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Das Sexleben der Deutschen

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Deutschland: Ein Land, in dem M√§nner wei√üe Str√ľmpfe in Adiletten tragen, wo Kritik hoch im Kurs steht und die Sonne, jedenfalls im Norden, die Endorphine nur selten ankurbelt. Wie steht es in so einem Land eigentlich um die Liebe - oder besser gesagt um die harte W√§hrung: Sex?

thinkstock

Das Ergebnis einer nach Bundesl√§ndern aufgeschl√ľsselten Befragung (ElitePartner-Studie 2013) zum Liebesleben von √ľber 10.000 in einer Partnerschaft lebenden Internetnutzern liefert Aufschlussreiches. So antworten zum Beispiel 70,9 Prozent der Berliner mit einem ‚ÄěJa" auf die Frage, ob sie zufrieden mit ihrem Sexleben seien. Das klingt im ersten Moment nicht besorgniserregend, doch ein Blick auf den Bundesl√§ndervergleich offenbart, dass Berlin damit am unteren Rand anzusiedeln ist. Noch weiter abgeschlagen zeigt sich das als spr√∂de und schroff verschriene Hamburg, es landet mit 69,4 Prozent ebenfalls auf dem absteigenden Ast. Vielleicht sind die Gro√üst√§dter einfach mehr damit besch√§ftigt, ihrem Hip-Sein hinterherzulaufen, als dem n√§chsten H√∂hepunkt. Aber das nur am Rande. Doch in welchem Bundesland sind die Bewohner am zufriedensten mit ihrer Bettenakrobatik? Hier die Aufl√∂sung: Der absolute Spitzenreiter in Sachen Amore ist Sachsen-Anhalt. Ganze 78,9 Prozent der befragten Liierten sind hoch zufrieden mit der Gestaltung und Ausf√ľhrung ihrer Lakengymnastik. Der oft ge√§u√üerte Verdacht, dass Dialekte die Erotik t√∂ten, ist damit pass√©.

Von Eheringen und sexueller Revolution

Eine weitere √úberraschung: Dass M√§nner, wie sie oft behaupten, leicht zufriedenzustellen seien, spiegelt sich in den Ergebnissen nicht wider. Tats√§chlich sind es die Frauen, die mit ihrem Liebesleben gl√ľcklicher sind. Drei Viertel der Ladys gaben an, dass sie nichts an ihrem Sexleben auszusetzen haben. Bei den M√§nnern vertreten etwas schw√§chere 70,9 Prozent diese Meinung. Ein pikantes Detail soll hier nicht unterschlagen werden: Die verheirateten Frauen stufen sich als unbefriedigter ein als die unverheirateten. B√∂se ausgelegt: Der Ehering fungiert als Liebest√∂ter. Ob eine m√∂gliche Erkl√§rung ist, dass mit dem Schmuckst√ľck die Erwartung an die Leistung des Partners steigt, oder aber ob die Performance des Partners nach der Hochzeit sinkt, ist rein spekulativ und soll an dieser Stelle nicht beantwortet werden.

Fassen wir zusammen: Im Osten ist man Vorreiter in Sachen sexuelle Zufriedenheit, wer nicht in traditionelle Normen eingebunden ist, f√ľhlt sich befriedigter als die Ringtr√§ger.

Quo vadis, Schlafzimmer-Emanzipation?

Aber wie steht es um die sexuelle Revolution im Schlafzimmer? Sind Frauen zwar anwesend, aber nicht Initiator? Oder hat sich hier das Verhältnis Jahrzehnte nach der sexuellen Revolution ausgeglichen oder gar umgekehrt?

Die Antwort mutet ern√ľchternd an, zeigt sie doch, dass die, nennen wir sie ‚ÄěSchlafzimmer-Emanzipation", in Wirklichkeit nicht stattgefunden hat. Es sind klassischerweise immer noch vorrangig die M√§nner, die die F√ľhrung in puncto K√∂rperlichkeit √ľbernehmen. So sieht sich ein Drittel von ihnen als Initiator f√ľr Sex und Z√§rtlichkeit. Dem gegen√ľber stehen magere 9,8 Prozent der Frauen, die von sich behaupten, auch mal das Zepter in die Hand zu nehmen und die k√∂rperliche Verschmelzung vorantreiben. Und genau dort liegt der Hund begraben. Denn knapp jeder vierte Mann w√ľnscht sich mehr Engagement von der Frau.

Der Fremdgehfaktor

Wo Paare mit ihrem Sexleben am unzufriedensten sind, ist die Suche nach einem Ausgleich nicht fern. Und so ist es wenig verwunderlich, dass in den Großstädten gerne mal ein Abstecher gewagt wird - so die Ergebnisse einer Studie zum Thema Fremdgehen (ElitePartner-Studie 2012). In Zahlen: In Berlin sind es ganze 28 Prozent der Liierten, die angeben, schon einmal fernab der heimischen Gewässer gefischt zu haben. Das toppt nur noch Hamburg mit 29,2 Prozent.
Auch hier kann Sachsen-Anhalt wieder protzen: Nicht nur die größte Zufriedenheit in Sachen Sexleben in Beziehungen, auch die geringste Fremdgehquote (15,8 Prozent) geht auf die Kappe des östlichen Bundeslandes.

Fazit

F√ľr eine bessere Statistik bez√ľglich leidenschaftlicher Erf√ľllung m√ľsste Deutschland an sich arbeiten. Frauen, legt eure falsche Scham ab und zerrt den Liebsten einfach mal aufs Laken - er will es doch auch! Wenn die Herren der Sch√∂pfung dann noch auf die wei√üen Socken verzichten - wir w√§ren ein h√∂chst befriedigtes Land!

Verlinkung: https://www.facebook.com/ElitePartner.RandaleUndLiebe