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Weil wir Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten, droht uns die lybische Regierung mit dem Tod

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Ich bin Crew-Mitglied auf der "Sea-Eye". Das ist eine Organisation von Ehrenamtlichen, die Seenotrettungen auf dem Mittelmeer durchführen. Wir wollen Menschen vor dem Ertrinken retten.

Derzeit liegt unser Schiff, die Sea-Eye, im Hafen von Valetta auf Malta, da die Sicherheitslage vor der libyschen Küste zu unsicher ist.

Wir lassen uns nicht unterkriegen

Die libysche Regierung hat ihre Hoheitsgewässer im Mittelmeer dramatisch ausgedehnt.

Nichtregierungsorganisationen wie "Sea-Eye" wurden nachhaltig davor gewarnt, diese Zone mit ihren Schiffen anzufahren. Anderenfalls würde man die Schiffe verfolgen und unter Beschuss nehmen.

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Das ist sehr frustrierend. Wir haben eine starke Crew und sind motiviert, weiterhin Menschenleben zu retten. Wir lassen uns nicht unterkriegen!

Wie unser Alltag an Bord der Sea-Eye aussieht und was wir als nächstes planen, seht ihr oben im Video.

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Oft schauen wir auf gesellschaftliche Entwicklungen nur aus einer abstrakten Perspektive: Experten sprechen über Probleme anhand von Studien. Politiker loben, was gut läuft, anhand von grauen Statistiken - all das hat mit dem Alltag der Menschen, die von diesen Entwicklungen betroffen sind oder sie prägen, oft wenig zu tun.

Diese Menschen kommen jetzt in der HuffPost zu Wort. Denn wie fühlt sich Armut in einem reichen Land jenseits der Statistiken an? Wie sieht Deutschland aus der Perspektive eines Obdachlosen aus? Vor welchen Problemen steht ein gerade angekommener Flüchtling? Wer hat mit seiner Initiative ein gravierendes Problem gelöst? All das ist Thema in HuffPost-Voices.

Diskutiert mit und schickt uns eure Erlebnisse an Blog@huffingtonpost.de.