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Wie Heilpraktiker mit unserer Gesundheit spielen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
HEILPRAKTIKER
dpa
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Man kann die Alternativmedizin noch so sehr kritisieren, noch so oft ernüchternde Studien heranführen, am Ende bleibt eine Frage: Wenn die Alternativmedizin so zweifelhaft ist, wieso haben Heilpraktiker dann einen solchen Zulauf?

Was spielt sich in einer Heilpraxis ab, dass Patienten überzeugt sind, ihnen wurde tatsächlich geholfen? Wer sucht eigentlich einen Heilpraktiker auf und warum? Was unterscheidet die Arbeit eines Heilpraktikers von der eines Arztes?

Fast jeder, der viel Zeit in trostlosen Wartezimmern von Arztpraxen verbracht hat, wird von der Atmosphäre in Heilpraxen angetan sein. Im ärztlichen Wartezimmer hatte man bisweilen stundenlang auf schlecht gerahmte Kunstdrucke und vor sich hin welkende Zimmerpfl anzen gestarrt, nachdem die Boulevardzeitschriften durchgeblättert waren.

Dann wurde man ins Arztzimmer gerufen, wo sich der Arzt hinter seinem Schreibtisch verschanzt hatte und wo man nach statistischen acht Minuten mit oder ohne Diagnose wieder entlassen wurde.

Wohlfühlort Heilpraktiker

Ganz anders beim Heilpraktiker. Die Räumlichkeiten sind warm ausgeleuchtete, dezent eingerichtete Wohlfühlorte. Hier ein Buddha, da eine Sammlung Edelsteine. Auf jeden Fall eine Karaffe mit Wasser, auf dessen Grund ein Kristall ruht.

An den Wänden Lotus, Morgendunst über fernöstlichen Gewässern und konfuzianische Weisheiten. Doch gibt es auch Praxen mit einer robusteren Optik. Solche, die eher an die »kleine Chirurgie« des historischen Baders erinnern mit ihren Werkzeugen und dem Aderlass-Equipment. Man kann sich der Aura mitunter schwer entziehen.

Ich erinnere mich, wie ein Heilpraktiker einen antiken Arzneimittelschrank öffnete und Aberhunderte Fläschchen mit Globuli, von A bis Z aneinandergereiht, zum Vorschein kamen. Die sagenumwobenen Wunderkügelchen, abgefüllt in kleine braune Fläschchen mit rotem Verschluss, etikettiert mit den wunderlichsten Namen - das hatte etwas von einer Kunstinstallation, ein faszinierendes Ready-made.

So ein Homöopathieschrank ist eine riesengroße Erzählung. Und Heilpraktiker sind nicht nur gute Zuhörer, sondern oft auch talentierte Erzähler. Sie verstehen es, Anamnese und Untersuchung zu einem sinnlichen Erlebnis zu machen, das den Patienten interessiert und integriert, statt einschüchtert und übergeht.

"Magie statt Technokratie"

Dass es dabei nicht immer mit rechten, soll heißen rationalen Dingen zugeht, nehmen viele Patienten gern in Kauf. "Magie statt Technokratie" könnte die Erfolgsformel von Heilpraktikern lauten. Unter den Patienten gibt es, vereinfacht gesagt, zwei Fraktionen, die beim Heilpraktiker auf ein Wunder hoffen.

Die Kranken und die Nicht-Kranken. Die einen kommen bereits mit ärztlichen Diagnosen in die Heilpraxis: mit Asthma, Allergien, Rheuma, Krebs, Multipler Sklerose, Neurodermitis, Bluthochdruck, Diabetes, Bandscheibenvorfall, Unfruchtbarkeit, psychischen Erkrankungen.

Sie wünschen oftmals eine zusätzliche, also komplementäre Behandlung zur konventionellen Therapie. Sie erhoffen sich davon z. B. eine Besserung der Nebenwirkungen ihrer Medikamente oder mehr Lebensqualität.

