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Was hat Tantra mit Foodblogging zu tun oder warum Inspiration wichtig ist

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TANTRA FOOD
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Erste neue Welt. Körper. Männliche und Weibliche. Glückliche Gesichter. Haut. Menschlicher Kontakt. Zuneigung. Nähe. Ziemlich viel Nähe. Mann und Frau eben.

Zweite neue Welt. Törtchen. Viele Frauen. Genuss pur. Augenweide. Kochbücher. Gespräche. Sehr viel Gesprächsstoff. Frauen eben.

Was haben diese zwei Welten miteinander zu tun? So unterschiedlich wie sie sein mögen, so viel Gemeinsamkeiten hat jedoch Ihr Einfluß auf den Einzelnen in Hinblick auf die eigene Inspiration und damit auch als Nahrung für die eigene Kreativität.

Neues Land

Zu beiden Events habe ich mich angemeldet und das was ich erlebt und gesehen habe hat mich stark inspiriert, weil ich es so nicht erwartet habe. Doch dazu nachfolgend mehr.

Die Anmeldung zum Tantra Seminar, geschah eher spontan. Ich schaute mir jedoch vorab die Seminarbeschreibung, zu meiner eigenen „Sicherheit", genauer an. Na was kann da schon Aufregendes passieren, bei einem Seminar, dass sich mit der Wahrnehmung und der Massage der Kopfregion beschäftigt.

Als ich ankam war nur noch ein Platz neben einer Dame im alter meiner Mutter frei - alle Männer waren (leider) vergeben. Mit besagter Dame führte ich die völlig jugendfreien Massageübungen durch. Naja, natürlich können wir mit unseren Kopffunktionen auch schmecken, lecken, fühlen, riechen, gucken, tasten und das am ganzen Körper.

Doch diese Übung kam zum Schluß und manchmal ist es auch sinnvoll erstmal ein Beobachter zu sein. So wie ich in dieser Situation. Ich erfuhr sehr viel über Grenzen, meine eigenen und wie weit ausdehnbar diese noch sind im Vergleich zu einigen anderen Kursteilnehmer.

Ich liebe es meinen Blog zu schreiben. So meldete ich mich auch gerne zu einem Bloggertreffen an. Doch was war das. Wie des öfteren erschien ich just in time an diesem Abend.

Die Damen saßen schon alle im Café, das extra für uns geöffnet hatte. Ich nahm Platz und dann begann die Konversation. Und da stellte ich fest, dass ich inmitten von motivierten Foodbloggern angekommen war. Ehrlich gesagt war mir überhaupt nicht klar, dass es diese Art von Treffen überhaupt gibt. Ich fühlte mich etwas fehl am Platz, so dachte ich doch es ginge um das Bloggen allgemein.

Hatte ich da wohl etwas übersehen in der Beschreibung im Internet? Doch der Austausch mit den Damen gestaltete sich sehr inspirierend. Ich erfuhr völlig neue Dinge, z.B. was für ein Equipment zum Fotografieren nötig ist, wann für die Foodblogaufnahmen gekocht wird, was mit dem gekochten Essen passiert und vieles mehr. Außerdem genoß ich die vorzügliche Torte in diesem ausgezeichneten Café. Mein Essen habe ich jedoch nicht fotografiert.

Reisen bildet

Beide Gegebenheiten haben viele Gemeinsamkeiten, so unterschiedlich sie auch gewesen sind. Ich bin alleine dort gewesen. Eine Gruppe fremder Menschen wartete bereits auf mich. Ich wußte nicht zu 100% was mich erwartet. Ich war offen und habe mich auf vieles, wenn auch nicht auf alles eingelassen. Ich habe mich als eine Art Beobachter in einem unbekannten Terrain gefühlt. Ich habe alles ganz bewußt wahrgenommen und mit meinen Sinnen erfahren.

Schon Goethe wusste, dass Reisen bildet. Und Du mußt nicht an einen fremden Ort reisen, der weit weg liegt um dieses Gefühl der Inspiration zu erfahren. Das siehst Du an den oben beschriebenen Events. Die Bilder und den Genuss auf meiner Zunge trage ich immer noch in mir.

Ich glaube was vielmehr wirklich wichtig ist, um ein Ereignis als Inspiration zu erfahren, ist Offenheit. Sei wie ein Kind. Kinder sind immer ganz im Moment. Wenn sie vertieft sind in einem Spiel, lenkt sie nichts so leicht ab.

Wenn Kinder an etwas Interesse zeigen, stellen sie mindestens 1000 Fragen um alles zu verstehen. Und wenn Du alleine etwas ungewöhnliches tust, garantiere ich Dir kommst Du viel schneller ins Gespräch mit den anwesenden Personen. Du knüpfst alleine viel leichter Kontakte, wie auch immer diese geartet sind.

Kreativität

Die Verbindung mit Dir selber ist wichtig. Eine bestimmte Zeit für Dich ganz alleine. Das beinhaltet auch das Ausprobieren ungewöhnlicher Dinge. All das beschreibt Julia Cameron als „Künstlertreff". Schon bevor ich dieses hervorragende Buch gelesen habe, habe ich schon gerne an so genannten „Künstlertreffs" teilgenommen.

Denn das was sie dort beschreibt ist genau das, was ich während der oben beschriebenen Events getan und erlebt habe. Ich habe mein Inneres Kind ausgeführt. Ich habe etwas ganz alleine gemacht und war offen. Das was ich mitgenommen habe sind viele Bilder, Emotionen und Sinneseindrücke. Nur durch das Lesen eines Buches ist dies so leider nicht möglich.

Durch diese Aufnahme der neuen Eindrücke habe ich mich geöffnet. Geöffnet für neue Inspirationen und meine eigene Kreativität. Und letztendlich brauchen wir Inspirationen um uns kreativ auszudrücken. Wie lebst Du? Hast Du Zeit für ein Date mit Dir ganz alleine? Wenn in Deinem Leben alles gleichmäßig verläuft, wo hat dann Deine Kreativität Ihren Platz?

Viele Kunstwerke und auch Musikstücke sind inspiriert worden durch den Kontakt mit fremden Welten und neuartigen Erfahrungen. Und auch Erfindungen entstehen meist erst dann, wenn das Gewöhnliche nicht mehr funktioniert und etwas Neues her muss.

Regelmäßigkeit

Jeder Mensch braucht Regelmäßigkeit und das braucht auch die Quelle Deiner Inspiration. Was sich im neuen Jahr für Künstlertreffs für mich anstehen, habe ich so noch nicht geplant und das ist vielleicht auch gut so. Und doch weiß ich sicher, dass ich mal wieder einen neuen Weg gehen werde, bei meinen regelmäßigen Spaziergängen und das ich meine Ohren und Augen offen halten werde für Inspirationen, die sich am Wegesrand und in meinem Umfeld für mich bieten.

Denn das Wichtige glaube ich ist es doch regelmäßig Inspirationen einzufangen, damit unser kreativer Geist genährt wird. So bauen wir eine Verbindung mit ihm auf und finden heraus was inspirierend wirkt und was eher destruktiv auf uns wirkt.

Egal was Du tust, Dir anschaust mache es bewußt und nehme es mit den Sinnen eines Kindes wahr und Du wirst Dich bereichert fühlen. Wie willst du Dich in 2017 inspirieren lassen? Lasse es mich wissen: info@anjajaeger.de

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