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Dschihad im Islam

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
ISLAM
Cielo De La Paz / EyeEm via Getty Images
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Es ist ein sehr hei├čes Thema in unserer Gesellschaft, was einen zum Beruhigen bringen kann, wenn der/diejenige ├╝ber die wahre Bedeutung und das richtige Konzept des Dschihads sachkundig ist.

Ich bitte Sie das alles unvoreingenommen zu lesen und es sich dann durch den Kopf gehen zu lassen und sich dabei zu fragen, ob das wirklich alles stimmt, was uns durch die Medien ├╝bermittelt wird.

Das Konzept vom Dschihad ist vielen von uns nicht bekannt. Immer wenn das Wort ÔÇ×Dschihad" aufkommt, verlinken meisten von uns das Wort mit Krieg und Waffen.

Das Wort ÔÇ×Dschihad" bedeutet soviel wie eine Anstrengung, Bem├╝hung im Namen Gottes zu unternehmen, oder nach etwas besseres zu streben. Nun die wahre Definition vom Dschihad kann man nur aus dem Koran und aus dem Leben des Propheten Muhammads herausnehmen.

Jede andere Definition ist unislamisch, die nicht dem Koran und dem Leben des Propheten Muhammads entspricht.

Es werden drei Formen von Dschihad erkl├Ąrt.

1. Jihad Akbar (der gro├če Dschihad)

Der wichtigste Jihad ist der "Jihad Akbar". Er besteht in dem unabl├Ąssigen Bem├╝hen des Menschen um das richtige Gehen auf dem geraden Weg, d.h. dem Kampf gegen eigenen Egoismus, schlechte Neigungen und falsche Begierden.

Damit es noch genauer wird, m├Âchte ich Ihnen das auch anhand eines Beispiels erl├Ąutern. Zum Beispiel, wenn man eine Pr├╝fung schreibt, und es l├Ąuft ein Fu├čballspiel auf dem Fernseher, dann ist das auch ein Dschihad, dass man das Spiel opfert und sich auf die Pr├╝fung vorbereitet, damit man die Pr├╝fung gut bestehen kann.

Man strengt sich an und versucht zum Lernen, obwohl man gerne das Spiel anschauen m├Âchte, so ein Verhalten hei├čt der gro├če Dschihad.

2. Jihad Kabir (Mittlerer Dschihad)

Im mittleren Dschihad geht es um den Wettstreit zur Verbreitung der Wahrheit durch Wort und Schrift, von dem Allah im heiligen Koran sagt:

"Rufe auf zum Weg deines Herrn mit Weisheit und sch├Âner Ermahnung, und streite mit ihnen auf die beste Art." (16:126)

Die Muslime sollen also in "Weisheit" und "sch├Âner Ermahnung" diskutieren. Dies geschieht heutzutage im interreligi├Âsen Dialog, der die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Kulturen und Religionen unterstreicht, ohne die Friedensbotschaft des Islam zu vernachl├Ąssigen.

3. Jihad Saghir (Der Kleine Dschihad)

Im kleinen Dschihad erlaubt der Islam die Verteidigung vom Leben und Leib und dies ist nur im Angriffsfall zul├Ąssig. Beispielsweise, wenn jemand einen Einbruch erlebt und die Einbrecher sind bewaffnet und wollen die Einwohner des Hauses erschie├čen, dann d├╝rfen die Einwohner eventuell eine Waffe in die Hand nehmen um sich verteidigen zu k├Ânnen.

Diese Erlaubnis wurde von Gott dem Heiligen Propheten Muhammad erteilt, nachdem er zw├Âlf Jahre lang von den g├Âtzendienerischen Mekannern verfolgt wurde, aber ihnen gegen├╝ber friedlich widerstand.

Nirgendwo im Koran ist die Rede davon, dass es den Menschen erlaubt sei, andersgl├Ąubige zu t├Âten, weil sie eben einen anderen Glauben haben.

Der Dschihad wird allgemein mit Terror gleichgesetzt. Es gibt keine solchen Beweise in den Lehren des Islams, die besagen, dass Gewalt oder dieser so genannte Terrordschihad erlaubt sei, um den Islam an die Ecken der Welt zu verbreiten. Gott sagt im Koran:

"Er ist Allah, au├čer Dem es keinen Gott gibt, der K├Ânig, der Heilige, der Eigner des Friedens, der Gew├Ąhrer von Sicherheit, der Besch├╝tzer, der Allm├Ąchtige, der Verbesserer, der Majest├Ątische. Hoch erhaben ist Allah ├╝ber all das, was sie anbeten!" 59:24.

