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Frische, knackige Erdbeeren - Das Internet der Dinge hält auch in die privaten Küchen Einzug

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Fast jeder hat sich im Supermarkt schon einmal über Obst und Gemüse aufgeregt, das nicht mehr frisch war - selbst wenn es erst am gleichen Morgen oder auch nur eine Stunde zuvor in die Auslage gelegt wurde, kann es innerhalb kürzester Zeit verderben.

Doch wieso lässt der Salat die Blätter hängen und wieso sind die Erdbeeren an manchen Stellen bereits matschig, bevor sie auch nur einen Tag im Regal liegen? Der Grund dafür ist oftmals eine falsche Lagerung während des Transports, möglicherweise inklusive einer zeitweilig unterbrochenen Kühlkette oder auch zu großen Erschütterungen beim Be-und Entladen der Transportfahrzeuge.

Das Ergebnis ist nicht nur für den Verbraucher, sondern auch für den Supermarkt im Hinblick auf die Kundenbindung ärgerlich. Die monetären Schäden gehen so jedes Jahr in exorbitante Höhen.

Das Internet der Dinge (IoT) kann hier Abhilfe schaffen - und zwar bevor Schaden an Obst und Gemüse während des Transports entsteht oder den Händler warnen, wenn extreme Erschütterungen die Ware geschädigt haben könnten.

Im Container und / oder im Fahrzeug installierte Sensoren ermöglichen die Datenerfassung: Sie messen die Temperatur und Bewegung im Wagen- oder Containerinneren. Darüber hinaus können sie auch Informationen wie den Neigungswinkel oder die Position des Lkws geben.

Die Vorteile der Sensoren liegen auf der Hand: Dank der gesammelten Informationen während der Fahrt erhalten Fahrer, Logistikunternehmen und Supermarkt detaillierte Informationen zu Lagerung und Transport der empfindlichen Ware. Matschige Früchte lassen sich leicht reklamieren, wenn der Lkw falsch beladen oder die Produkte nicht richtig gesichert wurden und dadurch im Fahrzeug verrutschen konnten.

Sobald die Kühlkette unterbrochen ist und der Salat ein paar Stunden ungekühlt transportiert wird, sind welke Blätter die Folge. Dank der Sensoren im Lkw lassen sich Ausfälle aber schnell erkennen und beheben. Supermärkte und Verbraucher erhalten frisches Obst und Gemüse - durch gezielte und frühzeitige Korrektur kann man so monetäre Einbußen verhindern und gleichzeitig die Verschwendung von Lebensmitteln eindämmen.

Der Garant dafür sind nicht nur die Sensoren im Lkw oder in Containern, sondern auch das Netzwerk, das die Informationen auf das Smartphone oder Tablet des Logistikers oder des Fahrers überträgt. Die Sensoren melden die entsprechenden Daten in regelmäßigen Abständen an die Basisstation.

Von dort wird in der Cloud des jeweiligen Kunden eine Analyse der Daten erstellt, die diese Daten dann wiederum an den Fahrer, Supermarktleiter oder die Logistikzentrale weiterleitet -eine lückenlose Qualitätskontrolle und Verfolgbarkeit der Ware kann erfolgen. So komplex und kostspielig sich dies anhört, so einfach und günstig ist es in der Realität: Entsprechende Module gibt es bereits ab einem Preis von knapp zwei US-Dollar.

Werden die dazu gehörigen Basis-Stationen vom Anbieter betrieben, muss sich der Anwender um kein weiteres technisches Equipment kümmern. Damit steht der Realisierung des Internets der Dinge und des Trackings von leicht verderblichem Obst und Gemüse vom Ursprungsort bis zum Supermarkt nichts mehr im Wege.

Dank des IoT gehören matschige Erdbeeren und welke Salate in der Auslage bald der Vergangenheit an.

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