Nicht selten versprechen sie sich aber auch, die Ursachen ihrer Erkrankung aufdecken zu können. Heilpraktiker vermitteln gern den Eindruck, es gäbe einen mehr oder minder mysteriösen Urgrund für die Erkrankung. Die Kranken ohne ärztlichen Befund sind auch nicht gesund im Sinne der WHO-Definition von Gesundheit, die als der "Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens" bezeichnet wird. Vielmehr suchen diese "Nicht-Kranken" noch händeringend nach einer Diagnose. Sie leiden unter unklaren, aber quälenden Beschwerden.

Oftmals haben diese Patienten ein jahrelanges Ärzte-Hopping hinter sich, ohne dass jemals eine ernsthafte Erkrankung diagnostiziert werden konnte. Ganz im Gegenteil, sie verfügen nicht selten über ausgezeichnete Laborwerte. Wenn aber Ärzte, Laboranten und Radiologen nicht fündig werden, schlägt die Stunde der Heilpraktiker.

Das Erfinden von Krankheiten

Krankheiten entstehen nicht aus dem Nichts. Sie sind Folge von Lebensbedingungen, Umweltfaktoren, Genen, dem Alter oder auch schlicht Pech. Manchmal war man einfach zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, wo man eine keimbelastete Türklinke berührt hat, bevor man unwillkürlich an Augen und Nase (den beliebtesten Eintrittspforten für Erreger) herumnestelte.

Neben den Infektionskrankheiten gibt es Autoimmunerkrankungen, degenerative Erkrankungen, Erbkrankheiten, Tumorerkrankungen, psychische Erkrankungen u. a. In jedem Fall aber sind Krankheiten auch immer ein "gesellschaftliches und kulturelles Konstrukt", so der Medizinhistoriker Michael Stolberg.

Manche Krankheiten haben zu verschiedenen Zeiten Hochkonjunktur, oftmals erlangen sie den Status einer "Modekrankheit". So war die "Neurasthenie" eine Modekrankheit des "nervösen Zeitalters", nämlich des ausgehenden
19. Jahrhunderts.

Der enervierende Epochenwechsel machte sich in Reizbarkeit, Unkonzentriertheit, Erschöpfung und vielen weiteren vegetativen Symptomen bemerkbar, die der "Neurasthenie" zugeschrieben wurden. Eine weitere Modekrankheit des 19. Jahrhunderts war die Schwindsucht, heute besser als Tuberkulose bekannt. So verheerend diese Erkrankung auch war und ist, so umgab sie zu der damaligen Zeit eine spezielle Aura.

Insbesondere schwindsüchtige Frauen wurden als "les femmes fragiles" ästhetisiert. Ihre Todesnähe enthob sie dem Gewöhnlichen, machte sie unantastbar und damit auf eine morbide Weise verführerisch. Schriftsteller haben das Siechtum dieser Frauen literarisch verklärt, z. B. Alexandre Dumas der Jüngere, Thomas Mann, Hugo von Hofmannsthal und viele Dichter des Fin de Siècle.

Modekrankheiten

Die "Kameliendame" ist sicher die berühmteste Dahinsiechende aller Zeiten. Von Modekrankheit spricht man, wenn Krankheiten ein Zeitalter prägen und sie in den kulturellen Diskurs Eingang finden. Modekrankheiten haben insofern einen über die Krankheit hinausweisenden Sinn.

Bei Schwindsucht und Neurasthenie war das eine gewisse privilegierte Stellung, schließlich konnte man sich krankheitsbedingt den Zumutungen der aufkommenden Moderne entziehen. Daher sind Modekrankheiten auch mit einer gewissen Attitüde verbunden. (Auch die Pest hatte eine kulturelle Wirkung, die sich in Literatur und Kunst niederschlug, ihr Wüten war jedoch so verheerend, dass sie eher einen Epochenbruch nach sich zog.)

