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Eskalation im Jemen

28/09/2015 09:02 CEST | Aktualisiert 28/09/2016 11:12 CEST
Richard Calver via Getty Images

Bei der Bombardierung von Wohngebieten im Jemen, durchgeführt durch die saudi-arabische Luftwaffe, sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars und der FAZ am vergangenen Montag vierzig Menschen getötet worden.

Ein kaum beachteter Krieg

Im Jemen bestehen Spannungen zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen innerhalb des Islam, die bereits vor einiger Zeit in einen Krieg eskaliert sind. Der Iran und Saudi-Arabien unterstützen dabei jeweils eine der Konfliktparteien.

So griffen zuletzt auch die jemenitische Armee und selbst ernannte "Aufständische" saudische Armee-Stützpunkte an und brachten sie unter ihre Kontrolle. Dabei wurden offenbar dutzende saudische Soldaten getötet und verletzt.

Deutliche Eskalation

Die jemenitischen Kräfte griffen überdies 25 Panzer und Militärfahrzeuge der saudischen Armee an. Bei ihrem Vormarsch eroberten sie angeblich sogar einige Dörfer in der Provinz Dschāzān in Saudi-Arabien.

Bei der militärischen Operation der jemenitischen Armee wurde auch ein Offizier der Vereinigten Arabischen Emirate in der Provinz Maarib getötet, wie jemenitische Quellen berichten.

Rückkehr des Präsidenten

Indessen ist der jemenitische Präsident Abd Rabbuh Mansur Hadi nach Angaben aus Sicherheitskreisen in sein Land zurückgekehrt. Er habe sich seit sechs Monaten im Exil in Saudi-Arabien befunden und sei am Dienstag in der jemenitischen Stadt Aden per Flugzeug gelandet, wie der SPIEGEL berichtet. Vom Frieden scheint der Jemen dennoch nach wie vor weit entfernt zu sein.

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