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Das Brautgeld muss weltweit verboten werden

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SYRIEN
iStock
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Brautgeld sollte erhoben, aber die Frau sollte nicht verkauft werden wollen. Es gibt manche Frauen, deren Brautgeld mehr als 40.000 Euro beträgt. Diese Frauen, die sich über den hohen Preis freuen, denken, sie seien das Geld wert, aber sie wissen nicht, dass sie mehr als das Geld wert sind.

Wenn man unsere Kultur fragt, wieso sie verkauft werden, sagen sie, das sei so, aber es ist nicht so. Die Frauen denken nicht, dass sie das Geld, das von der Familie des Ehemanns verlangt wird, auch schulden.

Wenn ich zum Beispiel eine Frau will, dann eine Frau, die kein Geld von mir und meiner Familie verlangt, denn es gibt mehr solche Frauen. Unsere heutige Kultur denkt nur an das Geld, mehr als Geld ist für sie nicht wichtig, denn sie versuchen, alles zu tun um ans Geld zukommen und nicht an ihre Zukunft und Zukunft ihre Familie zu denken.

Frauenrechte sind bei uns eingeschränkt, die Frauen sollten sich verweigern verkauft zu werden, weil sie keine Tiere oder Gegenstände sind. Viele der Frauen unserer Kulturen sind hier aufgewachsen und haben trotzdem keine Rechte.

Frauenrechte sollte es weltweit geben

Der IS verkauft Frauen, weil aus ihrer Sicht Frauen nichts wert und billig sind. Warum sie so denken und zurück geblieben sind, hängt von der Kultur ab. Die Eltern geben diese Botschaft immer weiter.

Warum das Brautgeld nicht mehr existieren sollte: Weil unsere Kultur mehr Integration braucht, mehr wissen, sich in das deutsche Land einzubeziehen, Kontakte mit Deutschen aufzubauen.

Bei uns sind immer die Familien zusammen und deswegen bauen die keine Kontakte mit der Außenwelt auf. Die Welt ist einfacher geworden, intelligenter, doch unsere Kultur ist zurückhaltend und wir wollen endlich, dass das Brautgeld ein Ende hat, und wir in die Zukunft schauen können.

Wir wollen, dass dies endlich ein Ende hat und dass wir in die Zukunft schauen und dass Frauen und Männer gleich sind. Kein Mensch sollte verkauft werden und Frauenrechte sollte es weltweit geben, und dass unsere Kultur mehr Integration zeigt.

Aras Bacho ist Flüchtling aus Syrien und schreibt bei der Huffington Post über seine Erlebnisse. Er und seine Familie gehören zu den Jesiden, eine religiöse Minderheit, die in Syrien verfolgt wird.

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