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Frau Künast schuldet der Polizei eine Entschuldigung!

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TERRORIST
Daniel Allan via Getty Images
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Die führende Grünen-Politikerin Renate Künast, einst Ministerin unter Schröder und Möchtegernregierende Bürgermesterin von Berlin hat in Reaktion auf den Axt-Anschlag in Bayern die Welt per Twitter wissen lassen, dass sie es nicht gutheißt, dass der Terrorist erschossen wurde.

Was lernen wir daraus? Einserseits, nicht zum ersten Mal, dass viele deutsche Politiker von Sicherheitspolitik und praktischer Durchsetzung derselben so gar keine Ahnung haben. Dass die Grünen sich hier traditionell ganz besonders grauenhaft hervortun, ist auch keine Neuigkeit. Nur, war das bislang kein Problem, denn Deutschland blieb als Rückzugsraum des internationalen Terrorismus von der echten Welt "da draußen" relativ verschont.

Doch kaum klopft die Realität an, wird es problematisch, wenn sicherheitspolitische Geisterfahrer wir Frau Künast ihre Meinungen öffentlichen ventilieren. Denn es sind Tanten-Meinungen, Kindergartenniveau, letztendlich weltfremdes Gefasel. Richtig dramatisch wird es, wenn naive Sozialarbeiter wie Frau Künast in eine Regierungsverantwortung geraten. Diese Schönwetterpolitiker, von Frau Künast über diverse Bundesminister bis hin zur Kanzlerin haben einfach weder das nötige Verständnis einer ganzheitlichen Sicherheitspolitik noch die Statur, diese auch durchzusetzen.

Die neue britische Premierministerin Theresa May wurde gestern im britischen Unterhaus gefragt, ob sie im Kriegsfall die britischen Atomwaffen einsetzen würde, auch wenn dadurch hunderttausende Menschen sterben würden. Ihre Antwort war, ohne zu zögern, "Yes!". Klingt schockierend, ist aber logisch. Wenn sie Atomwaffen besitzen, dienen diese der Abschreckung. Wenn der Gegner jedoch davon ausgehen kann, dass Sie als Oberbefehlshaber den "roten Knopf" sowieso nicht drücken würden, wäre der ganze Abschreckungseffekt hinfällig. Sicherheitspolitik kann also sehr einfach sein. Wenn eine Theresa May solchen klare Grundregeln versteht, dann sollte das auch eine Angela Merkel irgendwie lernen können. Bislang sieht es hier aber eher düster aus. Warum die Deutschen sie trotz allem nach wie vor geradezu lieben, bleibt schleierhaft.

Doch zurück zur naiven Frau Künast, die mit ihrem Tweet den Retter, also die bayerische Polizei getadelt hat. Von der Bundeskanzlerin ganz zu schweigen, die alleine es zu verantworten hat, dass immer noch unzählige unregistrierte Menschen unklarer Herkunft durch unser Land laufen - und ab und an nun auch mal eine Axt schwingen.

Was Deutschland sicherheitspolitisch braucht ist mehr Theresa May und weniger Künast/Merkel. Oder jemand vom Schlage eines Otto Schily, der einst als Innenminister sagte: "Wenn einer den Tod will, kann er ihn haben". Die Zeiten für Politiksozialarbeiter ist abgelaufen. Frau Künast schuldet den tapferen bayerischen Polizisten eine Entschuldigung und wir alle müssen verstehen lernen, dass es Freiheit und Sicherheit nicht geschenkt gibt - auch wenn es manchmal grausam ist. Willkommen in der echten Welt!

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