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Selbstbewusste Eltern sind leistungsfähiger im Job

21/05/2017 15:42 CEST | Aktualisiert 01/06/2017 15:31 CEST
vgajic via Getty Images

Selbstbewusste Eltern sind leistungsfähiger im Job - wie Unternehmen berufstätige Mütter und Väter beim täglichen Balance-Akt unterstützen können.

Das Leben zwischen Familie und Job ist für berufstätige Eltern tough. Permanenter Zeitmangel und Konflikte sorgen für Stress. Hinzu kommen der gesellschaftliche Druck und das Streben nach Perfektion.

Die zunehmende Belastung für Familien geht auch die Unternehmen etwas an: Sorgen sie dafür, dass Eltern in ihrer Rolle gestärkt werden, sind diese leistungsfähiger, gesünder und fühlen sich ihrem Arbeitgeber stärker verbunden. Hier setzt das betriebliche Elterntraining der UBGM-Unternehmensberatung für Betriebliches Gesundheitsmanagement an.

Der Familienalltag - ein ewiger Spagat

Kennen Sie das? „Jetzt zum fünften Mal: Zieh bitte deine Schuhe an! Jeden Morgen dieser Stress." Wegen Dir komme ich jetzt schon wieder zu spät zur Arbeit", schimpft Susanne Wittig (Name von der Redaktion geändert) mit ihrem Kind.

Die Einkaufsleiterin eines Automobilunternehmens ist kein Einzelfall. Viele berufstätige Eltern gehen mit einem schlechten Gefühl zur Arbeit, weil sie den Konflikt mit ihrem Kind nicht klären konnten. „Bin ich eine schlechte Mutter, weil ich jeden Tag arbeite? Kommt mein Kind zu kurz?"

Mit diesen Zweifeln kommen viele berufstätige Mütter und Väter ins betriebliche Elterntraining. Da sie in vielen Fällen ihr schlechtes Gewissen mit an ihren Arbeitsplatz tragen, haben sie oftmals nicht den Kopf für die anstehenden Aufgaben im Büro frei.

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Gleichzeitig setzen sie sich unter Druck, eine Lösung für ihren inneren Konflikt zu finden und vernachlässigen ihre eigenen Bedürfnisse. Wie sich der Familienstress negativ auf das Berufsleben auswirkt, wurde in einer von der Deka-Bank beauftragten Studie herausgefunden: Ein Drittel der Befragten führten Konzentrationsstörungen, Deprimiertheit und Angst am Arbeitsplatz hauptsächlich auf Belastungen in der Familie und einer zu gering erlebten Elternkompetenz zurück.

Die Leistungsvergleich-Falle

Hinzu kommt, dass der Alltag für Familien deutlich voller und komplexer geworden ist. Wer im Beruf massiv gefordert ist, überträgt seine Geschwindigkeit und sein Leistungsdenken auf seine Kinder: Musikalische Frühförderung, Früh-Englisch... Vielfältige Angebote, die vermeintlich den Intellekt des Kindes fördern sollen, werden den kleinen Einsteins übergestülpt.

Viele Eltern tappen in die Falle, die Leistungen ihres Kindes mit denen der anderen zu vergleichen. Das hat auch mit dem gesellschaftlichen Druck zu tun, dass Kinder funktionieren und in das Schulsystem hineinpassen müssen.

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Für die Entwicklung des Kindes ist vor allem die uneingeschränkte Qualitätszeit mit Mutter oder Vater wichtig. Statt aus einem schlechten Gewissen heraus das Kind mit Konsumgütern wie Spielzeug oder Filme zu überhäufen, sollte man das kindliche Bedürfnis nach Wertschätzung, Anerkennung und sozialen Kontakten unterstützen.

Gesundheitsfördernde Rituale

Für ein konfliktfreieres Zusammenleben in der Familie raten Erziehungswissenschaftler zu Ritualen wie dem gemeinsamen Essen zu einer festgelegten Uhrzeit oder Spieleabende am Wochenende. Auch die Vereinbarung medienfreier Zeiten ist eine gesundheitsfördernde Regel. Aus der Gehirnforschung wissen wir, dass ein hoher Medienkonsum negativ zum Empathie- und Sozialverhalten gegenüber Eltern und Freunden korreliert.

Statt ihre Kinder mit Du-Botschaften wie „Du bist faul oder Du bist ungehorsam!" abzuwerten, sollten sie mit ihren Kindern auf Augenhöhe kommunizieren und sie dazu ermutigen, echte Beziehungen zu knüpfen. Gerade in stressigen und problematischen Erziehungssituationen ist es zudem wichtig, Kinder mit Ruhe und Gelassenheit zu erziehen und sich der eigenen Führungsverantwortung bewusst zu werden.

In den Workshops werden die Teilnehmer aktiviert, ihre Erwartungen und Wünsche zur Vereinbarung privater und beruflicher Bedürfnisse zu reflektieren und in der Gruppe zu teilen.

Welche individuellen Glaubenssätze beeinflussen mein Handeln bzw. meinen Umgang mit meinem Kind, was kann ich tun, damit mein Kind Glaubenssätze verinnerlicht, die sein Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl stärken und welche gemeinsamen Lösungen innerhalb der Familie tragen dazu bei, Machtkämpfe zu verhindern, Potentiale zu nutzen und Stress zu vermeiden?

Das sind einige der zentralen Themen, die im Elterntraining behandelt werden. Der Austausch und das Feedback durch die Gruppe sollen darüber hinaus zur Förderung der Elternkompetenz beitragen.

Familienfreundliche Personalpolitik zahlt sich aus

Eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein klarer Wettbewerbsvorteil für Unternehmen. Zunehmend erkennen Unternehmen, die berufstätige Paare mit Kindern unterstützen wollen, den Nutzen von betrieblichen Elternseminaren.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kann die Familienfreundlichkeit eines Unternehmens für junge Fachkräfte bei der Wahl eines Arbeitgebers entscheidend sein.

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Wird von Arbeitgeberseite auch das Engagement der Väter in der Erziehung gefördert, verschaffen sie sich nicht nur Vorteile im Wettbewerb um Fachkräfte. Unternehmen setzen ein Zeichen: für ein partnerschaftlicheres Familien- und Arbeitsleben.

Anja und Ben Herzberg sind zertifizierte Elterntrainer, Dozenten für pädagogische Fortbildungen _ und Eltern zweier Töchter. Als Trainerpaar der UBGM- Unternehmensberatung für Betriebliches Gesundheitsmanagement in Berlin führen sie mit viel Herzblut und Erfolg betriebliche Elterntrainings durch und begegnen dabei dem Wunsch vieler Eltern, familiären Bedürfnissen nachzukommen und gleichzeitig die vom Arbeitgeber geforderte Leistung zu erfüllen. Hierfür bieten die Trainer praktische und aufbauende Lösungen an. Kontakt: herzbergs@ubgm.de.

Weiterführende Informationen finden Sie in dem Praxis-Leitfaden.

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