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Das Internet der Dinge entwickelt sich langsamer als erwartet - trotzdem kommt eine Revolution auf uns zu

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INTERNET OF THINGS
Guido Mieth via Getty Images
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Bis 2020 sollen weltweit Milliarden Objekte mit dem Internet verbunden sein. Deren Daten werden in der Cloud gespeichert und sind Teil der Digitalisierung unserer Umgebung. Eine globale, einfache, kosteneffiziente Vernetzung, die dazu noch wenig Energie benötigt, ist ein wichtiger Baustein, um dies zu realisieren.

Momentan liegen die Prognosen bei 20 bis 50 Milliarden vernetzten Geräte bis zum Jahr 2020 - also in nur drei Jahren. Diese Schätzungen spiegeln das rasante Wachstum an Objekten wider, die das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) unterstützen - und damit das Potenzial sowie den Einfluss auf künftige Technologien und das Leben im Allgemeinen. Es entstehen neue Branchen, die Produkte, Netzwerke, Plattformen, Software und Services anbieten. Diese stellen die Wertschöpfungskette des IoT dar und konzentrieren sich darauf, hohe Datenvolumina zu erfassen und zu nutzen.

Dies ist nirgendwo besser zu sehen als bei Produkten für Endkonsumenten - und zwar besonders bei Wearables und Smart Home-Lösungen. Weniger sichtbar für die breite Öffentlichkeit sind die Milliarden an US-Dollar, die in industrielle Anwendungen und Geräte investiert werden, die „Dinge" messen, identifizieren, warnen, informieren und warten.

Warum wächst das Internet der Dinge also nicht so schnell wie erwartet? Das größte Hindernis ist die Vielzahl der Technologieangebote und -anbieter. Die Analyse und Auswahl der jeweils passenden Technologie ist für Unternehmen extrem zeitaufwändig. Dabei wäre nur eine einfache, weltweit skalierbare Vernetzung notwendig, um die Werte abzuschöpfen, welche die von den Milliarden vernetzten Objekten übertragenen Daten bieten.

80 bis 90 Prozent aller IoT-Geräte werden allein für Services konzipiert, die hohe Volumina kleiner Datensätze übertragen können. Diese Informationen und ihre Nutzung bieten für Unternehmen und Regierungen auch den größten Anreiz, in die Realisierung des IoT zu investieren. Die anderen zehn bis 20 Prozent der komplexen Geräteangebote werden von ähnlich umfassenden, teuren Lösungen unterstützt, die Daten erfassen, verwalten und ausliefern.

Damit sich das Internet der Dinge allgemein durchsetzt und sein Potenzial realisiert, müssen in erster Linie vier Bedingungen hinsichtlich der Vernetzung gegeben sein: die weltweite Verfügbarkeit, Einfachheit, Energieeffizienz und Kosteneffektivität. Darüber hinaus ist Offenheit über das IoT-Ökosystem hinweg enorm wichtig.

Die Mehrheit der Lösung für eine Vernetzung von „Dingen" ist für medienintensive Geräte konzipiert. ie Nachfrage nach solchen Angeboten wird von Lösungen mit hohem Durchsatz vorangetrieben. Mittlerweile gibt es jedoch auch Low Power Wide Area Network (LPWAN)-Lösungen, die einen weitaus größeren IoT-Markt adressieren. Allerdings erfüllen nicht alle diese Angebote die vier Schlüsselkomponenten bestmöglich oder arbeiten nicht nahtlos mit anderen Vernetzungsmöglichkeiten zusammen. Eine ideale Kombination bietet Folgendes:

  • Energieeffizienz: Dazu gehören besonders ein langes Batterieleben und ein im Voraus planbarer Energieverbrauch. Auf diese Weise können die bestmögliche Anwendererfahrung und niedrige Wartungskosten gewährleistet werden.
  • Globales Netz, transparentes Roaming und Out-of-the-Box-Vernetzung: Eine offene Plattform erlaubt einem Gerät oder Objekt Daten, zu teilen - und zwar weltweit.
  • Einfach und unkompliziert: Die Kosten und Komplexität des benötigten Siliziums lassen sich signifikant reduzieren. Außerdem werden Entwicklung und Implementierung deutlich vereinfacht.
  • Niedrigere Kosten: Ein ideales Angebot ist einfach zu implementieren und zu mangen. Dadurch ist es kostengünstiger als der Wert der Daten selbst.

Die Daten, die Milliarden implementierte Geräte sammeln, können die Wirtschaft, Behörden und das Alltagsleben verändern. Bereits bestehende Anwendungsbeispiele in Sektoren wie dem produzierenden Gewerbe oder im Gesundheitswesen sowie für Verbraucher oder in Städten zeigen die Fortschritte bei der Realisierung des Internet der Dinge. Diese Beispiele sind jedoch erst der Beginn der Digitalisierung, die künftig noch rasanter voranschreiten wird. Unternehmen sollten sich rüsten, um auf die Revolution vorbereitet zu sein.

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