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Rezension zu "Hillmoor Cross" von Shannon Crowley

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Der attraktive Student Jake Almond lebt mit seiner Großmutter auf einer alten Schaffarm in der Nähe des irischen Städtchens Hillmoor Cross. Eine Partnerin hat Jake nicht, denn er ist pädophil - sein starkes sexuelles Verlangen gilt Jungen.

Als er den kleinen Sebastian entführt und betäubt hat und ihn gerade brutal missbraucht, wird er überrascht. Er gerät in Panik, muss rasch improvisieren. Doch alles geht furchtbar schief; das Kind stirbt. Das hat Jake nicht gewollt! Wohin nun mit dem leblosen Körper?

Nach kurzer Überlegung rast er mit dem Auto zu den Klippen und entledigt sich dort der Leiche. Total gestresst will er schnell wieder zur Schaffarm zurück, erleidet aber einen schweren Autounfall.

Nach zwei Tagen wacht er im Krankenhaus auf, wo sich Schwester Lacey Stone auffallend um den attraktiven jungen Mann kümmert.
Sie ist fest entschlossen, dessen Betreuung nach seiner Entlassung privat zu intensivieren und sich von Jake nicht davon abhalten zu lassen.

Von nun an ist im Leben des Studenten nichts mehr, wie es einmal war.

Resümee:
Shannon Crowley, die viele Leser als Autorin vielleicht unter ihrem Realnamen Jacqueline Lochmüller kennen, hat mit diesem Werk einen hochspannenden und sehr beeindruckenden Thriller geschrieben.

Dies ist umso bemerkenswerter, als Tathergang und Täter, also auch Jakes Veranlagung, von Anfang an bekannt sind. Der Thrill liegt in der Entwicklung einer sich unaufhörlich zuspitzenden Handlung, bei der sich die Schlinge um Jakes Hals immer mehr zuzieht.
Wird sein Geheimnis ans Tageslicht kommen? Wann? Durch welche Umstände und durch wen? Wie wird er dann reagieren? Oder wird es ihm gelingen, rechtzeitig die Flucht zu ergreifen? Mit oder ohne die hartnäckige Lacey Stone?

Alle Charaktere, besonders aber die von Jake und Lacey, sind so hervorragend - d. h. von ihrem Denken und Handeln absolut schlüssig - herausgearbeitet, dass der Leser die nächste Eskalationsstufe oft nahen sieht. Dabei habe ich allerdings meist gehofft, dass ich mich irren möge. Um dies möglichst lange in der Schwebe zu lassen, hat die Autorin zwecks Spannung oft ein retardierendes Moment eingeflochten.

Handwerklich ist das Buch u.a. insofern ausgezeichnet, als Shannon Crowley auch Kleinigkeiten nicht aus den Augen verliert, sie (viel) später noch einmal aufgreift - und plötzlich bekommen einige dieser scheinbaren Nebensächlichkeiten eine große Bedeutung .

Als schwierig habe ich es empfunden, dass gleich zu Beginn sehr, sehr viele Personen und Orte namentlich ins Geschehen eingeführt werden -
hier fiel mir die Zuordnung anfangs zum Teil schwer.

Fazit: Hochspannung pur!

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http://www.annette-traks.com

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