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Auf nach Amerika! Denn die erste USA Reise kommt bestimmt!

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AMERIKA REISEN TIPPS
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Die Kunst des Kofferpackens

Was packe ich ein? Auch nach 18 Urlauben immer wieder eine spannende Frage für mich. Monate bevor das Abenteuer losgeht beginne ich mit der Aktualisierung meiner Kofferpackliste. Gepackt wird ungefähr im letzten Monat vor der Reise.

Beim Packen orientiere ich mich an meinen Kofferpacklisten. Ich packe Dinge in den Koffer und nach und nach werden einige Sachen doch wieder herausgenommen oder ausgetauscht. Deshalb macht für mich das Packen einen Tag vor dem Abflug wenig Sinn. Ich würde nur zu viele Dinge mitnehmen, weil ich die Sache nicht richtig durchgedacht hätte. Und ganz ehrlich, ich würde mich darüber ärgern.

Abgezählte T-Shirts und Unterhosen für zwei Wochen einzupacken sind auch deshalb nicht nötig, weil in den USA nahezu in jedem Ort und in vielen Motels die Möglichkeit des Waschens für wenig Geld besteht (Laundromat). Und bitte auch Duschgel und Gewürze zu Hause lassen!

Der kleine Flugwahnsinn

Es war auf einen Rückflug von San Francisco nach London. Leider hatten wir keine Traumsitzplätze bekommen. Wir saßen im Mittelgang. Die Toilette war nicht ganz so nah. Irgendwann musste ich mal. Ich wollte warten bis die Toilettenschlange sich aufgelöst hat, aber der Menschenstrom riss nicht ab. Irgendwann war ich gezwungen etwas zu tun, was ich weniger leiden kann. Ich musste mich in die Toilettenschlange einreihen.

Wie das dann so ist wenn man dringend muss, lassen sich alle Leute im Lokus Zeit. Als ich endlich an der Reihe war und die Tür schnell hinter mir verschloss, sah ich es. Der Geruch hatte schon einiges verraten. Die ganze Toilettenbrille sowie Schüssel war - pardon - zugeschissen.

Einreise ohne Hindernisse

Es kommt mir nach dem langen Flug immer wie eine willkommene Abwechslung vor. Erst sitzt man stundenlang in der Holzklasse und nun marschiert man Step by Step durch die Flughafenflure und kann den Geruch des amerikanischen Flughafenteppichs genießen. Es geht links herum, dann wieder rechts herum und dann kommt man endlich in eine breitere Halle und es geht los mit der Immigration.

Es laufen immer irgendwelche Guides herum, welche die Leute in die richtige Schlange führen. Hier beginnt nach dem stundenlangen sitzen, das nächste Extrem: Man steht. Es bleibt einem nichts anderes übrig. Man muss warten und kann nur die Leute beobachten, welche aus verschiedenen Ankunftsmaschinen kommen.

In der Schlange steht man zwischen 15 min und zwei Stunden. Die Einreise in die Staaten ist nicht kompliziert, man braucht nur Geduld. Aber diese ist nach einen Langstreckenflug (Erschöpfungsgrad variiert je nach Flugdauer) nicht immer ausreichend vorhanden. Aber es lohnt sich! Am Ende bekommt man den geliebten Einreisestempel und konnte mit dem Officer etwas über „german beer" smalltalken.

Nützliches für unterwegs

Jetzt nicht lachen. Toilettenpapier habe ich immer dabei. Warum? Man kann es einfach immer gebrauchen. Wenn ihr unterwegs seid, braucht ihr euch über die Toiletten an Tankstellen oder Rastplätzen keine Sorgen zu machen.

Diese sind so gut wie immer total sauber und ordentlich ausgestattet (nicht wie in Deutschland!). Dennoch kann man Toilettenpapier immer gebrauchen. Falls man sich die Nase putzen möchte, man etwas verschüttet oder gekleckert hat oder falls man abends (oder nachts) im Motelzimmer feststellt, dass das letzte Blatt Toilettenpapier gerade von der letzten Rolle abgerissen wurde.

Ich will damit sagen: Es ist durchaus hilfreich ein wenig Toilettenpapier immer dabei zu haben. Ich habe immer eine kleine Packung dabei mit vier Rollen. Das reicht aus. Für alle Arten von Notfällen.

Motel vs. Hotel

Wo übernachten? Eine nicht ganz unwichtige Frage. Ich bin ein Fan von Motels. Ich liebe Motels. Motels gibt es in sehr unterschiedlichen Qualitäten im ganzen Land verteilt. Motels sind einfache Zimmer, wo ihr mit eurem Auto meist direkt vor der Tür stehen könnt.

Die Zimmer haben ein bis zwei Betten, meist einen kleinen brummenden Kühlschrank, mit etwas Glück eine Mikrowelle und eine kleine Kaffeemaschine, welche bei falscher Handhabe gern mal daneben läuft. Dennoch weiß man in der Regel immer, was einen erwartet.

In Motels hat man alle möglichen Nachbarn, das macht es so spannend. Teppiche können am Rand schon mal ausgefranzt sein. Im Bad kann auch mal Ungeziefer auftreten (oft in wärmeren Staaten). Es ist alles sauber, es kann aber schon etwas gebraucht aussehen. Im Grunde wie bei jedem zu Hause.

Fragen über Fragen und Abenteuergedanken

Wieviel soll ich einpacken? Wie halte ich den langen Flug durch? Warum wird am Security-Band herumgeschrien? Was passiert bei der Immigration? Essen die Amerikaner wirklich nur Hamburger? Will ich ein Hotelzimmer mit oder ohne Kühlschrankbrummen? Warum brauche ich Flugzeugsocken? Welche Fertiggerichte schmecken? Kann ich auch nach Karte fahren? Warum macht sogar das Einkaufen im Supermarkt Spaß? Amerika für sich selbst zu entdecken ist ein Abenteuer was süchtig macht.

Kofferpacken, Zweifel über Bord werfen und Anschnallen, es kann losgehen!

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch „Hamburger safari Tipps & Tricks für deine 1. USA Reise" von Anika Bischoff.

2014-12-12-safariklein.jpg
Paperback
132 Seiten
ISBN 978-3-7357-8847-4
Verlag: Books on Demand


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