Das mit der Attitüde ist auch heute noch so. Man ist nie einfach nur krank. Bei allem Leid, das Krankheiten mit sich bringen, haben diese auch soziale und kommunikative Funktionen. Krankheiten, Unverträglichkeiten und Befindlichkeitsstörungen eigenen sich hervorragend zum Smalltalk. "Ich hab das auch«, und, schwups, ist man mitten im Gespräch. Noch besser funktioniert: "Die Ärzte können nichts finden." Was sich dann garantiert findet, ist jemand, der fragt: "Hast du es schon mal mit einem Heilpraktiker versucht?" Und schon ist eine neue Debatte entfacht.

Die Lust auf eine "trendige" Krankheit

Gerade Modekrankheiten bringen auch einen gewissen "Krankheitsgewinn" mit sich. Zwar würde niemand behaupten, dass Gluten- oder Laktoseintoleranzen etwas Wünschenswertes sind. Trotzdem gelten diese Unverträglichkeiten in bestimmten Kreisen als eine Art Statussymbol. Schließlich bringen sie einen moral- und gesundheitsfördernden Verzicht mit sich.

In manchen ernährungs- und gesundheitsbewussten Milieus gelten Weizen und Milch ohnehin als Teufelszeug. Dass der Körper quasi in vorauseilendem Gehorsam diese Stoffe ablehnt, weist ja auf eine fast schon übersinnliche Körperintelligenz.

In den sozialen Netzwerken werden Fotos von glutenfreien Pizzen und laktosefreien Moccacinos aus den trendigsten Locations von New York bis Kuala Lumpur geteilt. Und viele Menschen mit tolerantem Immunsystem verzichten freiwillig auf Ciabatta und Käse, weil Hollywoodstars auf entsprechende Diäten schwören und Panikmacher die Bestsellerlisten stürmen.

Unverträglichkeit als Lifestyle. Natürlich bringen diese Erkrankungen Einbußen in der Lebensqualität mit sich. Aber indem sie auch in ihrer noch so zartesten Ausprägung salonfähig werden, werden sie auch entstigmatisiert.

Und das ist zunächst etwas Wünschenswertes. Doch es gibt eine Schattenseite. Längst sind Modekrankheiten und Unverträglichkeiten zu einem lukrativen Geschäftsfeld geworden. Es geht nicht mehr darum, bestehende Krankheiten einfach medizinisch zu behandeln und zu verwalten, sondern eine Verwertungsmaschinerie am Laufen zu halten. Das funktioniert am besten, indem immer neue Krankheiten erfunden werden.

Das schmutzige Geschäft mit Fantasiekrankheiten

Der Begriff Disease Mongering, also Krankheitserfindung, wurde vor über zwanzig Jahren geprägt. Er beschreibt die Tatsache, dass eine Reihe von Interessengruppen dafür sorgt, dass nicht pathologische Symptome dramatisiert und somit als Krankheiten wahrgenommen werden. Das geschieht durch PR in Fernsehen, Zeitschriften und Internet.

Profiteure sind die pharmazeutische Industrie, Testlabore, Forschungseinrichtungen, Wellnesseinrichtungen, Werbeagenturen, Verlage usw. Der Deutsche Ethikrat hat sich im Februar 2015 mit dem Thema Modediagnosen und Pseudokrankheiten beschäftigt. In der Kritik standen insbesondere die Pharmaindustrie und mit ihr verbundene Ärzte, die z. B. physiologische Grenzwerte wie Blutdruck oder Blutzucker absenken oder heraufsetzen, um somit eine Medikamentierung notwendig erscheinen zu lassen.

Immerhin zeigte die Debatte beim Deutschen Ethikrat, dass es unter Medizinern ein Bewusstsein für die Problematik gibt. Nicht zuletzt die Initiative MEZIS e. V. ("Mein Essen zahl ich selbst - Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte") zeugt von Widerständen innerhalb der Ärzteschaft gegen die Mechanismen der Pharmaindustrie.