An diesem Vers wird deutlich: Wie k├Ânnte Derjenige, Der der Eigner von Frieden ist und der Gew├Ąhrer von Sicherheit, tolerieren, dass Seine Sch├Âpfung Frieden und Sicherheit auf der Erde zerst├Âren soll und Unruhe stiften soll?

Wenn wir uns die Islamische Geschichte anschauen, sehen wir, dass es den Muslimen zuerst die Erlaubnis von dem kleinen Dschihad in Surah Hadsch erteilt wurde. Die Muslime waren auch davor erlaubt, den Dschihad zu machen, aber lediglich mit Koran und Argumenten. Gott sagt im Koran:

"Den Gl├Ąubigen, die von den Ungl├Ąubigen angegriffen werden, ist es erlaubt zu k├Ąmpfen, weil ihnen Unrecht geschehen ist. Gott kann sie gewi├č siegen lassen". 22:40

Das sind die, die zu Unrecht aus ihren Wohnst├Ątten vertrieben wurden, nur weil sie sagten:

"Unser Herr ist allein unser Gott!" Wenn Gott nicht Ungerechte durch Gerechte zur├╝ckhalten w├╝rde, w├Ąren gewi├č Einsiedlerklausen, Kirchen, Synagogen, Kultst├Ątten und Moscheen, in denen der Name Gottes unabl├Ąssig genannt wird, zerst├Ârt worden. Gott l├Ą├čt den siegen, der Gottes Sache siegen l├Ą├čt. Gottes Macht und Gewalt sind unerme├člich". 22:41

Nun wenn wir unparteiisch versuchen diese Verse zu verstehen, k├Ânnen wir die eindeutigen Bedingungen des Islamischen Dschihads (der kleine Dschihad) feststellen.

Die Bedingungen des kleinen Dschihads

Die Bedingung des Islamischen Dschihads lautet, dass der Gegner Kriegsanf├Ąnger ist und somit die Muslime im Angriffsfall sind. Nur dann ist denen erlaubt zu bek├Ąmpfen, da sie sich gegen Ungl├Ąubigen abwehren m├╝ssen.

Das sind die Bedingungen, die der Koran uns vom Dschihad darstellt. Jede andere Lesart, die diesem Konzept widerspricht, ist als falsch und unislamisch zu verstehen.

Da wo Gott im Koran den Muslimen die Erlaubnis des Dschihads (der kleine Dschihad) erteilt, sagt er auch gleichzeitig wie oben im Vers 22:41, dass alle Gottesh├Ąuser, seien es Synagogen, Kirchen, Kultst├Ątten oder Moscheen, zu sch├╝tzen sind.

Nun wenn wir diesen Vers aufmerksam durchlesen und uns damit auseinandersetzen, stellt sich die Frage, obwohl hier die Rede vom Islamischen Dschihad ist, warum erw├Ąhnt dann der Koran hier die Synagogen, Kirchen und Kultst├Ątten? Weil Gott im Koran die Muslimen zum Sch├╝tzen anderer Gottesh├Ąuser gebietet und wenn diese Erlaubnis nicht vorhanden w├Ąre, dann w├Ąren gewi├č alle Gottesh├Ąuser niedergerissen worden. Das ist die liebvolle Lehre vom Islam. Wer indes Verse einen Zusammenhang erkennt, dass der Islam die Muslimen zum Vernichten andersgl├Ąubige auffordert, begeht einen sehr gro├čen Fehler. In diesem Sinne wenn ein Muslim in Verteidigung einer Kirche oder einer Synagoge ums Leben kommt, ist es auch ein Dschihad. Das ist die Lehre vom Islamischen Dschihad. Da sehen wir, wie eindeutig der Koran uns das Thema erl├Ąutert.

Der Heilige Prophet Muhammad (friede und segen seien auf ihm) hat dies einmal verdeutlicht, als er mit Gef├Ąhrten von einer Kampfhandlung nach Medina zur├╝ckkehrend, sagte: ÔÇ×Wir kommen aus dem kleinen Jihad und ziehen in den gro├čen Jihad." Er sagte auch einmal: ÔÇ×Der beste Jihad ist ein wahres Wort gegen einen Tyrannen".

Man sieht, wie sch├Ân die Lehre vom Islam ist, wenn sie genau so ausge├╝bt wird, wie der Gott und der heilige Prophet Muhammad uns gezeigt und sie selbst praktiziert hat. Es besteht keinen Zweifel darin, dass die Glaubenskriege, die im Namen des Islams gef├╝hrt werden, nicht mit der friedlichen Lehre des Islams zu verbinden sind und die Angst die den Menschen eingejagt wird, dass Islam die Zerst├Ârung der Ungl├Ąubigen fordere, keine Grundlage im Heiligen Koran und im Leben des Propheten Muhammads besitzt.

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