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Rezension zu "Frieda unter Verdacht" von Heidi Gebhardt

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Lenas Tante Frieda Engel ist mittlerweile 86 Jahre alt, aber körperlich und geistig immer noch fit. Nicht nur, dass sie nach wie vor leidenschaftlich gerne kocht, was besonders Nichte Lena (38) sehr zu schätzen weiß. Nein, sie macht auch regelmäßig Spaziergänge mit Dackelhündin Amsel und interessiert sich lebhaft für die Ereignisse in ihrer Umgebung.

Schon so manches Mal hat sie dank ihrer guten Beobachtungsgabe und ihres Spürsinns der Polizei bei der Lösung eines Falles geholfen.

Nun hat die alte Dame seit einiger Zeit einen neuen Nachbarn:
Udo Wittibert ist ins Haus gegenüber gezogen und scheint dort doch tatsächlich ein Bordell zu betreiben! Dieser Verfall von Sitte und Anstand in der feinen Hanauer Siedlung Hohe Tanne kann natürlich überhaupt nicht akzeptiert werden, und Frieda startet eine Unterschriftenaktion.

Doch unversehens wird sie zur Hauptverdächtigen in einem Mordfall. Denn sie findet in Wittiberts Haus eine weibliche Leiche, wird von der Polizei dort überrascht und verhaftet.
Nichte Lena muss kommen und helfen!

Die nutzt die Gelegenheit gleich, um ihrem in Friedas Nachbarschaft lebenden Schwarm Andreas näherzukommen.

Und auch die Kommissare Bärbel König und Peter Bruchfeld müssen dringend ihre Beziehung klären.

Resümee:
In diesem Krimi gibt es ein Wiedersehen mit Frieda Engel, die zwar älter geworden, aber immer noch unternehmungslustig, neugierig und unerschrocken ist. Auch Nichte Lena ist ganz die Alte: Es mangelt ihr stets an Aufträgen und somit Einkünften als Grafik-Designerin. Ihre Tante Frieda liebt sie sehr, ist stets um ihr Wohlergehen besorgt und schätzt deren gutes Essen.

Es ist ein ruhiger Krimi, dem es aber keineswegs an Spannung fehlt. Bis kurz vor Schluss bleiben die elementaren Fragen ungeklärt:
Wer hat den Mord an der jungen Frau in Udo Wittiberts Haus begangen und Frieda in eine Falle gelockt?
Und vor allem: Warum wollte jemand offenbar beide Frauen aus dem Weg räumen?

Es kristallisieren sich im Laufe der Ermittlungen einige Verdächtige samt Motiv heraus. Aber der Schluss wartet mit einer ganzen Reihe von Überraschungen auf, die zum Teil auch die Beziehung von Lena und Andreas betreffen.

Und auch die Freimaurerloge "Eleusis zur Verschwiegenheit" in Bayreuth - Teile der Handlung sind dort angesiedelt - spielt eine Rolle bei der Lösung des Falles.

Im Laufe der Handlung erfahren wir einiges aus Frieda Engels Vergangenheit, über die sie eigentlich gar nicht gerne spricht, weil dann immer wieder dunkle Zeiten lebendig werden. Die Autorin hat hier Ereignisse aus ihrem familiären Umfeld einfließen lassen.

Wie auch in den ersten beiden Bänden wird das Geschehen abwechselnd in der Er-Form und in der Ich-Perspektive aus Lenas Sicht erzählt.

Im Anhang befinden sich wieder viele Rezepte, zusammengestellt von Tante Frieda und Lena.

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