Es wurde aber auch die Frage gestellt, wo Kritik an der Pharmaindustrie aufhört und verschwörungstheoretisches Denken anfängt. Und auch wenn sie in der Debatte mit keinem Wort erwähnt wurde, so gibt es doch eine Interessengruppe, die prächtig am miesen Image der Pharmaindustrie und an Modekrankheiten verdient: die Heilpraktiker.

Sich selbst sehen sie in der Rolle des Widerständlers gegen die Pharmaindustrie und arbeiten doch mit verblüffend ähnlichen Methoden. Heilpraktiker leben praktisch von Überdiagnostik und "erfundenen Krankheiten".

Bingo, Sie haben 30 Allergien!

Selten war die Sorge des Einzelnen um sich selbst so trendy. Die Interessen der Pharmaindustrie sind dabei das eine. Aber das andere ist eine Gesellschaft, die einen wahren Kult um den Körper betreibt. Damit ist nicht unbedingt der perfekt trainierte Beachbody gemeint, sondern gemeint sind vor allem die "inneren Werte". Es vergeht keine Woche, wo nicht auf Zeitschriftentiteln schmerzende Rücken, Köpfe, Seelen thematisiert würden.

In der Vorabendwerbung der Öffentlich-Rechtlichen geht es fast ausschließlich um Cholesterin, Infekte, Schmerzzustände, Blasenschwäche. In Bürogesprächen dreht sich alles um Verspannungen, Erschöpfungszustände, Schlafstörungen. Gesunde Ernährung oder was ihre Apologeten dafür halten, ist mittlerweile eine Art Religionsersatz. Etwas bigott also, der Pharmaindustrie und konventionellen Medizin vorzuwerfen, sie wollten uns mit aller Macht medikalisieren, wo wir uns doch ständig selbst pathologisieren und therapieren.

Jeder Patient, der in eine Heilpraxis kommt, sucht Antworten. Dabei geht es um mehr als nur schnöde Diagnosen. Heilpraktiker stehen für die verzweifelte Hoffnung, den Kern einer Erkrankung zu entdecken, eine Art Reset-Schalter, der es ermöglicht, den erkrankten Körper in eine gesunde Ausgangsstellung zurückzuversetzen.

Befindlichkeitsstörung

Ob manifeste Erkrankung oder Befindlichkeitsstörung: Heilpraktiker verstehen es, Beschwerden mit einem spekulativen Bedeutungsballast aufzuladen. Das ist übrigens auch der bedeutende Unterschied zwischen Arzt und Heilpraktiker. Ein Arzt versucht Erkrankungen auszuschließen, der Heilpraktiker hingegen dichtet dem Patienten oftmals noch Störungen an.

Darm und Immunsystem stehen dabei im Fokus, und Allergien bilden eine Art Bindeglied. Heilpraktiker verfügen über ein üppiges Arsenal an Diagnosetechniken: von Aurafotografie bis Zungendiagnostik gibt es über 120 Verfahren, von denen kaum eines wissenschaftlich anerkannt ist. Ein in der Alternativmedizin beliebtes Verfahren, um angeblich versteckte Allergien aufzuspüren, ist die Bioresonanz (bitte nicht mit dem medizinisch wirksamen Biofeedback verwechseln).

Das Verfahren verspricht, mittels eines Bioresonanzgeräts Schwingungen bzw. gestörte Frequenzmuster im Körper aufzunehmen. Praktischerweise kann das Gerät nach Aussage der Anwender die Störungen in einer weiteren Sitzung auch löschen. Das Konzept der Bioresonanz beruht allerdings auf Fehlannahmen über die menschliche Physiologie. Denn es geht davon aus, dass im menschlichen Körper eine messbare "Bioenergie" in Form von elektrischen Signalen und Biophotonen vorliegt.

Bei einem gesunden Menschen werde ein harmonisches Schwingungsmuster erzeugt, bei einem Kranken ein disharmonisches. Das ist aus wissenschaftlicher Hinsicht Unfug. Zwar gibt es elektrophysikalische Prozesse im Körper, die sich z. B. mittels EKG (Herz) oder EEG (Hirn) messen lassen.

