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Gauck auf Flottenbesuch

12/08/2015 17:47 CEST | Aktualisiert 12/08/2016 11:12 CEST
CHRISTIAN CHARISIUS via Getty Images

Hoher Besuch für die Marine. Bundespräsident Joachim Gauck hat Anfang der Woche zusammen mit First Lady Daniela Schadt das Segelschulschiff Gorch Fock besucht. Von Rostock-Warnemünde in Mecklenburg-Vorpommern ging die Fahrt entlang der Ostseeküste nach Kiel in Schleswig-Holstein, dem Heimathafen des legendären deutschen Dreimasters.

Kleine Segeltour und ein Signal

Offizieller Anlass war der Abschluss der 25. Hanse Sail. Mehr als eine Million Menschen hatten das maritime Festival besucht. Es liegt nahe, dass das Staatsoberhaupt mit seinem Besuch auch ein Signal der Anerkennung setzen wollte.

Gauck hatte seit Amtsantritt mehrfach auf die zunehmende Verantwortung Deutschlands zur Stabilisierung der Sicherheitslage in der Welt hingewiesen. Die Bundeswehr spielt neben der Entwicklungszusammenarbeit hierbei eine wichtige Rolle.

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Die Gorch Fock ist das Segelschulschiff der Marine (Foto: Bundeswehr/flickr CC BY-ND 2.0)

Der Bundespräsident und die Marine

Schon seit Kindestagen an hat der Bundespräsident eine innere Bindung an das Meer. Gaucks Vater war Kapitän bei der Handelsmarine und Oberleutnant zur See. Gauck selbst verlebte seine Kindheit im Umfeld der Marinekasernen an der Ostsee.

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Bundespräsident Gauck grüßt Zuschauer. (Archivfoto: WikiCommons/Raimond Spekking CC BY-SA 4.0)

Deutschlands Beitrag zur Sicherung der internationalen Seewege

Die deutsche Marine ist seit vielen Jahren im Einsatz, um internationale Seewege zu sichern und die freie Passage für Jedermann zu gewährleisten. Im Rahmen der Operation Atalantaam Horn von Afrika soll die Seeräuberei um Somalia herum eingedämmt werden.

Hauptauftrag in Kooperation mit anderen EU-Nationen ist der Schutz der Schiffe des Welternährungsprogramms. Darüber hinaus soll auch die generelle Seefahrt in der Region sicherer gemacht werden. Außerdem sind die deutschen Seestreitkräfte auch im Rahmen der Missionen UNIFIL und Operation Active Endeavour engagiert.

Bevölkerung zeigt Desinteresse an Marine-Missionen

Diese Einsätze werden von der deutschen Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Der Besuch des Staatsoberhauptes auf Deutschlands symbolträchtigstem Schiff erscheint daher mehr als eine nette Geste, sondern auch als Zeichen der Solidarität mit den in den Einsätzen befindlichen Mannschaften.


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