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Rezension "Rebenfluch" von Kerstin Lange

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In Stolberg bei Aachen ist ein Juwelier überfallen worden und in Nideggen bekommt Ramona Gebauer ungebetenen Besuch von einem verwundeten Mann. Ihr Versuch, diesen durch einen Trick außer Gefecht zu setzen, geht schief: Sie wird getötet und der Verletzte flüchtet.

Hängen beide Fälle vielleicht miteinander zusammen?
Die Polizei vermutet dies, tappt aber bei ihren Ermittlungen im Dunkeln.
Gut, dass Hobby-Detektiv Christof Maria Breuckmann sich mit seinem Wohnmobil gerade auf einem in der Gegend gelegenen Campingplatz aufhält. Denn als er von den Ereignissen hört, ist sofort sein Spürsinn geweckt und er beginnt, sich ein wenig umzuhören.

Dabei kommt er einer tragischen Familiengeschichte auf die Spur, die mit dem "Fluch der Generationen" zu tun hat, wie die Mutter eines Protagonisten meint, denn:
"Sie ist der Meinung, dass Familien, die über mehrere Generationen eine Dynastie aufbauen, irgendwann ein böses Ende ereilt. [...] Das Ende der Winzerfamilie Hassbach passte in dieses Bild. Sie nannte es in dem Fall den Rebenfluch." (Seite 94)

Schließlich identifiziert Breuckmann die Verbrecher und gerät selbst in tödliche Gefahr.

ResĂĽmee:
Bei diesem kurzweiligen Regionalkrimi steht nicht die Ermittlungsarbeit der Polizei im Mittelpunkt, sondern der detektivische SpĂĽrsinn von Christof Maria Breuckmann.

Dass der Leser ziemlich früh nicht nur erfährt, was passiert ist, sondern im Gegensatz zu ihm auch die Täter kennt, tut der Spannung keinen Abbruch, sondern fördert sie noch. Denn auf diese Weise hat man gegenüber dem Hobby-Ermittler einen Informationsvorsprung, der einen so manches Mal um den Mann zittern lässt.

Breuckmann will natürlich die Täter aufspüren, aber für den (bereits informierten) Leser geht es in diesem Zusammenhang vor allem auch um das Rätsel, warum gerade Ramona Gebauer von einem der Gangster "besucht" wurde. Was steckte dahinter? Wer ist der Verletzte?
Die mit der Beantwortung dieser Fragen während der privaten Ermittlungen herausgearbeitete Familiengeschichte macht einen betroffen.

Über die Nachforschungen des Hobby-Detektivs kann man sagen: Ja, so könnte es laufen, wenn ein nicht mehr ganz junger Camper mit Hobby-Detektiv-Ambitionen von Verbrechen in seiner Nähe erfährt.

Jedoch ist einiges fĂĽr mich vom Psychologischen und Verhalten verschiedener Personen her nicht logisch nachvollziehbar. An dieser Stelle Beispiele zu nennen, wĂĽrde allerdings Spoiler bedeuten.

Fazit:
Ein spannender, vielschichtiger Krimi, der trotz des ernsthaften Hintergrundes oft auch zum Schmunzeln verleitet und fĂĽr unterhaltsame LektĂĽre-Stunden sorgt.

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