Stoffwechselstörungen

Daraus lassen sich aber keinerlei Rückschlüsse auf Allergien, Geschwüre, Rheuma, Stoffwechselstörungen usw. ziehen. Das Einzige, was ein Bioresonanzgerät messen kann, ist der Hautwiderstand, also die elektrische Leitfähigkeit der Haut.

Dass es kribbelt und knistert, während der Patient die Elektroden in den Händen hält, liegt am schwachen Gleichstrom und den Verstärkern. Um das Prozedere plausibel zu machen, fallen wissenschaftliche Begriffe wie "Photonentheorie", "Informationssystem" oder "Zellkommunikation", die für den Laien oftmals weder verständlich sind noch etwas über die Wirksamkeit der Behandlung aussagen. In der Heilpraxis wird viel heiße Luft produziert.

Wie willkürlich die Diagnostik mittels Bioresonanztherapie ist, habe ich selbst erlebt. Nach einem Bioresonanztest bei einem Heilpraktiker war ich plötzlich laut Ergebnis auf über 30 Substanzen allergisch. Auf jede Menge Früchte, auf Sellerie, Ei, Milch, Soja, Weizen, Roggen, Gerste, auf Hausstaub, Gänsefedern, Kaninchen- und weitere Tierhaare, auf Histamin, Amalgam, Hefe, Elektrosmog und sogar auf das körpereigene Hormon Estradiol. Ich war heilfroh, dass nicht auch noch Wasser und Sauerstoff darunter waren.

Die schiere Anzahl an Allergenen schien den Heilpraktiker nicht zu verwundern, ganz im Gegenteil, sie waren für ihn nur der Beweis für das von der Natur entfremdete Leben, für die unnatürliche Ernährung, für die Impfungen, für die moderne Medizin, einfach für alles, was nicht in sein zivilisationsfeindliches Weltbild passte.

Sämtliche Allergien waren jedoch bereits durch mehrmalige und auch später wiederholte Prick-, Blut-, und Provokationstests beim Allergologen ausgeschlossen worden. Nach Urteil des Facharztes war ich auf keine der gängigen getesteten Substanzen allergisch.

Laut Heilpraktiker konnte der Arzt natürlich nichts finden, denn die meisten Allergene würden unterhalb der klinisch testbaren Grenze ihr Unwesen treiben. Nur das hyperempfindliche Bioresonanzgerät könne aussagekräftige Befunde liefern. Die Schulmedizin sträube sich gegen derartige Errungenschaften, weil damit Medikamente überflüssig würden, erklärte der Heilpraktiker.

Er würde bei mir eine "Invertierung" vornehmen, nämlich das gestörte Schwingungsmuster entstören. Dafür bediente er ein paar Regler, während ich zwei Elektroden in den Händen hielt. Anschließend empfahl er mir noch die Einnahme von Wasser, das er mit meinem nunmehr gesunden Schwingungsmuster aufgeladen hatte.

Wie immer nach einer heilpraktischen Behandlung ging es mir, abgesehen von anfänglicher Nervosität und Zweifeln, ein paar Tage lang besser - bis die Wirkung des Placebos nachließ. Aber vielleicht ist mein Schwingungsmuster auch einfach unrettbar gestört.

Heilpraktiker und Ärzte berechnen durchschnittlich zehn Euro pro getesteter Substanz, da kommen schon mal ein paar Hundert Euro für eine Bioresonanzbehandlung zusammen. Zurück bleibt ein verunsicherter Patient, der erst einmal damit zurechtkommen muss, dass er im Grunde auf das Leben allergisch ist. Im besten Fall merkt er bald, dass er es hier mit Humbug zu tun hat, im schlimmsten Fall werden Ängste geweckt und Diäten begonnen, die dann tatsächlich krank machen können.

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch "Unheilpraktiker. Wie Heilpraktiker mit unserer Gesundheit spielen".

Hier könnt ihr das Buch kaufen.

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