mehr im Wege.

(1)Quelle: Thomas Kuther: TÜV-Dachverband schlägt Sicherheitsplattform für vernetzte Autos vor, 1. Februar 2017

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