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Karim S. aus Aleppo erzählt euch seine Geschichte

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REFUGEES
dpa
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Karim S., 23 Jahre alt, kommt aus Aleppo und lebt seit etwa 3,5 Jahren in Deutschland. Er lebt im Moment in Ostwestfalen Lippe und besucht täglich die Schule, um besser die deutsche Sprache zu lernen, damit er in Zukunft ein Mechaniker werden kann. Heute wird er euch seine Erfahrungen schildern.

Vorerst bedanke ich mich bei dir, dass du meine Interviewanfrage angenommen hast. Karim, wie war es für dich, dein Mutterland zu verlassen und ins Ungewisse nach Europa, genauer gesagt Deutschland, zu flüchten?

Es fiel mir schwer, meine Familie zu verlassen und anschließend nach Deutschland zu flüchten. Es gab keine andere Möglichkeit und meine Eltern wollten, dass ich aus meinem Leben etwas besseren mache. Ich bin aber froh, dass wir in Kontakt sind und ihnen nichts geschehen ist.

Was hast Du auf Deinem Weg nach Europa erlebt, welche positiven und auch negativen Erfahrungen hast du gemacht?

Ja, ich habe viele negative gemacht. Auf dem Weg sah ich, wie einige Kinder und auch erwachsene Flüchtlinge im Flüssen ertrunken sind. Manche sind auch verhungert. Es ist grausam die Stimmen, beziehungsweise die Schreie dieser Menschen auf ihrem Weg in den Tod zu hören. Das Positive war nur angekommen zu sein.

Wie waren deine ersten Tage in Deutschland, bist du die ersten Wochen klargekommen und wer hat dir beim Antrag stellen geholfen?

Die ersten Wochen waren ziemlich anstregend. Ich kam nicht ganz klar. Es gab einen Jungen von nebenan, er hat mir immer geholfen. Er war seit 7 Jahren in Deutschland und konnte gut Deutsch, sodass er mir geholfen hat. Ich bin ihm dankbar.

Was denkst du über die Parteien NPD und AfD, und ihre Politik gegenüber den Migranten ?

Ich finde es nicht gut, dass wir Flüchtlinge gehetzt werden, nur weil einer jemandem etwas Schlimmes angetan hat. Viele von uns Flüchtlingen sind gut integriert und lernen die Sprache gut. Ich bin kein Fan von diesen Parteien und hoffentlich wird es sie bald nicht mehr in Deutschland geben, damit wir alle friedlich weiter leben können.

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Wie hast du die deutsche Sprache gelernt und mit wem?

Ich habe die Sprache durch die Bücher und Fernsehen gelernt. Manchmal bin ich in die Stadt gegangen, um von anderen Stadtbesuchern zu lernen.

Was willst du an die neu angekommenen Flüchtlingen weitergeben?

Nicht aufgeben und seine Ziele verfolgen. Immer fleißig sein und respektvoll gegenüber Fremden sein. Geduld ist das Beste.

Danke Karim, dass wir gemeinsam dieses Interview geführt haben. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und ich hoffe, du wirst deine Familie in Deutschland wiedersehen.

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