Huffpost Germany
BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Aras Bacho Headshot

Wir sollten Donald Trump abschieben

Veröffentlicht: Aktualisiert:
TRUMP
Mike Segar / Reuters
Drucken

Erstes TV-Interview: Donald Trump will bis zu 3 Millionen Flüchtlinge einsperren und abschieben. Ich bin sehr sauer auf den neuen Präsidenten der USA. Wie kann man Menschen so gefühllos abschieben und einsperren wollen? Seine Aussagen haben mich so sehr mitgenommen, dass ich als Titel "Wir sollten Donald Trump abschieben" gewählt habe.

Ich respektiere Donald Trump nicht und das wird sich nicht ändern. Unter Flüchtlingen sind viele Jesiden, die wegen ISIS geflüchtet sind und in Europa und Amerika nach Schutz suchen. Die Jesiden werden religiös verfolgt. Die Flüchtlinge können nichts dafür, dass der IS heute da ist. Die sozialen Netzwerke halfen Donald Trump zu gewinnen. Donald Trump verdient von uns keinen Respekt. Er liebt nur sich selbst, das Geld und seine eigene Familie.

Er beleidigt ständig Angela Merkel und andere Politiker. Ich glaube, Respekt kennt er selbst gar nicht und man sollte Donald Trump aus Amerika ausweisen. Er soll sehen, wie es ist, wenn man in ein anderes Land flüchten muss, weil man in seinem Heimatland nicht bleiben kann.

Lieber Herr Trump, stellen Sie sich vor, in Amerika herrsche Krieg und Sie wollen Ihre Familie retten. Sie flüchten nach Deutschland, Frau Merkel nimmt Sie gerne auf und versorgt Sie, andererseits gibt es eine Partei, die gegen Flüchtlinge ist und Sie und Ihre Familie abschieben will.

Mehr zum Thema: Trump-Berater arbeitet an Einreiseverbot für Bürger aus Staaten, die Terrorismus unterstützen

Diese Partei gewinnt die Wahlen und die Chefin der Partei hat vor, Sie wieder abzuschieben. Wie würden Sie und Ihre Familie darauf reagiert? Sie finden, die Demos vor Ihrem Hotel seien unfair? Sie hätten als Flüchtling genau dasselbe gemacht.

Barack Obama hätte das alles nicht getan, er hätte Menschen in Not aufgenommen. Sie, Herr Trump, verurteilen Europa dafür, dass hier so viele Flüchtlinge integriert werden. Ist es Ihnen nicht peinlich genug, dass Melania Trump versucht, wie Michelle Obama zu sein?

So schaffen Sie keine Millionen Freunde, sondern Millionen Feinde. Ich weiß nicht, was in Ihrem Kopf vorgeht, doch Ihre erste Waffe ist Twitter, allgemein Social Media. Sie wollen den Menschen ihre Fehler vorhalten, aber ihre eignen scheinen Sie kaum wahrzunehmen.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Amerika, ein Land, das viele Kriege im Ausland verursacht hat, will davon die betroffene Menschen nun auch noch abschieben. Ihre Aufgabe ist eigentlich diese zu versorgen und in Schutz zu nehmen. Bedeutet das nicht Menschlichkeit?

Ein Posting von FDP-Politiker Tobias Huch hat mich dazu inspiriert, diesen Text zu schreiben: Ihr Amerikaner seid zu faul gewesen und seid nicht wählen gegangen, nun geht ihr auf die Straßen, um gegen Donald Trump zu demonstrieren. Wärt ihr wählen gegangen, wäre das nicht passiert.

Nun ist er der mächtigste Mann der Welt und ihr Amerikaner müsst damit leben, dass ihr dafür verantwortlich seid. Donald Trump wird große Probleme auf der ganzen Welt verursachen und dies werdet ihr und wir erleben.

Folgt mir auf Facebook:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.