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Mach was aus der Elternzeit: Zeig deinem Kind die Welt

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"Kinder, die fr├╝h auf Reisen waren, sind daran gew├Âhnt. Ein Ortswechsel wirft sie sp├Ąter nicht mehr so leicht aus der Bahn. Sie sind offener f├╝r neue Erfahrungen, von der Nahrung bis zu anderen Erlebnissen. Reisen macht weltoffener." (Gabriele Haug-Schnabel, Biologin und Ethnologin)

Ihr kennt sie mit Sicherheit, die Eltern, die sich nach der Geburt ihres (ersten) Kindes v├Âllig zur├╝ckziehen. Nicht f├╝r Tage oder Wochen, nein, f├╝r Monate! So, als wollten sie das Kind vor allem ├ťbel dort drau├čen abschirmen. Nicht einmal Besuch darf kommen, zumindest nicht unangek├╝ndigt. Ach ja, und auch f├╝r Oma gilt: Nur gucken, blo├č nicht anfassen!

Weshalb ich es damals verr├╝ckt fand, mit Baby zu verreisen

Ich war selber mal so. Zur├╝ckzuf├╝hren ist mein Gluckenhabitus wahrscheinlich darauf, dass ich mir generell schnell Sorgen mache. Vielleicht dachte ich auch, das Kind werde durch zu viele neue Eindr├╝cke durcheinandergebracht und k├Ânne folglich nicht mehr zur Ruhe kommen.

Es werde schlussendlich in seinem Schlafrhythmus gest├Ârt und w├╝rde mir sp├Ąter pl├Ąrrend die Nacht (zur H├Âlle) zum Tag machen. Mit dem Baby in den Urlaub zu fahren erschien mir damals geradezu verr├╝ckt.

Dar├╝ber hinaus macht es schon zu Hause keinen Spa├č, Windeln zu wechseln. Im Urlaub wei├čt du nicht einmal, ob dir dazu eine Wickelkommode zur Verf├╝gung steht. Ganz zu schweigen vom allergr├Â├čten Problem ├╝berhaupt: Dem (Ein-)Schlafen.

Nichts macht Eltern gl├╝cklicher, als wenn der Nachwuchs endlich schl├Ąft. Dies gestaltet sich im heimischen Bett schon schwierig. Wie sieht es dann erst in irgendeiner fremden Ferienwohnung aus?

All diese Bedenken haben mich damals sehr effektiv davon abgehalten, mit meinem Kind zu verreisen. Erst als Sohnemann endlich laufen konnte, fuhren wir das erste Mal richtig weg: F├╝r eine Woche nach ├ľsterreich.

Das war weitaus entspannter, als ich es mir vorgestellt hatte. Der kleine Mann genoss den Tapetenwechsel (von Berlin in die Alpen) in vollen Z├╝gen.

Das Fernweh macht einige Eltern mutiger als andere

Andere Eltern sind da nicht so zimperlich. Sie schnappen sich ihr Kind und gehen mal eben auf Weltreise. F├╝r Monate. Die Elternzeit ist schlie├člich lang. Nat├╝rlich ist das eher die Ausnahme.

Doch es gibt genug M├╝tter und V├Ąter, die gerne mit ihren Winzlingen verreisen, ob per Flugzeug, mit dem Zug oder dem Auto. Was aber macht diese Eltern so zuversichtlich, dass ein Urlaub mit Baby nicht im stressigen Desaster endet?

Eine Antwort auf diese Frage liefern unter anderem Reiseblogs. Die Erfahrungsberichte reiselustiger Eltern stillen n├Ąmlich nicht nur auf unterhaltsame Weise das Fernweh, sondern zeigen auch, wie es geht: Das Verreisen mit Babys und (Klein-)Kindern.

Meike verbloggt ihre europaweiten Trips zum Beispiel auf ihrem Blog me and miss bee. Auf die Frage, wie sie ihrer sechs Monate jungen Tochter das Reisen erleichtert, antwortet sie:

"Hannah liebt neue Dinge und Menschen und l├Ąsst sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen. Trotzdem versuchen wir, ihr eine m├Âglichst vertraute Umgebung zu bieten. Das hei├čt konkret, dass wir sehr viel von ihrem Spielzeug (inkl. Krabbeldecke, Spielbogen und Wippe) in den Urlaub mitnehmen. Auch ihr vertrautes Essen und das ein oder andere Pflegeprodukt wird von Zuhause mitgenommen, um keine Experimente eingehen zu m├╝ssen. Zuhause schl├Ąft Hannah noch im Familienbett, so dass wir auch auf Reisen kein Reisebett mitgenommen haben. Das klappte bislang super, ich will aber nicht ausschlie├čen, dass wir uns f├╝r die n├Ąchsten Reisen ein Reisebett zulegen werden."

Es muss kein Luxusurlaub sein: Babys haben geringe Anspr├╝che

Ich pers├Ânlich habe mir damals f├╝r l├Ąngere Aufenthalte ein klassisches Kinderreisebett zugelegt. Der Auf- und Abbau des sperrigen Dings ├╝berforderte mich allerdings regelm├Ą├čig.

Heute w├╝rde ich lieber auf ein praktisches Reisezelt f├╝r Babys zur├╝ckgreifen, zum Beispiel das von Deryan Peuter. Das l├Ąsst sich nicht nur einfacher aufbauen, sondern verschlingt auch nicht ansatzweise so viel Platz im Kofferraum. Au├čerdem sieht es urgem├╝tlich aus.

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Generell gilt, dass die ganze Familie von einer guten Reisevorbereitung profitiert. Listen, die Mama und Papa daran erinnern, was unbedingt in den Koffer muss (inklusive Reiseapotheke!), findet ihr en masse im Internet. Einfach mal googeln!

├ťbrigens: F├╝r das Abenteuer Familienurlaub muss man gar nicht in weite Ferne reisen: Campingpl├Ątze in der n├Ąheren Region bieten schlie├člich auch viele neue und spannende Eindr├╝cke. Irgendwo muss man ja anfangen, nicht wahr?

Dieser Beitrag erschien zuerst auf topElternblogs.

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